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John Gray: Seven Types of Atheism

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John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Oblomov am Fr 27. Apr 2018, 09:13

Zuletzt geändert von nautilus am Mo 30. Apr 2018, 21:16, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Nasobēm am Fr 27. Apr 2018, 22:03

Warum sollte man das lesen?
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon manniro am Sa 28. Apr 2018, 07:13

Steht doch da: Weil es Pflicht ist! :lol: :wink:

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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Bergamotte am Sa 28. Apr 2018, 08:04

Der beste Typ ist der “mystische Atheist.” (von hier … wo die Typen aufgelistet werden)

Das ist eine wirklich interessante Frage: wenn ruebennase eine Gotteserfahrung haben kann, warum kann man nicht auch eine mystische Anti-Gotteserfahrung haben? Das Universum fragen – in tiefer Meditation – und es sagt einem zurück: “Ich bin ungeschaffen!”

Würde ruebennase einer solchen mystischen Anti-Gotteserfahrung mit ähnlichem Respekt begegnen wie er es bzgl. seiner Gotteserfahrung verlangt?
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Der böse Wolf am Sa 28. Apr 2018, 09:46

Komisch, ich kriege diese Antwort sogar ohne Meditation, wenn ich das Universum einfach bloß anschaue!
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon manniro am Sa 28. Apr 2018, 10:19

Wer aus der Ablehnung bestimmter Glaubensvorstellungen eine Ideologie macht, tut das wahrscheinlich aus kommerziellen Interessen. Und schreibt ein Buch darüber.

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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Bergamotte am Sa 28. Apr 2018, 10:45

Der böse Wolf hat geschrieben:Komisch, ich kriege diese Antwort sogar ohne Meditation, wenn ich das Universum einfach bloß anschaue!
Das zählt nicht. Das ist nur oberflächliches Denken und hat nicht die Sicherheit einer mystischen Einsicht, die direkten Kontakt zum Universum selbst herstellt. So.
manniro hat geschrieben:Wer aus der Ablehnung bestimmter Glaubensvorstellungen eine Ideologie macht
In der Praxis bedeutet Atheismus allerdings fast immer Materialismus. Siehe “Wege zum Glauben”-Thread.
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Oblomov am Sa 28. Apr 2018, 11:39

Nasobēm hat geschrieben:Warum sollte man das lesen?

Weil es eine originelle Abhandlung über Atheismus in Geschichte und Gegenwart ist, die die üblichen Schwarz-Weiß-Denke hinter sich lässt. Und weil Gray sehr gut zeigt, dass manche Formen des Atheismus mehr mit dem christlichen Monotheismus (weniger mit den konkreten Inhalten, als vielmehr mit einer allgemeinen Art, die Welt zu sehen) gemeinsam haben als ihnen bewusst und lieb ist...
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon ruebennase am Sa 28. Apr 2018, 12:02

Bergamotte hat geschrieben:Das Universum fragen – in tiefer Meditation – und es sagt einem zurück: “Ich bin ungeschaffen!”

Ob geschaffen oder ungeschaffen ist völlig belanglos. "Ich bin" ist das einzig Relevante in dieser (hypothetischen) Antwort.

Bergamotte hat geschrieben:Würde ruebennase einer solchen mystischen Anti-Gotteserfahrung mit ähnlichem Respekt begegnen wie er es bzgl. seiner Gotteserfahrung verlangt?

Persönlichen Erfahrungen, Weltanschauungen, Denkinhalten und eventuell daraus hervorgehenden Ideologien kann ich keinen Respekt entgegenbringen. Das sind individuelle Träumereien und nur für den von Bedeutung, der sie hat.

Ich kann nur Menschen in ihrer Ganzheit Respekt entgegenbringen, denn sie sind meinesgleichen, unabhängig davon, wie sie die Welt sehen und interpretieren. Dabei richtet sich der Respekt, mit dem ich auf jemanden reagiere, danach, wie respektvoll derjenige mit den Menschen in seinem Umfeld (und damit auch mir) umgeht.

