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Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Habt ihr Gedanken, die mit anderen geteilt werden müssen?

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Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Botanium am Sa 8. Okt 2016, 20:24

HAllo da ich neu bin weiß ich ehrlich gesagt nicht ob es scgon darüber diskutiert wurde aber ich frag mich wirklich warum wollen die Religiösen immer dass mann es beweisen muss dass es keinen Gott gibt? Die WIssenschaft kann doch einen nicht existenz nicht beweisen da es den Gott nicht gibt? ich kann ja auch sagen dass es 5 Blaue Götter gibt die wie Affen aussehen aber nur ich kann die sehen und darauf bestehen dass die Wissenschaft es mal beweisen soll dass es diese 5 Götter nicht gibt? Der behaupter muss doch seine Behauptungen beweisen und nicht im Gegenteil?
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Noumenon am Sa 8. Okt 2016, 21:11

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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon SilverBullet am Sa 8. Okt 2016, 21:15

Botanium hat geschrieben:Der behaupter muss doch seine Behauptungen beweisen und nicht im Gegenteil

Nicht unbedingt, denn ein „Behaupter“ kann durchaus erst einmal eine Hypothese aufstellen, die er als Vermutung kennzeichnet.

Dies ist allerdings ein sehr „enger Rahmen“, den man erst einmal erreichen muss - d.h. „ein Behaupter“ muss erst einmal tatsächlich ein „Behaupter“ sein => er muss Inhalt (eine Hypothese) liefern.

Dass „die Welt“, „das Universum“ erschaffen wurde, ist ein Schöpfungsverdacht, den man durchaus aufstellen kann – warum auch nicht, „die Welt“ ist (für uns) ja existentiell vorhanden und mit unserem „nicht vorhandenen Einblick in das Eschaffen von Materie“ kann nur wenig ausgeschlossen werden.

Aber nur weil man aus diesem Schöpfungsverdacht die Frage ableiten kann „wer hat’s gemacht?“ ist das noch lange keine Hypothese.

Religionen formulieren Wünsche bzgl. dessen, wie der „unbekannte Akteur“ zu den „Gläubigen“ stehen soll, wie er sich verhalten soll, was er verlangen soll und um was er sich kümmern soll.
Das Problem ist natürlich, dass dies rein gar nichts über „den Akteur“ aussagt.
Auch nach tausenden von Jahren mit „lustigen Ritualen“ fehlt auch nur der Hauch einer Idee, „wer, wie, was“ der Kandidat für die „Schöpfungshandlung“ sein könnte. Selbst wenn man hierzu einen blassen Schimmer hätte, wäre immer noch die Hürde, wie „er“ es denn gemacht haben soll.
Erst wenn diese beiden Inhalte (Kandidat und Vorgang) vorlägen, könnte man von einer Hypothese sprechen.

Solange dies nicht der Fall ist, gibt es keine Behauptung, keinen Inhalt, keinen „Behaupter“.

Ohne Behauptung kann ein Beweis natürlich weder Pro noch Contra aufgestellt werden - es ist ja nicht klar für was :-)

(Gottes-)Religionen sind ein „So-Tun-Als-Ob“-Theater:
=> So tun, als ob das Wort „Gott“ eine Antwort auf die Anfangsfrage wäre.
=> Weil aber gar keine Antwort vorliegt, ist „Gott“ letztlich immer noch: nur die Anfangsfrage.

Ohne Behauptung, kann keine Wissenschaft, oder besser: niemand nicht beweisend aktiv werden.
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Nasobēm am Sa 8. Okt 2016, 22:09

Botanium hat geschrieben:... warum wollen die Religiösen immer dass mann es beweisen muss dass es keinen Gott gibt?

Weil viele Religiöse keine sehr hohe Schulbildung haben und in logischem Denken nicht geübt sind. Sie meinen dann, dass sie eine Diskussion 'gewonnen' hätten, wenn sie der Andere keinen Beweis für die Nichtexistenz eines Gottes liefern kann.
Botanium hat geschrieben: Die WIssenschaft kann doch einen nicht existenz nicht beweisen da es den Gott nicht gibt?

