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Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Habt ihr Gedanken, die mit anderen geteilt werden müssen?

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Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon soynadie am Sa 9. Jan 2016, 10:50

Aus gegebenem Anlass folgende Überlegung.
Viele hier im Forum sind der festen Überzeugung, dass Religionen das größte Hindernis für ein friedliches und gedeihliches Miteinander unter den Menschen sind.
Das sehe ich anders. Das größte Hindernis sind m.E die „tribal instincts“, also die tief in uns verankerte mentale Unterscheidung: WIR = die Guten, versus die ANDEREN = die Bösen/Unreinen/Unmenschlichen.

An anderer Stelle wurde schon darüber diskutiert, ob diese „tribalen Instinkte“ angeboren sind oder nicht. Wie auch immer man diese Frage beantworten mag, Tatsache ist, dass sie überall stecken, ob latent oder manifest; dass sie offensichtlich unterdrückt, aber nicht ausgerottet werden können; dass sie auch bei nichtigen Anlässen leicht ausgelöst werden können, und dann oft großen Schaden anrichten.

Die These ist: Schiiten und Sunniten (um nur ein aktuelles Bespiel zu nennen) könnten friedlich miteinander leben, wären da nicht die tribalen Instinkte, die von den jeweiligen Glaubensrichtungen gekapert werden.
Deswegen ist es so wichtig, diesen Instinkten keinen Raum zu gönnen, sie ständig zu überwachen, ihr giftiges Wirken zu entlarven, wo immer es sich zeigt.
Beim Fußball nennt man es "Rudelbildung": Am Ende haben alle Gelbe Karten und blaue Flecken, und genutzt hat das ganze Bohei nichts.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon manniro am Sa 9. Jan 2016, 11:55

Solche Überlegungen sind nicht ganz unproblematisch, weil der "Instinkt"-Begriff erstens nicht exakt definiert ist und in der Vergangenheit von diversen Fraktionen zur Begründung unterschiedlichster, teilweise widersprüchlicher Theorien herangezogen wurde, und zweitens aktuell - wenn überhaupt noch - nur zur Erklärung tierischen Verhaltens herangezogen wird. Das wichtigste Gegenargument ist jedoch die Frage, was denn damit erklärt ist, wenn einem bestimmten Verhalten ein "Instinkt" als auslösendes Moment zugeordnet wird? Folge ich meinem "Schreibinstikt", wenn ich das hier eintippe? Und was würde das erklären?

soynadie hat geschrieben:Aus gegebenem Anlass folgende Überlegung.
Viele hier im Forum sind der festen Überzeugung, dass Religionen das größte Hindernis für ein friedliches und gedeihliches Miteinander unter den Menschen sind.


Ob Religionen "das größte" Hindernis sind, lassen wir mal dahingestellt. Daß sie eins sind dokumentiert das aktuelle Weltgeschehen, dazu brauch man keine "Überzeugung".

Das sehe ich anders. Das größte Hindernis sind m.E die „tribal instincts“, also die tief in uns verankerte mentale Unterscheidung: WIR = die Guten, versus die ANDEREN = die Bösen/Unreinen/Unmenschlichen.


Im Singular - und mit etwas weniger Pathos - lautet das: "Gut sein nenne ich den Versuch, in jeder Beziehung nach Kräften das Bestmögliche für mich und mein Umfeld anzustreben. Und das erwarte ich auch von meinen Mitmenschen". Das ist warum schlecht?

An anderer Stelle wurde schon darüber diskutiert, ob diese „tribalen Instinkte“ angeboren sind oder nicht. Wie auch immer man diese Frage beantworten mag, Tatsache ist, dass sie überall stecken, ob latent oder manifest; dass sie offensichtlich unterdrückt, aber nicht ausgerottet werden können; ...


Wie unterdrückt man denn "Instinkte", zum Beispiel den "Fluchtinstinkt"?

