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Die Bedeutung des Wortes - ICH

Habt ihr Gedanken, die mit anderen geteilt werden müssen?

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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon NIS am Do 25. Jun 2015, 10:54

Weißer Rabe hat geschrieben:
NIS hat geschrieben:Denn ICH selbst bin das einzige Subjekt, Gott, in meinem Universum, dem Objekt.
ICH selbst bin Gott!
...
Ich bin es, der denkt!


Leider nein. Frnk hat es recht gut beschrieben:

"Ich denke, also bin ich" - Descartes hat nicht die Existenz eines ICHs oder eines Selbst bewiesen, sondern nur, dass es einen mentalen Prozess gibt, an dem wir aus der Perspektive der ersten Person teilhaben. Der Nachsatz "also bin ich" ist ein Fehlschluss.


ME lässt das 'wir' keinen Rückschluss auf Vielheit zu, da 'wir' alle in der gleichen Art und Weise wahrnehmen. Somit kann ein 'Ich'' verneint werden, woraus sich Subjektlosigkeit ableitet.


ICH liebe Euch! :lol:
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon ruebennase am Do 25. Jun 2015, 11:37

Weißer Rabe hat geschrieben:Es existiert mMn weder ein Bewusstsein noch ein Selbstbewusstsein. Es handelt sich um schlichte Wahrnehmung.

Wie funktioniert denn schlichte Wahrnehmung ohne wahrnehmendes Subjekt?

Weißer Rabe hat geschrieben:Vermutlich wird sich im ganzen Universum kein einziges Subjekt finden lassen.

"Da irrst Du Dich vermutlich." (© Subjekt ruebennase) :D
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon lorenz am Do 25. Jun 2015, 13:49

Jetzt steckt der Karren so richtig im Dreck fest... :mrgreen:
Macht aber nix, hier ist ja die "Frei"denker-Ecke. Denken frei von vielem...
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon Weißer Rabe am Do 25. Jun 2015, 14:54

ruebennase hat geschrieben:
Weißer Rabe hat geschrieben:Es existiert mMn weder ein Bewusstsein noch ein Selbstbewusstsein. Es handelt sich um schlichte Wahrnehmung.

Wie funktioniert denn schlichte Wahrnehmung ohne wahrnehmendes Subjekt?


Es liegt an Begrifflichkeiten.

Wiki definiert Subjekt als erkennendes Ich. Wenn dieses erkennende Ich nun fehlt, kann nach dieser Definition nicht von einem Subjekt gesprochen werden.

Personen als unterscheidbare Wahrnehmungseinheiten nehmen wahr.
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon NIS am Do 25. Jun 2015, 15:22

ICH habe mich selbst erkannt! :D

Mein Spiegel war das Universum, das betrachtete Objekt!

ICH bin nicht das Universum! :wink:

Daher weiß ich nicht, ob das Universum sich als Objekt auch selbst erkennen kann! :roll:

Wahrscheinlich ist ein Selbstbewusstsein nur bei einem Subjekt möglich!
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon ruebennase am Do 25. Jun 2015, 15:47

Weißer Rabe hat geschrieben:Es liegt an Begrifflichkeiten.

Naja, das Übliche, wenn Menschen sich nicht verstehen, bzw. an einander vorbeireden. :wink:

Weißer Rabe hat geschrieben:Wiki definiert Subjekt als erkennendes Ich. Wenn dieses erkennende Ich nun fehlt, kann nach dieser Definition nicht von einem Subjekt gesprochen werden.

Ok, dann brauche ich mich nicht weiter angesprochen zu fühlen. Ich - als erkennendes und wahrnehmendes Subjekt - fehle ja nicht.

Weißer Rabe hat geschrieben:Personen als unterscheidbare Wahrnehmungseinheiten nehmen wahr.

Was war noch mal der genaue Unterschied zwischen Personen und Subjekten?
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon Weißer Rabe am Fr 26. Jun 2015, 08:03

NIS hat geschrieben:
Denn ICH selbst bin das einzige Subjekt, Gott, in meinem Universum, dem Objekt.


Sofern Gott oder Göttlichkeit existiert ist eher anzunehmen, dass diese sich vom Menschen abkoppeln/lösen, denn nur so macht es mE Sinn, dass unser Leben keinen Sinn macht.
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon SilverBullet am Fr 26. Jun 2015, 12:39

ruebennase hat geschrieben:Wie funktioniert denn schlichte Wahrnehmung ohne wahrnehmendes Subjekt?

So sehe ich es:

Wahrnehmung funktioniert nach dem Prinzip:

Eingangsdaten (z.B. aus einer Sensorik) führen, abhängig von Bedingungen, zu Reaktionen.

Hier muss man beachten:
„Reaktion“ heisst nicht „Körperreaktion“, sondern Auswertungsreaktion.
Diese wird Verlassen, sobald der Übergang zu einer mechanischen Bewegung (also zum Körper) stattfindet.

Wir kennen die biologisch/technische Umsetzung:
Elektrische Impulse führen bei einem Schalter, abhängig von ihrer Stärke, zu einem „Weiterschalten“ oder einem „Nicht-Weiterschalten“.

Daraus folgt:
Wahrnehmung besteht aus Daten und Algorithmen.