Das ist vollkommen richtig. Mehr noch - niemand kann die Nicht-Existenz von egal was beweisen.
Botanium hat geschrieben: ich kann ja auch sagen dass es 5 Blaue Götter gibt die wie Affen aussehen...?

Ja genau. So wie Bertrand Russell schon in seinem Analogismus dargestellt hat :) :
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Botanium am Sa 8. Okt 2016, 22:25

Das mit der Teekanne ist ein super Beispiel, ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht dass mann mit religiösen MEnschen sehr schlecht diskutieren kann da jegliche logisches Denken bei denen Versagt und sie hysterisch und aggressiv werden oder einen mit ihren dummen aber wirklich dummen Aussagen zum kochen bringen. Es gab mal in der Türkei eine Sendung über Religion und Evolution der atheistische Geologe sprach ca 1 Stunde sehr logisch und wissenschaftlich und von dem Religiösen Gelehrten kamen nur dumme aussagen "beweise" wie: "ich habe dir 1 mio Dollar geliehen beweis es mal dass ich es dir nicht geliehen habe" oder aussagen wie " wieso sitzst du so respektlos bein auf bein vor dem türkischem Volk". Das beste war aber als der Religionstyp meinte dass sogar ein Lapotop eine Seele habe :)) also ich meine was kann man mit solche Gestallten diskutieren?
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Noumenon am Sa 8. Okt 2016, 23:20

Ach, ja, der gute alte Russell... War das nicht der Typ, der ausgerechnet im Veröffentlichungsjahr von Lemaître's Arbeit (1927) - welche mit den Grundstein für jegliche Theorien über den Urknall legte, der wiederum seit jeher als Anfang der Welt aufgefasst wird - auf einem berühmten Vortrag so unglaublich logische Argumente gegen jene Hypothese brachte?

Es gibt weder einen Grund dafür, warum die Welt nicht auch ohne eine Ursache begonnen haben könnte, noch, warum sie nicht schon immer existiert haben sollte. Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass die Welt überhaupt einen Anfang hatte. Die Idee, dass alles einen Anfang haben müsse, entspringt nur der Armut unserer Vorstellungskraft. Deshalb brauche ich wohl keine weitere Zeit mehr auf das Argument der ersten Ursache zu verschwenden."

(B. Russell - Warum ich kein Christ bin, 1927)

:lol: :roll:

Zu sagen, es gäbe keinen Grund, warum nicht auch die Negation einer Hypohese gelten sollte, ist argumentativ ja schon einmal eine ziemlich schwache Leistung. Die gleiche Aussage in drei Sätzen hintereinander unterschiedlich formuliert zu wiederholen (vermutlich suggerieren wollend, gleich drei verschiedene Argumente gebracht zu haben), macht's kaum besser, im Gegenteil. Aber dann auch noch falsch zu liegen und mehr oder weniger im gleichen Jahr widerlegt zu werden, macht Russell's Gedanken über den 'Anfang von Allem' vollends zum Treppenwitz des letzten Jahrhunderts. Naja, soviel zu Atheisten & Logik... Dabei hat Russell auf den Gebieten der Mathematik & Philosophie durchaus bedeutende Beiträge geleistet, aber vielleicht hätten seine Eltern auf den extra engagierten atheistischen Hauslehrer lieber verzichten sollen. :lol:

Das mit der Teekanne ist ein super Beispiel...

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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Nasobēm am So 9. Okt 2016, 09:42

Oh, endlich eine fundierte Russell-Kritik. Und das kannst du auch noch erläutern?
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Noumenon am So 9. Okt 2016, 12:34

Was genau?
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon theologe am So 9. Okt 2016, 19:01

Botanium hat geschrieben:warum wollen die Religiösen immer dass mann es beweisen muss dass es keinen Gott gibt?

