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Psychotische "Liebe"

Für die Freunde der Weisheit

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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Herr der Augenringe am Do 10. Aug 2017, 13:50

Weiß ich doch nicht, was du dir darunter vorstellst. DU hast von "wirklicher Liebe" gepredigt. Also wirst du ja eine Vorstellung davon haben, was das sein soll.
Ich habe nur gesagt, dass es ein Hinweis sein kann, dass man sich auf dem Holzweg befindet, wenn man mit seiner Vorstellung von Liebe niemand anderen erreicht. Das war alles. :)
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Do 10. Aug 2017, 14:13

ruebennase hat geschrieben:
Föderation hat geschrieben:Der Williamsen Spruch beinhaltet aber auch, das jeder Mensch irgendwie wirklich böse ist, eine „dunkle Seite“ hat.

Genau so ist es. Wer mal wirklich ehrlich und bewusst seine eigenen Gedanken und Gefühle beobachtet, der kann sich dieser Tatsache nicht verschließen.

Aus Sicht einer Stechmücke bist Du Böse, wenn versuchst, sie zu erschlagen, wo Du doch Nahrungsquelle sein solltest.
Aus Sicht eines Kommunisten ist vielleicht auch ein Libertärer böse.

Die wenigsten Dinge sind nur schwarz oder nur weiß.

Glücklicherweise bin ich mir sowohl meiner Gedanken, als auch meiner Gefühle recht stark bewusst und ich kann nicht bestätigen, dass ich irgendetwas davon nenneswert für böse halte. Natürlich kann man nachträglich bestimmte Verhaltensweisen, Ansichten etc. anders bewerten und sich dann umentscheiden, ich finde aber in meinem ganzen Leben nichts, was ich im eigentlichen Sinne als böse bezeichnen würde. Ich bin z. B. heute kein Veganer mehr und sicherlich kann man hinterfragen, ob das alles so richtig ist: Käme ich dann zu dem Ergebnis, dass mein Verhalten böse ist, dann würde ich es ändern.

Wenn jemand unverarbeitete negative Gefühle oder Gedanken hat, mit denen er nicht klar kommt, dann kann man daran arbeiten. Gefühle und Gedanken kommen auch aus dem Körper, niemals aber aus dem Nichts.
Das Gehirn ist ein Organ. Meditieren wäre da schon mal eine Methode, um der eigenen Gedanken Herr zu werden, ausgeglichener zu werden. Ausdauersport ebenso. Das Bewusstsein wird bedingt durch das Unterbewusstsein: Es gibt viele Methoden, daran zu arbeiten, von Psychotherapie über Hypnose, oder am einfachsten die Methode von Traumreisen, mit denen Du negative Gefühle oder Ängste verarbeiten kannst. Für tiefersitzende ernsthafte Agressionen gibt es auch professionelle Hilfe und das ist durchaus nicht abwertend gemeint.

Ein Meerschweinchen zu kaufen ist da nur die einfacheren Methoden. :) Ich bin der Meinung, dass Meerschweinchen Mitgefühl vermitteln. Aber wenn Du dann Gedanken hast, dass Du Dein Meerschweinchen abschlachten willst, dann ist es Zeit für den Psychiater, die sollten auch weltanschauungsneutral arbeiten können, also auch für Substanzdualisten möglich.

Wir hatten bei der Bundeswehr einen Vorgesetzten, der derart Böse und aggressiv war, beleidigend und mit latenter Gewaltandrohung. Später wurde er mit mir in den Sanbereich versetzt und da haben wir irgendwann herausgefunden, dass er unter Psychopharmaka stand. Immer, wenn er die nicht rechtzeitig bekam, wurde er bösartig und agressiv. Ansonsten war das ein supernetter Kerl. Ich weiß nicht, woran das bei ihm lag, zu viel Testosteron, zu wenig Sport oder zu wenig Sex, zu viel Alkohol oder alles auf einmal, ich weiß es nicht.

Vielleicht bin ich aber auch persönlich ein eher ausgeglichener Mensch. Ich erinnere mich an ein Sylvester, an dem ich sehr unzufrieden war. Nach der Feier sind wir noch zu McDonalds und es herrschte Chaos, keine richtigen Schlangen, Betrunkene und den Leuten hinterm Tresen wars total egal, die bedienten nach rechts und links und waren froh, dass niemand über den Tresen kam. Ich kann mich noch erinnern, dass ich unkontroliert böse und sauer wurde und kann das auch heute noch fühlen, dass ich mich in der Schlange vorne angestellt habe. Ganz gezielt vor viele blöde und stumpf dreinblickende Gestalten und wurde auch noch gleich bedient! Da war ich vielleicht sauer. Böse könnte man sagen. Das hätte ich aber auch da in der Situation nicht als böse im Sinne einer ethischen Bewertung angesehen.