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Zuletzt geändert von manniro am Sa 9. Jan 2016, 12:31, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon soynadie am Sa 9. Jan 2016, 12:22

manniro hat geschrieben:Ob Religionen "das größte" Hindernis sind, lassen wir mal dahingestellt. Daß sie eins sind dokumetiert das aktuelle Weltgeschehen, dazu brauch man keine "Überzeugung"..


Das aktuelle Weltgeschehen zeigt nur, dass es ein Problem mit Religionen gibt. Aber meine These ist ja, dass dieses Problem nur dewegen zu unübersehbar ist, weil - und wenn - die Religionen von den "tribal instincts" gekapert werden. Wo das nicht der Fall ist, da können Religiöse friedlich nebeneinander leben (etwa die diversen Kirchen und Religionen in den USA, oder auch in Deutschland). Wenn es kracht, dann fast immer, weil zu dem religiösen Aspekt noch das Wir-gegen-Die hinzukommt.

manniro hat geschrieben: "Gut sein nenne ich den Versuch, in jeder Beziehung nach Kräften das Bestmögliche für mich und mein Umfeld anzustreben. Und das erwarte ich auch von meinen Mitmenschen". Das ist warum schlecht?


Das ist nicht schlecht. Es ist aber auch keine adäquate Umschreibung dessen, was man als "tribal instincts" bezeichnet (den Ausdruck habe ich nicht erfunden!) Es geht um >>Wir gegen DIE<<

manniro hat geschrieben:Wie unterdrückt man denn "Instinkte", zum Beispiel den "Fluchtinstinkt"?
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Indem man sich die Automatismen bewusst macht.
Wenn ich in den Keller gehe und sehe eine dicke Spinne an der Wand, dann durchzuckt es mich unangenehm. Doch dann atme ich tief durch und denke: Die ist vollkommen harmlos. So kann ich mich innerlich vom dem "Instinkt" distanzieren, und ihn so auf der Verhaltensebene neutralisieren.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon idefix2 am Sa 9. Jan 2016, 12:30

soynadie hat geschrieben:Die These ist: Schiiten und Sunniten (um nur ein aktuelles Bespiel zu nennen) könnten friedlich miteinander leben, wären da nicht die tribalen Instinkte, die von den jeweiligen Glaubensrichtungen gekapert werden.
Deswegen ist es so wichtig, diesen Instinkten keinen Raum zu gönnen, sie ständig zu überwachen, ihr giftiges Wirken zu entlarven, wo immer es sich zeigt.

Selbst wenn deine "These" stimmen würde:
Dann wären es doch ganz offensichtlich die religiösen Führer, die daran schuld sind, dass diese "Instinkte", die irgendwo im Unterbewusstsein lauern, zu Tage treten. Und dann wäre der einzige Weg, zu verhindern, dass diese "Instinkte" sich manifestieren, die Pfaffen aller Konfessionen daran zu hindern, ihr unheilvolles Werk zu betreiben.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon idefix2 am Sa 9. Jan 2016, 12:34

soynadie hat geschrieben:Wo das nicht der Fall ist, da können Religiöse friedlich nebeneinander leben (etwa die diversen Kirchen und Religionen in den USA, oder auch in Deutschland).

Wen interessieren schon die paar Morde an Mitarbeitern von Abtreibungskliniken :shock:

soynadie hat geschrieben:Indem man sich die Automatismen bewusst macht.

Und was hilft es dir, wenn du dir die "Automatismen bewusst machst", wenn Millionen von gegeneinander aufgehetzten Vollkoffern streiten und du in der Mitte stehst?
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon manniro am Sa 9. Jan 2016, 12:37

soynadie hat geschrieben:
Das ist nicht schlecht. Es ist aber auch keine adäquate Umschreibung dessen, was man als "tribal instincts" bezeichnet (den Ausdruck habe ich nicht erfunden!)