Religiöse wollen ja in erster Linie keine Beweise, sondern am liebsten, dass andere das glauben, was sie selber glauben/sagen. Es sind ja dann meistens die Atheisten, die Beweise von den Religiösen forden. Aber weil Gottesbeweise ja nicht wirklich schlüssig durchzuführen sind, wird dann der schwarze Peter zurückgegeben.

Wenn der Atheist nur nicht glauben möchte, muss er keinen Nicht-Gottes-Beweis machen. Aber wenn der Atheist dem Religiösen Gott ausreden will, dann müsste der Atheist die Nicht-Existenz Gottes beweisen.
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon manniro am Mo 10. Okt 2016, 14:25

Noumenon hat geschrieben:
Das mit der Teekanne ist ein super Beispiel...

Ja, ein super Beispiel für billige Polemik.


Und zwar weil....?

Zumindest ist aber der Wiki-Kommentar zu "Russells Teekanne":

Dies ist ein typisches argumentum ad ignorantiam, ein logischer Fehlschluss, bei dem eine These für richtig erklärt wird, allein weil sie nicht widerlegt werden kann.


ein super Beispiel dafür, daß man Fremdworte besser nicht verwenden sollte, wenn man ihre Bedeutung nicht verstanden hat. Denn in Russels Aussage wird weder eine These aufgestellt, noch eine "ad ignorantiam" widerlegt. Es werden lediglich spezielle Aspekte des "Glaubens" mittels einer Analogie verdeutlicht.

Oder weißt Du mehr?

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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Noumenon am Mo 10. Okt 2016, 20:25

manniro hat geschrieben:Und zwar weil....?

Weil Baum.

manniro hat geschrieben:Oder weißt Du mehr?

Ja. Ich weiß bspw., dass man Teekannen heutzutage bei Amazon bestellen kann. Jede Wette, dass der gute Bertrand das nicht wusste. 8)
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon riviere am Mo 10. Okt 2016, 21:24

Die Anzahl behauptbarer "Entitäten", deren Nichtexitenz sich nicht beweisen lässt, ist bekanntlich unendlich. Was soll's. Jedem seien seine (ins-)geheimen Phantasie-Existenzen von Herzen gegönnt, wenn er mit ihnen besser durch's Leben kömmt.

Wenn man aber hergeht und verkündet, dass aus "Gott existiert." oder "Gott ist..." oder "Gott tat/tut..." oder "Gott sagt:..." oder "Gott will:..." etc. ganz bestimmte, universelle "Ethiken" oder "Werte" folgten, denen sich sämtliche Menschen in ihrem Denken, Urteilen, Tun und Lassen zu unterwerfen hätten, dann bleiben derartige Ansprüche ohne den Nachweis der Existenz jener jeweils behaupteten "Götter" bloßer menschlicher Hirn-Auswurf, der sich als von "höherer Herkunft" auszugeben sucht.
"...weil also gebetet werden soll, wird ein Gott hypostasirt: nicht umgekehrt" (Schopenhauer)
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon manniro am Di 11. Okt 2016, 09:50

Noumenon hat geschrieben:
manniro hat geschrieben:Und zwar weil....?

Weil Baum.

manniro hat geschrieben:Oder weißt Du mehr?

Ja. Ich weiß bspw., dass man Teekannen heutzutage bei Amazon bestellen kann. Jede Wette, dass der gute Bertrand das nicht wusste. 8)


Das gehört wohl leider zu Deinen schwächeren Beiträgen. Uninspiriert?

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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon Noumenon am Di 11. Okt 2016, 11:27

manniro hat geschrieben:Uninspiriert?

Unmotiviert.
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Re: Warum muss man nicht Existenz von Gott beweisen?

Beitragvon idefix2 am Di 11. Okt 2016, 18:17

warum postest du dann überhaupt so einen sinnfreies Zeug? Lass es doch bleiben, zwingt dich doch niemand.
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