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Der Tod

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Re: Der Tod

Beitragvon Föderation am Mo 24. Apr 2017, 14:08

Ich komme immer mehr dazu, dass die Beantwortung solcher Fragen massiv mit der Erwartungshaltung zusammenhängt: Zufriedenheit = Erwartungshaltung abzüglich Realität. Oder von mir aus Erwartungshaltung abzüglich status quo. (Ich hoffe, das versteht irgendwer).

Wenn jemandem in der Kindheit ein Leben nach dem Tod suggeriert wurde, fällt es später schwerer, zu akzeptieren, dass das Leben recht schnell endet - also wirklich endet. Das ist umso schwieriger, wenn diese Suggestion auch noch emotional verankert ist und auf einem Erlebnis/Ereignis beruht, an das sich die Person gar nicht mehr erinnern kann.
Selbst hatte ich nie die Vorstellung an ein Leben nach dem Tod, was schon als Kind zu gewissen Konflickten geführt hat, weil für mich tot eben wirklich tot bedeutete (so tot wie ein plattgefahrener Igel oder eine erschlagene Fliege). Eine tief verankerte Unsterblichkeitsvorstellung kann dann natürlich ansich angst machen, wenn einem plötzlich bewusst wird, dass man gar nicht mehr so lange hat.

Angst vor dem Tod gibt es bei mir als:
a) Angst vor dem Leid vor dem Tod/ existenzielle Angst vor Leid
b) Angst vor einer Beendigung des Lebens zur Unzeit, entgegen der persönlichen Lebensplanung

Dementsprechend habe ich z. B. überhaupt keine Agnst vor einem Suizid mit geeigneten Mitteln. Wohl aber vor einem Autounfall. Oder einem Herzinfarkt. Nicht als akute „Angst“, wohl aber so, dass sie potentiell akut werden kann. Beim Suizid kann ich mir das z. B. gar nicht vorstellen, höchstens, wenn man nicht die geeignete Methode zur Hand hat.
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