Dann ergreife doch diese ausgezeichnete Gelegenheit, der geneigten Leserschaft Deine Auffassung dieses Konzeptes etwas näher zu bringen. Was den angenehmen Nebeneffekt hätte, auch auf die wesentlichen Punkte meiner Argumentation einzugehen. Was Du sicher nur versehentlich versäumt hast.

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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon lorenz am Sa 9. Jan 2016, 12:42

soynadie hat geschrieben: Tribale Instinkte ... dass sie auch bei nichtigen Anlässen leicht ausgelöst werden können, und dann oft großen Schaden anrichten.

Der Vollständigkeit halber: Richten diese "Tribale Instinkte" nur Schaden an ("Gift"), oder sind sie auch nützlich? Haben sie vielleicht eine Schutzfunktion in schlechten Zeiten? Die Bereitschaft zur outgroup hostility scheint mir bei allen in Gruppen lebenden Tieren ein ziemlich konstanter Faktor zu sein. Da liegt der Verdacht nahe, dass das auch einen positiven Sinn in der Evolution haben muss. Sich zu Selbstverteidigungsgemeinschaften zusammenzurotten (die dann gerne mal zu Angriffsgemeinschaften mutieren) ist evtl. zutiefst human.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon soynadie am Sa 9. Jan 2016, 12:48

idefix2 hat geschrieben:
soynadie hat geschrieben:Indem man sich die Automatismen bewusst macht.

Und was hilft es dir, wenn du dir die "Automatismen bewusst machst", wenn Millionen von gegeneinander aufgehetzten Vollkoffern streiten und du in der Mitte stehst?


Wenn ich alleine in der Mitte stehe, werde ich zermalmt.
Wenn dieses "Bewusstmachen" aber in einem ganzen Gemeinwesen sich vollzieht, dann kann man viel Elend verhindern.
In Europa haben jahrhunderte die tribalen "Instinkte" das Handeln bestimmt. Wir gegen die Die. Das Ergebnis: Kriege und Bürgerkriege. Der letzte davon, war so schrecklich, dass man sich in Europa bewusst geworden ist: So kann es nicht weiter gehen. Das ist einer der Gründe dafür, dass dieser zerrissene Kontinenz nun seit 70 Jhren in Frieden lebt.
Wenn nun aktuell die "tribalen Instinkte" wieder Oberwasser bekommen, befeuert durch Euro-krise und Flüchtlingsstrom, dann ist das definitiv keine gute Entwicklung, auch wenn Leute wie du das anders sehen.
Wo das Tribale vorherrscht, fliegen früher oder später die Molotov-Cocktails, dann die Kugeln, dann die Granaten.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon manniro am Sa 9. Jan 2016, 12:53

Und wo das Rabulistische vorherrscht, fliegen früher oder später erst Worte, dann die Unterstellungen, dann die Phrasen.

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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon soynadie am Sa 9. Jan 2016, 12:57

lorenz hat geschrieben:Der Vollständigkeit halber: Richten diese "Tribale Instinkte" nur Schaden an ("Gift"), oder sind sie auch nützlich? Haben sie vielleicht eine Schutzfunktion in schlechten Zeiten?.


Natürlich hat das Tribale auch positive Funktion: Es sichert die soziale Kohäsion nach innen.
Das Problem ist nur, dass die Menschen, zumindest bei uns hier in D, nicht mehr in weitgehend homogenen, kohäsiven Gruppen leben, sondern in Netzwerken, mobil, individualistisch...