Wir kennen keine Wahrnehmungssubstanz oder Materie mit Wahrnehmungseigenschaften.
Wahrnehmung wird durch Abläufe gebildet, nicht durch Existenzen.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass „Bewusst-Sein“ ein eigenartiger Begriff ist. In Bezug auf Wahrnehmung kann man den Begriff „Bewusstsein“ als das Wahrnehmen einer Wahrnehmung bezeichnen – sozusagen, ein „Einzelvorgang der Wahrnehmung“ wird wiederum wahrgenommen.
Wahrnehmung ist also nicht automatisch gleichzusetzen mit „Bewusstsein“.

„Subjekt“ ist eine Bedeutung, die innerhalb einer Wahrnehmung, lokal, als „Zusammenhangs-/Überblicksreaktion“ auftreten kann, aber nicht auftreten muss.
Die Anzahl der weltweit durchgeführten Wahrnehmungen „ohne Subjekt“, ist weitaus grösser, als die Anzahl der durchgeführten Wahrnehmungen „mit Subjekt“.
(Primaten können den „Subjekt“-Bedeutungsinhalt offenbar erlernen, aber auch wieder verlieren – in wie weit dies für andere Lebewesen gilt, weiss ich nicht)

Dadurch, dass sich die „inneren“ Wahrnehmungszusammenhänge (also die Bedeutungen) nur durch das Ablaufen (Aktivität) bilden und nicht als reale Substanzen existieren, sind sie virtuell.

In Bezug auf die materielle Welt gilt:
Materielle Wahrnehmungsauslöser, Wahrnehmungsvorgänge sind real beobachtbar, Wahrnehmungsinhalte sind aber nicht beobachtbar (eigentlich logisch).
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon manniro am Sa 27. Jun 2015, 11:19

Ich bin nicht der Meinung des nach eigenem Befinden nicht-existenten "Kein-Ich", das aus rätselhaften Gründen undefinierte Datenpakete mit "SilverBullet" bezeichnet.

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Zuletzt geändert von manniro am Sa 27. Jun 2015, 11:33, insgesamt 1-mal geändert.
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon NIS am Sa 27. Jun 2015, 11:26

Geil, Manniro!

Du tops't wieder mit nur einem Satz die Quintessenz des Denkens! :D
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon lorenz am Sa 27. Jun 2015, 12:09

"Bahnhof"? :?
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon manniro am So 28. Jun 2015, 10:22

Sagen wir mal so: Es könnte theoretisch lustig sein zu beobachten, wie ein "Ich", welches die eigene Existenz bestreitet, dennoch auf seiner persönlichen Meinung beharrt und sich dreht und windet, um das sprachlich irgendwie gebacken zu kriegen. Ist es aber nicht. Es ist langweilig. Und unendlich dumm. :wink:

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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon Weißer Rabe am So 28. Jun 2015, 10:26

NIS hat geschrieben:Geil, Manniro!

Du tops't wieder mit nur einem Satz die Quintessenz des Denkens! :D


Kann ich nicht erkennen. Was soll denn ein nicht-existentes Nicht-Ich sein?
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon manniro am So 28. Jun 2015, 10:36

Da steht "Kein-Ich, nicht "Nicht-Ich". Nach der Grundregel der doppelten Verneinung vermutlich das Gleiche, wie alle anderen auch...

Zu den Einzelheiten und Spitzfindigkeiten solltest Du Dich an den originären Schöpfer dieser ambitionierten Theorie wenden.

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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon ruebennase am So 28. Jun 2015, 12:59

SilverBullet hat geschrieben:
ruebennase hat geschrieben:Wie funktioniert denn schlichte Wahrnehmung ohne wahrnehmendes Subjekt?

Wahrnehmung funktioniert nach dem Prinzip:

Eingangsdaten (z.B. aus einer Sensorik) führen, abhängig von Bedingungen, zu Reaktionen.
[...]
Daraus folgt:
Wahrnehmung besteht aus Daten und Algorithmen.

Wir kennen keine Wahrnehmungssubstanz oder Materie mit Wahrnehmungseigenschaften.
Wahrnehmung wird durch Abläufe gebildet, nicht durch Existenzen.

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass „Bewusst-Sein“ ein eigenartiger Begriff ist. In Bezug auf Wahrnehmung kann man den Begriff „Bewusstsein“ als das Wahrnehmen einer Wahrnehmung bezeichnen – sozusagen, ein „Einzelvorgang der Wahrnehmung“ wird wiederum wahrgenommen.
Wahrnehmung ist also nicht automatisch gleichzusetzen mit „Bewusstsein“.

Ich sehe nicht, dass hier irgendwas deutlich wird, außer dass Du einen Wortsalat nach dem anderen produzierst. Mag ja sein, dass ich zu dumm bin, um den Sinn in diesem Wortsalat zu entdecken. Bis mir das einsichtig und bewusst wird, gehe ich davon aus, dass Du auf einem Auge blind bist.
Du vertrittst hier einen Bauklotz-Materialismus, den wohl kaum einer Deiner praktizierenden professionellen Mitforscher unterschreiben würde.

Es haben ja schon einige User versucht, Dich darauf aufmerksam zu machen, dass Du etwas versuchst, was
diesen Usern und mir als widersinnig erscheint: Du versuchst, mithilfe der Wahrnehmungen Deines individuellen "Kein-Ich-Bewusstseins" die Existenz dieses individuellen "Kein-Ich-Bewusstseins" in Frage zu stellen.

Kannst Du diese Interpretation der Wahrnehmungsdaten meines neuronalen Netzes nachvollziehen?
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