Oder hältst Du uns für böse, die Naturalisten?
Komm auf die Dunkle Seite, ruebennase, wir haben Kekse!!
Zuletzt geändert von Föderation am Do 10. Aug 2017, 14:29, insgesamt 4-mal geändert.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Do 10. Aug 2017, 14:19

Negative Gefühle, Hass, Wut, Zorn, sollte niemand häufig oder dauerhaft haben und nicht über eine bestimmte Intensität hinaus. Auch negative Gedanken und Gefühle werden durch wiederholte Ausführung vom Gehirn angelernt, die Gedanken laufen dann in den ausgetretenen Pfaden.Ggf. muss man dann nach den Ursachen suchen und daran arbeiten. Irgendwie „transformieren“ ist möglicherweise auf Dauer keine gute Idee.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon ruebennase am Do 10. Aug 2017, 14:33

Föderation hat geschrieben:Oder hältst Du uns für böse, die Naturalisten?
Komm auf die Dunkle Seite, ruebennase, wir haben Kekse!!

Es tut mir leid, wenn du mich mal wieder nicht richtig verstehen konntest, Föderation.
Das kann natürlich an mir liegen und ich muss mal gucken, ob ich da etwas an meiner Ausdrucksweise verbessern kann. Ist nicht einfach, bei so vielen unterschiedlichen Lesern, von denen jeder etwas anderes herausliest.

Gegen Missverständnisse bin ich machtlos und ich habe auch keine Zeit und Lust, jedes Missverständnis korrigieren zu wollen.

Wenn du dich für einen Naturalisten hältst, dann hast du damit schon deine "unnaturalistische" Seite weggesperrt.

Und jetzt her mit den Keksen :mrgreen:
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Do 10. Aug 2017, 14:51

ruebennase hat geschrieben:Wenn du dich für einen Naturalisten hältst, dann hast du damit schon deine "unnaturalistische" Seite weggesperrt.


Es gab 2009 zwei Videos auf Youtube zur Präsentation der Brights. Die wurden gelöscht, weil sie von der Forencommunity nicht gebilligt wurden.

Im zweiten Film erfolgte eine Darstellung, welche Teile ein Weltbild beinhaltet und wo das wissenschaftliche Erkenntnisprinzip zum Tragen kommt. Ich kriege es nicht mehr ganz zusammen, das Weltbild wurde in drei Bereiche eingeteilt
a) Beschaffenheit der Welt, wie wir sie vorfinden
b) Ethik
c) Emotion, Kunst, Kultur

Nur auf den Bereich a) ist zur Ermittlung dessen, wie wir die Welt sehen, die wissenschaftliche Methodik anwendbar. Dabei sollte man zunächst alles aus dem Weltbild entfernen, was man durch Erziehung, Religion etc. erlernt hat und hinterfragen, was sich direkt aus der Realität ergibt, wie wir sie vorfinden und was wissenschaftlich gestützt wird: Was keinen Rückhalt findet oder mit wissenschaftlicher Herangehensweise unvereinbar ist, sollte gelöscht werden. Dieser Bereich soll also auch mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand veränderbar sein.

Für den Bereich Ethik gilt nur, dass er auf dem Naturalismus basiert, d. h. jedenfalls nicht im Widerspruch dazu stehen darf. Das wäre z. B. bei der Behauptung der Fall, dass man eine Norm einzuhalten habe, weil eine Gottheit das befohlen hat.

Der Bereich c hat dann mit Naturalismus nur noch herzlich wenig zu tun.

Dennoch gehört alles zur Weltanschauung. Es gibt also innerhalb des Naturalismus durchaus gravierende Unterschiede. Und es ist natürlich nicht alles wissenschaftsbasiert. Die Frage, wie das gehen kann, ist also auch damals schon aufgetreten und wie dargestellt beantwortet worden.

