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Gedankenexperiment: Integration unter Gottlosen

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Re: Gedankenexperiment: Integration unter Gottlosen

Beitragvon Philipp Wehrli am Mo 7. Mai 2018, 13:43

theologe hat geschrieben:So wie damals die Nazis ihre Rassenlehre als "Wissenschaft" bezeichnet haben, so bezeichnen heutzutage Kapitalisten ihre Finanzsysteme als "Wissenschaft" - und das Volk glaubt die Propaganda, heute wie damals.

Leider ist die Volkswirtschaftslehre an vielen Universitäten tatsächlich in einem erbärmlichen Zustand. Aber immerhin dürfen Kritiker diese Lehre kritisieren. Obwohl 'Kapitalisten' viel zu viel Einfluss haben, können sie ihre Kritiker immerhin nicht in die Psychiatrie schicken oder ausweisen. Dies ist aber doch, was Martin fordert: Dass Falschdenkende für verrückt erklärt werden. So verstehe ich jedenfalls seine obigen Passagen:


Martin hat geschrieben:
In meinen weniger höflichen Momenten betrachte ich Religion und Glaubern als eine mentale Störung die man Behandeln und zumindest eingrenzen müsste, als etwas das Menschen davon abhält ihr Potential zu entfalten und glücklich in diesem Leben zu leben. Als eine mentale Blockade der Vernunft und als Behinderung von Forschung und Wissenschaft. Als Dummheit, Volksverarschung, Opium für das Volk [tm] und etwas das es sowohl individuell als auch Gesamtgesellschaftlich zu überwinden gilt.

... man könnte sich dann viel klarer positionieren, das man den Menschen hilft, aber die Götter bitte daheim bleiben sollen. Das man ihnen gerne hilft vom Glauben loszukommen (das Thema hatte ich ja auch schon mal), breit gefächerte psychologische Behandlung und das eben kein Rumglauben in Schulen genehmigt wird. Das wäre viel einfacher wenn man nicht diesen antirationalen Toleranz-Blindfleck hätte, und vielleicht noch denkt das alle Götter und alle Religionen irgendwie gleich sind, sondern eben auch andere Götter und ihre Glauber in die Schranken verweist.

Eventuell kämen dann einige Flüchtende nicht, weil sie sich ohne ihre Götter nicht willkommen fühlen, aber die, die sich dann wirklich hin zu vernünftigen Menschen entwickeln wollen wären gewiss eine Bereicherung.
Ich denke es wäre mal eine interessante Idee - und vermutlich nicht umsetzbar - wenn man Migrationen ihren Glauben abnimmt. Früher war es oft so, das man die Götter der neuen Heimat annehmen musste, heute könnte man eben die Leute gottlos halten. Und wer sich nicht daran halten mag kann jederzeit wieder zurück in das Land seiner Götter. Aber leider sind wir dazu selber noch nicht weit genug entwickelt.

Martin
Philipp Wehrli
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Re: Gedankenexperiment: Integration unter Gottlosen

Beitragvon bonito am Mo 7. Mai 2018, 13:50

Philipp Wehrli hat geschrieben:Es geht um die Frage, ob die Politik bestimmen soll, welche Meinungen korrekt ('wissenschaftlich') sind und welche nicht. In Demokratien würde dies also das Volk entscheiden, bzw. die Leute, die zufälligerweise aus dem Volk an die Macht gespült werden. Ich möchte nicht, das Trump oder Erdogan oder sonst wer mir vorschreibt, was 'wissenschaftlich korrekt' ist.

Korrekt und wissenschaftlich ist für mich was anderes.
Und "unkorrekte" Meinungen muß es natürlich auch geben, die Frage ist halt wieviel Beleidung oder Hetze etc. man erlauben will.
Unter den vielen Lügenmächten, die in der Welt wirksam sind, ist die Theologie eine der ersten.
(Mahatma Gandhi, indischer Politiker und Reformator, 1869-1948)
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