Dementsprechend erwarte (verlangen erst recht nicht) ich keinen Respekt für das, was ich sage. Ich erwarte von meinem Gegenüber nicht mehr und nicht weniger, als dass er meiner Person den gleichen Respekt entgegenbringt, den er für seine eigene Person erwartet.

Dass eigene Erwartungshaltung und eigenes Vermögen nicht immer in vernünftigem Maße korrelieren, demonstriert uns lobbyweltweit derzeit ja ziemlich eindrucksvoll.
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon Bergamotte am Sa 28. Apr 2018, 13:00

ruebennase hat geschrieben:Ob geschaffen oder ungeschaffen ist völlig belanglos. "Ich bin" ist das einzig Relevante in dieser (hypothetischen) Antwort.
Na, das ist Pantheismus. Theismus unterscheidet immer zwischen Schöpfer und Schöpfung. Der Unterschied ist mir schon wichtig.
Wikipedia: Theismus hat geschrieben:Der Gott theistischer Religionen ist überwiegend transzendent, teilweise hat er auch immanente Elemente/Erscheinungsformen. Er wirkt zwar in der Welt (etwa durch Wunder und Offenbarungen), ist jedoch in der Substanz komplett von ihr verschieden (Dualismus von Schöpfer und Schöpfung).
ruebennase hat geschrieben:Persönlichen Erfahrungen, Weltanschauungen, Denkinhalten und eventuell daraus hervorgehenden Ideologien kann ich keinen Respekt entgegenbringen. Das sind individuelle Träumereien
huch? Nur Träumereien? Beziehst du das auch auf deinen eigenen Glauben?
und nur für den von Bedeutung, der sie hat.

Ich kann nur Menschen in ihrer Ganzheit Respekt entgegenbringen, denn sie sind meinesgleichen, unabhängig davon, wie sie die Welt sehen und interpretieren. Dabei richtet sich der Respekt, mit dem ich auf jemanden reagiere, danach, wie respektvoll derjenige mit den Menschen in seinem Umfeld (und damit auch mir) umgeht.

Dementsprechend erwarte (verlangen erst recht nicht) ich keinen Respekt für das, was ich sage. Ich erwarte von meinem Gegenüber nicht mehr und nicht weniger, als dass er meiner Person den gleichen Respekt entgegenbringt, den er für seine eigene Person erwartet.
Okay. Das merke ich mir! :D
Oblomov hat geschrieben:
Nasobēm hat geschrieben:Warum sollte man das lesen?

Weil es eine originelle Abhandlung über Atheismus in Geschichte und Gegenwart ist, die die üblichen Schwarz-Weiß-Denke hinter sich lässt. Und weil Gray sehr gut zeigt, dass manche Formen des Atheismus mehr mit dem christlichen Monotheismus (weniger mit den konkreten Inhalten, als vielmehr mit einer allgemeinen Art, die Welt zu sehen) gemeinsam haben als ihnen bewusst und lieb ist...
Bringt er denn diesmal bessere Argumente? Meist erschöpft es sich bei ihm in Nonkonformismus als Selbstzweck, basierend auf unbegründeten Verdächtigungen und Assoziationen.

Mit säkularem Humanismus kann ich nix anfangen: eine streberhafte, kleingeistige, widersprüchliche, deprimierende, triviale Ideologie, die keine Antworten liefert und in ihrer eigenen unfassbaren Schwammigkeit versinkt. Daher bin ich nur allzu offen gegenüber Gegenargumenten; John Gray hat bis jetzt aber nicht viel geliefert.
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Re: John Gray: Seven Types of Atheism

Beitragvon ruebennase am Sa 28. Apr 2018, 15:04

Bergamotte hat geschrieben:huch? Nur Träumereien? Beziehst du das auch auf deinen eigenen Glauben?

Ja. Das beziehe ich auf alle Formen von Weltanschauungen in den Köpfen der Menschen, und zu denen zähle ich mich auch.

Bergamotte hat geschrieben:Okay. Das merke ich mir! :D

Hoffentlich! :D
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