Ich schreibe das hier so ausführlich, weil z. B. Wikipedia gar keine naturalistische Weltanschauung kennt. Dort gibt es nur Naturalismus als Philosophie. Wie hier dargestellt ist es der methodische Naturalismus. Wie der ontologische Naturalismus ist, weiß keiner so genau: Die ontologischen Naturalisten haben jedenfalls damals Protest eingelegt gegen die Filme, so dass sie entfernt wurden.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon ruebennase am Do 10. Aug 2017, 15:12

Es kommt darauf an, für was DU DICH hältst, mit was DU DICH identifizierst, nicht auf irgendwelche Weltbildtheorien.

Ok, dann esse ich eben meine eigenen Kekse
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Do 10. Aug 2017, 15:22

ruebennase hat geschrieben:für was

Vor allem aber auch: Warum!

Wenn Du die kleine Weltkugel anklickst, findest Du das WAS.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon ruebennase am Do 10. Aug 2017, 15:31

Du weißt schon, dass du gerade subtil missionierst?

Kekse gibt's auch nur für Naturalistisch-Gläubige .... :cry:

(Deine Webseite kenne ich schon lange)
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Bergamotte am Do 10. Aug 2017, 19:22

Jetzt hat die ganze Diskussion ja ihren eigenen Thread bekommen, daher mache ich mal hier weiter.
ruebennase hat geschrieben:Was soll das denn für ein Syndrom sein? Hat das auch einen Namen?
Du kannst es Böses-Romantisierungssyndrom nennen, wenn du willst.

Eine Beschreibung des Syndroms wäre nur eine Paraphrase des Zitats aus dem anderen Thread:
Simone Weil hat geschrieben:Le mal imaginaire est romantique, varié, le mal réel morne, monotone, désertique, ennuyeux. Le bien imaginaire est ennuyeux; le bien réel est toujours nouveau, merveilleux, enivrant.

(Das Böse, das man sich vorstellt, ist romantisch, phantastisch, vielfältig; das wirkliche Böse stumpfsinnig, eintönig, öde, langweilig. Das Gute, das man sich vorstellt, ist langweilig; das wirkliche Gute ist immer neu, wunderbar, berauschend.)
Außer zur Übersetzung von “ennuyeux” als schlicht “langweilig” (da geht etwas verloren, denn je nach Kontext bedeutet ennuyeux auch ermüdend und sogar voll Kummer und Schwermut) weiß ich nicht, wo da noch Erklärungsbedarf besteht. Vielleicht kannst du deine Frage etwas konkreter stellen?
ruebennase hat geschrieben:Genau so ist es. Wer mal wirklich ehrlich und bewusst seine eigenen Gedanken und Gefühle beobachtet, der kann sich dieser Tatsache nicht verschließen.
Ist das jetzt nur wieder deine subjektive Meinung™, die du hier zur allgemeinen Unterhaltung erzählst, ohne überzeugen zu wollen? Oder ausnahmsweise mal eine Aussage, die du auch bereit bist zu verteidigen? Im Falle des letzteren würde ich mal vorschlagen zu erklären, wieso du meinst von der Introspektion deiner selbst auf die gesamte Menschheit schließen zu können…

Und überhaupt, was soll die “dunkle Seite” denn nun sein? Höchstwahrscheinlich hat jeder Mensch irgendwelche Charakterschwächen. Auch kann man den meisten wohl “schockierende” Brutalität entlocken, wenn man sie schwer genug und lange, lange genug verletzt. Aber wenn nur das hinter dieser poetischen Formulierung “dunkle Seite” stecken soll, wäre ich etwas enttäuscht.

Auf mich klang das eher nach ausgeprägter Zerstörungslust, bösartigem Verlangen, Perversionen, Hass und Aggressionen gegen Menschen, die es nicht verdient haben, etc.

Ich befürchte, Marianne Williamson wünscht sich hier derartiges herbei. Aber was ist daran so ergötzlich, jedem Menschen eine solche dunkle Seite zu unterstellen?

Wie gesagt, ich vermute, weil wir dazu tendieren das Böse zu romantisieren: “phantastisch, vielfältig” und aufregend.

Ich geb ja zu, die Vorstellung, dass selbst in der lieben Vegetarierin-Freundin auch ein “bad girl”, eine Lilith-Kreatur steckt, hat was! Dann noch die Vorstellung die dunkle Seite kennenlernen zu dürfen um sie dann ~seufz~ zu vergeben… eine Gefühlsaufwallung, die in ihrer Schmalzigkeit nur von den kitschigsten Szenen aus “Twilight – Biss zum Morgengrauen” übertroffen wird.

