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Die Bedeutung des Wortes - ICH

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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon sagittarius_75 am Mi 8. Jul 2015, 20:37

SilverBullet hat geschrieben:Ein neuronales Netz verarbeitet Eingabedaten über eine Schaltreaktion. Die Zusammenhänge „bewusst/unbewusst“ kann man lediglich auf die virtuellen Zusammenhänge anwenden

Anders gesagt, die höheren Ebenen, das Mentale, Virtualität , wie Sie möchten.

SilverBullet hat geschrieben:(zumindest vermute ich das Bewusstsein in den virtuellen Zusammenhängen).

Klar soweit.

SilverBullet hat geschrieben:Die Neuronen sind (für mich) keine kleinen Lebewesen, die „elektrische Impulse“ bewusst oder unbewusst durchschleusen können.

Das wäre eine wirklich sehr seltsame Vorstellung.

SilverBullet hat geschrieben:Der Artikel verwendet die Wörter „bewusst“ und „mental“ nicht.
(http://www.zum.de/Faecher/Materialien/b ... s12-42.htm)
Aus dem Artikel geht somit nicht hervor, was unter einem „bewusst/unbewusst arbeitendem neuronalen Netz“ zu verstehen ist.

Mir ging es um den prinzipiellen Aufbau des Gehirns/neuronale Netze als grundlegenen "Layer" zu verstehen und weniger um das Resultat, das hier diskutiert wird: Die Bedeutung Ich.

SilverBullet hat geschrieben:Des Weiteren enthält der Artikel eigenartige Formulierungen:
...
„eintreffende Informationsmenge“ ist falsch.
...

Vorschlag anderer Begriff: Rohdaten.

SilverBullet hat geschrieben:Die Verwendung von „Bit“ und „Byte“ ist falsch.

Wenn es sich um Impluse zwischen den Neuronen handelt, die einzeln messbar/pro Zeit sind, ist es richtig.

SilverBullet hat geschrieben:Zitat: „Der elektrische Impuls beginnt nun zwischen den Synapsen verschiedener Nervenzellen zu kreisen“
...
Hier zu sagen, dass der „elektrische Impuls“ kreist, ist eine sehr romantische Darstellung :-)

Gefällt mir aber besser als Gewitter-> genauso unpräzise beschrieben. Bei einen Token-Ring-Netzwerk dagegen aber eine korrekte Beschreibung.

SilverBullet hat geschrieben:
sagittarius_75 hat geschrieben:Ich an dieser Stelle favourisiere "Informations-Verarbeitung", damit werden die Daten nicht nur verarbeitet, sondern auch bewertet.

Da werde ich etwas falsch verstanden.

Nein.

Deswegen schreibe ich über Informationsverarbeitung um die unteren Ebenen, neuronale Netze, mit höhere Ebenen (Ihre virtuelle Räume) oder Selbstbewusstsein koppeln zu können. Wenn Sie das nicht erkennen wollen/können machen Sie mir nicht den Vorwurf, ich würde falsch verstehen.

Denn genauso habe sie Sie auch immer verstanden:
SilverBullet hat geschrieben:Der Begriff „Datenverarbeitung“ macht deutlich, dass Daten, denen noch keine Bedeutung zukommt, verarbeitet werden.
...
Genau hierin liegt die Aufgabe der Verarbeitung. Die Schaltreaktion legt fest, was die Daten darstellen – das ist sozusagen die Interpretation der Daten. Verarbeitung ist die „Zuordnung von Bedeutung“.

Ich dachte Ihre Ansicht nach handelt sich insgesamt um ein Gewitter?

Offenbar können diese Daten auch rückfliessen und mehrfach gedeutet/bewertet/verknüpft werden, da diese auch abgespeichert werden.
"Die Schaltreaktion" zu lesen, ist seltsam. Was ist denn bitteschön "Die Schaltfunktion" auf sich veränderne, neuronale Netze bezogen :?:

Daher bleibe ich bei meiner Begrifflichkeiten, denn:

https://de.wikipedia.org/wiki/Informationsverarbeitung
Informationsverarbeitung steht für:

1 -Datenverarbeitung, in den Informationswissenschaften im Allgemeinen
2 -Elektronische Datenverarbeitung (EDV), in der Informatik
3 -Kognition, in der Psychologie das Verarbeiten und Auswerten von Sinneseindrücken

1. Datenverarbeitung:
1.1 Manuelle Datenverarbeitung
1.2 Maschinelle Datenverarbeitung

2. Elektronische Datenverarbeitung (EDV)
Heißt jetzt IT.

3. Kognition:
Kognition (von lateinisch cognoscere ,erkennen‘, ,erfahren‘, ,kennenlernen‘) ist die von einem verhaltenssteuernden System ausgeführte Informations­umgestaltung. Kognition ist ein uneinheitlich verwendeter Begriff, mit dem auf die Informationsverarbeitung von Menschen und anderen Systemen Bezug genommen wird. Oft ist mit „Kognition“ das Denken in einem umfassenden Sinne gemeint.[/b]

SilverBullet hat geschrieben:Mit dem „Human-Brain-Project“ wird erstmalig versucht, grössere Gehirnbereiche zu simulieren, um eine bessere Detailanalyse zu erreichen (Daumen drücken!).