Es gibt noch die Sehnsucht nach dem heimeligen Mir-san-mir, und die Rechtspopulisten tun nichts anderes, als diese Sehnsucht auszubeuten, doch man läuft da einer Fata Morgana hinterher, denn dieses heimelige WIR gibt es nur noch als Konstrukt. Aktiviert man in einer modernen Welt wie heute die tribalen Neigungen, dann kreiert das nur Probleme, einfach weil es dieses (weitgehend ) homogene heimelige WIR nicht mehr gibt. Wir sind alle, ob freiwillig oder unfreiwillig, mehr oder weniger "Entwurzelte". Das ist das Ergebnis der Moderne, und genau deswegen hassen manche diese Moderne.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon idefix2 am Sa 9. Jan 2016, 13:05

Das ist Gewäsch.
Homogene kohäsive Gruppen sind in keiner Weise nötig, solange alle sich an gewisse Mindeststandards halten. Das hat bei uns bis jetzt im Grossen und Ganzen gut funktioniert, mit der massenweisen Zuwanderung von Menschen, die diese Mindeststandards nicht einmal wirklich kennen, gerät das Ganze aus der Balance.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon lorenz am Sa 9. Jan 2016, 13:06

soynadie hat geschrieben:Wo das Tribale vorherrscht, fliegen früher oder später die Molotov-Cocktails, dann die Kugeln, dann die Granaten.

Andererseits: Wenn man versucht, eine Gesellschaft zu "ent-tribalisieren", - wird dann nicht automatisch eine Retribalisierungsbewegung einsetzen? (Siehe Marshall McLuhan => hier) Das Leben in Stämmen entspricht doch einem tiefen Bedürfnis der Menschen. (Das bisschen Molotov-Cocktails und Granaten nehmen sie meiner Meinung nach in Kauf.)
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon soynadie am Sa 9. Jan 2016, 13:13

Den Leute, die an das WIR appellieren, und gegen DIE Anderen agitieren, geht es nicht um irgendwelche "Mindeststandards".
Ich darf daran erinnern, dass etwa Pegida schon gegen die Fremden agitierte, als von "Lawinen aus massenvergewaltigenden Primitivlingen" noch weit und breit nichts zu sehen war, erst recht nicht dort, wo diese Leute ihren Hass in den Abendhimmel schrien?
Tribale Instinkte finden immer einen Auslöser, wenn es Leute gibt, die versiert darin sind, diese Knöpfe zu finden und zu drücken. Und Dumme, die ganz wild darauf sind, sich als Klaviatur zur Verfügung zu stellen, gibt es wie Sand am Meer. Seit tausenden von Jahren.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon lorenz am Sa 9. Jan 2016, 13:25

Tribale Instinkte finden immer einen Auslöser

Der Auslöser ist Angst! (Echte oder gespielte, und oft von dubioser Herkunft.) Alternativ dazu Hass, was nicht dasselbe ist. Und an beidem gibt es wahrhaftig keinen Mangel.

Ist eigentlich hier mit den "tribalen Instinkten" de facto die Neigung zu Xenophobie / outgroup hostility /"wir gegen die anderen" gemeint, oder gibt es noch andere solche Instinkte, von denen hier die Rede sein soll?
(Ist vielleicht dieses Bedürfnis, anderen (aus dem eigenen Stamm) zu helfen, auch so ein "tribaler Instinkt"?)

Mir scheint, diese TI sind erstmal gar nichts Schlechtes. Übel wird es nur, wenn sie dazu verwendet werden, Menschen zu manipulieren und für die eigenen üblen Ziele in Marsch zu setzen.
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Re: Das mentale Gift der "tribalen Instinkte"

Beitragvon idefix2 am Sa 9. Jan 2016, 13:36

Der Begriff "Tribalisierung" (ent-, re-) ist absolut unpassend. Natürlich suchen Menschen den Kontakt zu Menschen mit gleichen Interessen, werden Mitglied in einem Fussballclub, Kegelclub oder treffen sich ganz formlos mit Freunden in ihrem Stammcafe. Der entscheidende Unterschied besteht darin, dass alle diese Zusammenschlüsse freiwillig und temporär sind. Wem es nicht mehr passt, der sucht sich ein anderes Umfeld. Und das war in Zeiten der echten "Tribalisierung" praktisch unmöglich, oder zumindest sehr schwierig.
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