In der Realität wird man aber besser bedient sein, wenn hinter der lieben Vegetarierin-Freundin nichts weiter steckt als das. Etwas anderes ist auch nicht mal aufregend, abgesehen von akutem Schmerz oder Angst – die Folgen, das langwierige Trümmer wegräumen irgendwann, sind eher trostlos und “ennuyeux”. Der Kontakt mit dem Bösen findet also lieber nur in der Fiktion statt, entweder in Teenie-Vampirstories oder für gehobenere Geschmäcker vielleicht in den Werken der sog. Schwarzen Romantik.
ruebennase hat geschrieben:Wir sind darauf konditioniert worden, mit dieser dunklen Seite auf eine zivilisierte Art und Weise umzugehen, indem wir sie einschließen und hinter "Gitter" sperren und glauben dann, sagen zu können "ich habe keine dunkle Seite in mir". Das ist ein großer Irrtum, DAS ist Einbildung und Projektion von dem, was wir sein möchten, auf das, was wir wirklich sind.
Nur weil man nicht deiner Meinung ist, dass jeder Mensch eine dunkle Seite besitzt, muss man nicht gleich anfangen sich selbst einzureden, dass man definitiv keine solche hätte, vor allem wenn es Gründe zur gegenteiligen Annahme gibt. Das ist nicht dasselbe.
Auf diese Art und Weise werden wir die dunkle Seite nicht loswerden. Schlimmstenfalls richtet sie sich nun gegen uns selbst.
Wir werden die dunkle Seite nur dadurch los, in dem wir sie als zu uns gehörig akzeptieren und transformieren. Diese Transformation gelingt nur durch Bewusstheit und Aufmerksamkeit, nicht nur nach außen, sondern auch nach innen. Unser Bewusstsein steht über unserer hellen und dunklen Seite, es ist eine unteilbare Einheit.
Aha, jetzt kann man also seine dunkle Seite los werden. Wer das geschafft hat, der wird keine dunkle Seite mehr haben, im Gegensatz zu deiner Behauptung, dass jeder Mensch diese in sich trägt. Kleiner Logikfehler am Rande…
ruebennase hat geschrieben:Wer versucht, diese Einheit aufzuspalten in "hell/gut" und "dunkel/schlecht/böse", und versucht, sich nur mit einer Seite zu identifizieren, der wird schizophren und unglücklich werden.
Nur impliziert der Rat, die “dunkle Seite” zu transformieren und loszuwerden, doch schon die Aufforderung sich mit der guten Seite zu identifizieren, nicht?
Nur wer die dunkle Seite in sich und dem Vis-a-vis annehmen und akzeptieren kann, der findet den Weg aus der "psychotischen" Liebe heraus zu wirklicher Liebe.
Wenn man seine “dunkle Seite” akzeptieren würde, dann würde man schwerlich versuchen, diese zu transformieren und loszuwerden.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon ruebennase am Do 10. Aug 2017, 21:23

Bergamotte hat geschrieben:Du kannst es Böses-Romantisierungssyndrom nennen, wenn du willst.

Mit Syndrom bezeichnet man in der Regel ein Krankheitsbild, dass mehrere Symptome umfasst. Ich dachte also, du hättest bei Frau Williamson ein schon bekanntes Krankheitsbild festgestellt. Du meint also, ein neues Krankheitsbild mit einem ausgefallenen Namen entdeckt zu haben. Ok.

Bergamotte hat geschrieben:Ist das jetzt nur wieder deine subjektive Meinung™, die du hier zur allgemeinen Unterhaltung erzählst, ohne überzeugen zu wollen?

Wieso "wieder nur"? Was soll's denn sonst sein? Und ja, ich will niemanden überzeugen.

Bergamotte hat geschrieben:Oder ausnahmsweise mal eine Aussage, die du auch bereit bist zu verteidigen?

Warum sollte ich die denn verteidigen???? Wenn du anderer Meinung bist - hab ich kein Problem mit.
Wenn du deine schwafelige Erbsenzählerei als einen Angriff siehst, gegen den ich mich verteidigen müsste, dann muss ich dich enttäuschen. Ich habe in deinem Beitrag nichts Konkretes entdecken können, das es wert wäre, dazu Stellung zu beziehen.

Ich mach's also kurz:
Du hast dir viel Arbeit gemacht, aber dich leider auch wieder in langatmiger Schwafelei verloren. Kannst du nichts auf den Punkt bringen? In einigen, wenigen Sätzen? So schwierig ist das Thema doch gar nicht.

