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Nicht-Glauben

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Re: Nicht-Glauben

Beitragvon idefix2 am Fr 14. Jul 2017, 14:01

da ging es um Gott im Allgemeinen.

Wenn in diesem Forum von "Gott" die Rede ist, dann ist sehr häufig der Gott gemeint, mit wir in unserem Kulturkreis ständig konfrontiert werden, und das ist nun einmal dieser abramhamitische Zampanu. Wenn etwas anderes gemeint ist, wird das im allgemeinen extra hinzugefügt.

Die Frage ist, wie du zu solchen haltlosen Unterstellungen kommst, natürlich "vorsichtshalber" so formuliert, dass du dich jederzeit wieder zurückziehen kannst, aber doch so, dass für einen unbeteiligten dritten der Eindruck einer zumindest sehr gut fundierten Vermutung entsteht.

Und woher ich das weiß? Daher, dass ich das gleiche Argument jederzeit auch verwenden würde, mit genau der von mir angegebenen Intention und mit keiner anderen, die man auch mir dann vielleicht unterstellen würde. Das Argument kam von Nasobēm, und mir ist noch keine Wortmeldung von ihm in diesem Forum aufgefallen, in der er sich derart heftig gegen z.B. den Glauben an deistische Gottheiten zu Wort gemeldet hätte.
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Re: Nicht-Glauben

Beitragvon Nasobēm am Fr 14. Jul 2017, 20:09

Bergamotte hat geschrieben: ...
Aber ob die Behauptung völlig absurd ist, ist nun mal gerade der strittige Punkt. ...Ein Theist hält aber die Vorstellung von Gott,...

Kein Gläubiger hält seinen Glauben für absurd
Bergamotte hat geschrieben: ..., indem man implizit jeden Glauben an unbewiesene Entitäten für irrational erklärt.

das braucht man nicht zu erklären. Jeder Glaube im Sinne von religiösem Glauben, egal ob an bewiesene oder unbewiesene ist irrational.

Bergamotte hat geschrieben:Aber das funktioniert eben nicht, erstens weil es nicht unbedingt irrational ist an etwas unbewiesenes zu glauben

In welcher Weise sollte das denn rational sein? Und ich mein jetzt nicht 'glauben' im Sinne von Wahrscheinlichkeitsvermutung oder dem hinnehmen von Expertenmeinungen.
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Re: Nicht-Glauben

Beitragvon Bergamotte am Sa 15. Jul 2017, 10:26

idefix2 hat geschrieben:
da ging es um Gott im Allgemeinen.

Wenn in diesem Forum von "Gott" die Rede ist, dann ist sehr häufig der Gott gemeint, mit wir in unserem Kulturkreis ständig konfrontiert werden, und das ist nun einmal dieser abramhamitische Zampanu. Wenn etwas anderes gemeint ist, wird das im allgemeinen extra hinzugefügt.
Ist nicht meine Erfahrung.
Die Frage ist, wie du zu solchen haltlosen Unterstellungen kommst, natürlich "vorsichtshalber" so formuliert, dass du dich jederzeit wieder zurückziehen kannst, aber doch so, dass für einen unbeteiligten dritten der Eindruck einer zumindest sehr gut fundierten Vermutung entsteht.
Bevor du hier mit solchen solchen Psychologisierungen anfängst, lieber den Beitrag noch mal genau lesen: zwei Interpretationsmöglichkeiten, darunter war die erste die von dir favorisierte. Die zweite Interpretation erscheint mir persönlich plausibler und das ist alles. Wo soll da die Unterstellung gewesen sein? Und natürlich bin ich auch auf beide eingegangen, wenn dir die zweite nicht passt, kannst du getrost ignorieren, was ich dazu geschrieben habe.
Und woher ich das weiß? Daher, dass ich das gleiche Argument jederzeit auch verwenden würde, mit genau der von mir angegebenen Intention und mit keiner anderen, die man auch mir dann vielleicht unterstellen würde. Das Argument kam von Nasobēm, und mir ist noch keine Wortmeldung von ihm in diesem Forum aufgefallen, in der er sich derart heftig gegen z.B. den Glauben an deistische Gottheiten zu Wort gemeldet hätte.
Ich habe mit deistischen Gottheiten nicht angefangen, das warst du. Ich habe schon angenommen, dass es hier um den theistischen Gott geht, d.h. einen Gott der auch in die Welt eingreift und die Menschen für ihre Taten im Jenseits belohnt oder bestraft. Der abrahamitische Gott jedoch ist wahlweise machtlos gegenüber eisernen Streitwagen (Judentum), hat einen Aspekt, der der Vater eines anderen Aspektes seinerselbst ist (Christentum), oder verwandelt unfromme Juden in Affen (Islam). Das ist doch noch mal ein ganz anderer Level.
Nasobēm hat geschrieben:
Bergamotte hat geschrieben: ...
Aber ob die Behauptung völlig absurd ist, ist nun mal gerade der strittige Punkt. ...Ein Theist hält aber die Vorstellung von Gott,...

Kein Gläubiger hält seinen Glauben für absurd
Sag ich ja. Deswegen ist das Argument, falls es darauf abzielen soll, auch nur zum Chor predigen.
Bergamotte hat geschrieben: ..., indem man implizit jeden Glauben an unbewiesene Entitäten für irrational erklärt.

das braucht man nicht zu erklären. Jeder Glaube im Sinne von religiösem Glauben, egal ob an bewiesene oder unbewiesene ist irrational.
Was ist der Grund dafür? Was bitte zeichnet denn den religiösen Glauben als so speziell aus, dass er selbst dann noch irrational wäre, wenn die Existenz des betreffenden "Glaubensobjekt" (mit den behaupteten Eigenschaften) bewiesen wäre?
Nasobēm hat geschrieben:
Bergamotte hat geschrieben:Aber das funktioniert eben nicht, erstens weil es nicht unbedingt irrational ist an etwas unbewiesenes zu glauben

In welcher Weise sollte das denn rational sein? Und ich mein jetzt nicht 'glauben' im Sinne von Wahrscheinlichkeitsvermutung oder dem hinnehmen von Expertenmeinungen.
Wahrscheinlichkeitsvermutungen sehe ich allerdings als eine Art des Glaubens an.
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