Ich werde dich in meiner internen Rangfolge der potentiellen Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki auf Platz 81 setzen. In der Disziplin "selbstverliebte Schwafelei" kannst du ihm leider noch nicht ganz das Wasser reichen.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Do 10. Aug 2017, 21:42

@Bergamotte: Ich hatte mir das eher so gedacht, dass die dunkle Seite Deiner veganen Freundin etwa darin bestünde, dass sie den unbändigen Drang hat, die Nachbarskinder zu zerstückeln, sie diesen Drang aber als Teil ihrer Persönlichkeit akzeptiert und sich daher keiner Psychotherapie unterzieht, sondern zur Beherrschung (Transformation) des Dranges eben nur alle paar Tage ihre Katze mit dem Bügeleisen foltert: Wofür Du sie wahrhaft lieben solltest, dass sie solche geistigen Anstrengungen unternimmt, ihre Triebe unter Kontrolle zu halten. :twisted:
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon idefix2 am Do 10. Aug 2017, 23:34

ruebennase hat geschrieben:Mit Syndrom bezeichnet man in der Regel ein Krankheitsbild, dass mehrere Symptome umfasst. Ich dachte also, du hättest bei Frau Williamson ein schon bekanntes Krankheitsbild festgestellt. Du meint also, ein neues Krankheitsbild mit einem ausgefallenen Namen entdeckt zu haben. Ok.

Wer sich selbst als Erbsenzähler betätigt, sollte das anderen nicht vorwerfen. :roll:

ruebennase hat geschrieben:
Ist das jetzt nur wieder deine subjektive Meinung™, die du hier zur allgemeinen Unterhaltung erzählst, ohne überzeugen zu wollen?

Wieso "wieder nur"? Was soll's denn sonst sein? Und ja, ich will niemanden überzeugen.

Wenn es tatsächlich der allgemeinen Unterhaltung dienen würde, wäre es ja in Ordnung. Aber dafür sollte es ein bisschen weniger stumpf und langweilig sein. :shock:

ruebennase hat geschrieben:Wenn du deine schwafelige Erbsenzählerei als einen Angriff siehst

Es kommt schon vor, dass Bergamotte in seinen Beiträgen herumpedantelt unnd Erbsen zählt. Aber in dem Beitrag, auf den du dich beziehst, ist das für jeden ersichtlich nicht der Fall. Vielmehr kommt er sehr direkt auf den Punkt:
Bergamotte hat geschrieben:Und überhaupt, was soll die “dunkle Seite” denn nun sein? Höchstwahrscheinlich hat jeder Mensch irgendwelche Charakterschwächen. Auch kann man den meisten wohl “schockierende” Brutalität entlocken, wenn man sie schwer genug und lange, lange genug verletzt. Aber wenn nur das hinter dieser poetischen Formulierung “dunkle Seite” stecken soll, wäre ich etwas enttäuscht.

Du bist es, der hier herumschwafelt - ohne jeden Realitätsbezug über die "dunkle Seite jedes Menschen" - nicht Bergamotte, der den Finger auf diese Wunde legt. Brunnenvergiften ist eine bekannte demagogische Technik, aber damit kommst du hier nicht durch.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Föderation am Fr 11. Aug 2017, 08:21

Wenn man über irgendeine „dunkle Seite“ spricht, die andere akzeptieren müssten, dann akzeptiert die Person ja anscheinend selbst ihre „dunkle Seite“.

Wir wissen aber nicht, wer als ruebennase auf der anderen Seite des Computers sitzt oder welcher schizophrene potentielle Massenmörder das liest.
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Re: Psychotische "Liebe"

Beitragvon Bergamotte am So 13. Aug 2017, 23:06

ruebennase hat geschrieben:Wieso "wieder nur"? Was soll's denn sonst sein? Und ja, ich will niemanden überzeugen.
Na, tu nicht so verblüfft. :D
ruebennase hat geschrieben:Warum sollte ich die denn verteidigen????
Weil du hier von einer Tatsache gesprochen hast, vor der sich ein ehrlicher und bewusster Mensch nicht verschließen kann. Das hört sich nach einem ziemlichen Anspruch auf Allgemeingültigkeit an, nicht?

Falls du hier tatsächlich nur unterhaltsame, inspirierende “Gedankenraketen” abschießen willst, empfehle ich dir dringend, das entsprechend zu kennzeichnen. Z.B. “Ich kann mich mit folgendem identifizieren…”, “IMHO…”, “Meiner Meinung nach – aber bitte nagelt mich nicht fest – …” usw.

Oder schreib am besten gleich in deine Signatur:

“Auch wenn der obige Beitrag evtl. einen anderen Eindruck erweckt, gilt generell: Ich will niemanden überzeugen und gebe hier nur ohne Anspruch auf Korrektheit meine ganz subjektiven, persönlichen Meinungen und Gedanken wieder. An einer Argumentation oder Verteidigung meiner Thesen bin ich grundsätzlich nicht interessiert, auch wenn ich aus Gründen der Unterhaltung manchmal auf Gegenargumente eingehen mag.”


Solange du nicht mit etwas extrem anstößigen ankommst, hast du dann deine Ruhe.
ruebennase hat geschrieben:Wenn du anderer Meinung bist - hab ich kein Problem mit.
Wenn du deine schwafelige Erbsenzählerei als einen Angriff siehst, gegen den ich mich verteidigen müsste, dann muss ich dich enttäuschen.
Das ist auch wieder so eine … Marotte von dir: allgemein bekannte Redewendungen und völlig gängige übertragene Bedeutungen im Deutschen ziemlich wörtlich nehmen um sich dann an diesen (oft im Stil eines weisen Gurus) aufzuhängen.
Spoiler:
ruebennase hat geschrieben:
werner hat geschrieben:Ferner gibt es Menschen die im Besitz dieser Wahrheit sind und wenn ich dich richtig verstanden habe gehörst du dazu, .....

Die Wahrheit kann man nicht "besitzen". Man kann sie suchen, man kann sie finden, man kann in und mit ihr leben, aber man kann sie nicht besitzen. Es ist auch nicht ganz richtig, zu sagen, dass man sie findet, es ist besser zu sagen, sie findet einen. Es ist kein persönlicher Verdienst, kein Ergebnis eigener Leistung.
Das martialische deutsche Vokabular im Kontext “Diskussion” mit Gegnern, Angriffen und Verteidigungen habe ich mir nicht ausgedacht. Und nein, als wirklichen, gar persönlichen Angriff sehe ich meinen Beitrag nicht, sondern eher als Einladung an dich sachbezogen kritische Fragen zu beantworten. 8)

Im Übrigen ging es hier überhaupt nicht um mich; die Frage war ganz allgemein zu verstehen: müssen wir uns damit abfinden, dass du deine Methode Suggestion-und-dann-Rückzieher jetzt als Dauerzustand etabliert willst?
ruebennase hat geschrieben:Ich habe in deinem Beitrag nichts Konkretes entdecken können, das es wert wäre, dazu Stellung zu beziehen.
Aber ihn mit viel Bombast auf unsachliche Weise zu diskreditieren, das war er dir dann schon wert?
ruebennase hat geschrieben:Ich mach's also kurz:
Du hast dir viel Arbeit gemacht, aber dich leider auch wieder in langatmiger Schwafelei verloren. Kannst du nichts auf den Punkt bringen? In einigen, wenigen Sätzen? So schwierig ist das Thema doch gar nicht.
Von Zitaten abgesehen ist mein Beitrag weniger als 2,5 mal so lang wie der von dir, auf den er sich bezieht. Er ist nicht zwanzig mal so lang. Wo beginnt bitte “langatmige Schwafelei” für dich?

Um das erste (um klein anzufangen) Argument so knapp auszudrücken wie möglich:

    Dass alle Menschen, oder auch nur die Mehrheit, eine dunkle Seite besitzen, die diesen Namen auch verdient, wirkt extrem unplausibel.
ruebennase hat geschrieben:Ich werde dich in meiner internen Rangfolge der potentiellen Nachfolger von Marcel Reich-Ranicki auf Platz 81 setzen.
Auf welchem Platz befindet sich denn manniro?
ruebennase hat geschrieben:In der Disziplin "selbstverliebte Schwafelei" kannst du ihm leider noch nicht ganz das Wasser reichen.
Ich habe nur meine dunkle Seite (da waren keine Mordgelüste sondern nur Schwafelei und Erbsenzählerei zu finden, puh!) kennengelernt und dann mir diese verziehen. Jetzt empfinde ich wahre Liebe zu mir selbst und bin ein selbstverliebter, schwafelnder Erbsenzähler. Ist doch genauso, wie du es hier propagiert hast, nicht? :wink:
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