Ich würde eher auf die Gegenwetten setzen, wegen höherer Gewinnwahrscheinlichkeit.
SilverBullet hat geschrieben:
sagittarius_75 hat geschrieben:bei Kopfschmerzen oder Migräne schon mal heftigst wahrnehmbar

Das Gehirn schmerzunempfindlich

Das weiss ich.
Aber wissen Sie wie Migräne/Kopfschmerzen entstehen, und warum wird der Schmerz im Kopf wahrgenommen, und nicht wie beim Daumen, am Daumen, wenn der Hammerschlag daneben ging?
sagittarius_75
 

Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon SilverBullet am Do 9. Jul 2015, 13:21

sagittarius_75 hat geschrieben:Anders gesagt, die höheren Ebenen, das Mentale, Virtualität , wie Sie möchten.

Gemach, gemach, bitte nicht so ungestüm :-)
Die Sache mit den „Ebenen“ überlasse ich den Energie-Bewusstsein-Astral-Schwebern.
„Das Mentale“ vermute ich sozusagen nur innerhalb der virtuellen Zusammenhänge.
Man kann aber deshalb nicht sagen, dass „Virtualität“ gleich „Mental“ ist.

sagittarius_75 hat geschrieben:Mir ging es um den prinzipiellen Aufbau des Gehirns/neuronale Netze als grundlegenen "Layer" zu verstehen und weniger um das Resultat, das hier diskutiert wird: Die Bedeutung Ich.

Wenn man den „prinzipiellen Aufbau des Gehirns“ beschreibt, gibt es vermutlich kaum Grund zu Unstimmigkeiten – wenn, dann müsste es bereits konkrete Untersuchungen geben, die zur Klärung beitragen können.

sagittarius_75 hat geschrieben:Vorschlag anderer Begriff: Rohdaten.

Damit bin ich einverstanden und ich habe diesen Begriff auch schon verwendet, um die „Anfangsdaten“ von den „Innendaten“ zu unterscheiden. Letztlich sind es aber alles nur elektrische Impulse also Daten.

sagittarius_75 hat geschrieben:Wenn es sich um Impluse zwischen den Neuronen handelt, die einzeln messbar/pro Zeit sind, ist es richtig.

Nun, ich gestehe diesen Spezialcomputer-Begriffen zu, dass sie eine gewisse Vergleichsvorstellung erzeugen können, aber wenn jemand diese Begriffe nicht sauber deuten kann, dann driftet man sehr schnell Richtung Computer ab und das ist nicht angebracht.

„Datenverarbeitung“ ist ein Oberbegriff und Computer gehören dazu.
„Datenverarbeitung“ bedeutet aber deshalb nicht, dass ein Gehirn in der „Welt eines Computers“ zu erklären ist.

sagittarius_75 hat geschrieben:Gefällt mir aber besser als Gewitter-> genauso unpräzise beschrieben

Ich habe den Begriff „Gewitter“ nur deshalb gewählt, weil er im Vergleich zu „kreisen“ eine stimmigere visuell-rudimentäre Vorstellung erzeugen kann.
Man darf mir ruhig unterstellen, dass ich eine weitaus konkretere Lösung anstrebe, als so einen bildhaften Begriff.

sagittarius_75 hat geschrieben:Offenbar können diese Daten auch rückfliessen und mehrfach gedeutet/bewertet/verknüpft werden, da diese auch abgespeichert werden.

Ich möchte sehr vorsichtig sein, und nicht vorschnell urteilen, welche Daten „rückfliessen“. Wie das Gedächtnis funktioniert, ist nach meinem Kenntnisstand nicht geklärt (evtl. kann man nicht von einem „Abspeichern“ sprechen, sondern eher von einer Art „Reaktionsprägung“).

sagittarius_75 hat geschrieben:Daher bleibe ich bei meiner Begrifflichkeiten

Es gibt mehrere triftige Gründe, warum ich es vermeide, in Bezug auf die elektrischen Impulse im neuronalen Netz von „Informationen“ zu sprechen:
1.
Wenn man sich über das Prinzip von Wahrnehmung nicht bewusst ist, denkt man, dass bereits von aussen, existierende Bedeutungszusammenhänge auf die Sinneszellen treffen. Genau dies ist nicht der Fall. Das Gehirn erzeugt die Zusammenhänge auf Basis von dimensionslosen Daten („dimensionslos“ im Sinne von „keine Bedeutung/Maßeinheit“).
2.
Das Mental-Rätsel besteht für mich darin, wie die Semantik ins Spiel kommt. Exakt hier ist der „Übergang“ von dem schalttechnischen Umgang mit Daten, hin zu einem Umgang mit „Dingen“ (scheinbaren Existenzen).
An dieser Stelle setzt Bedeutung ein und die Daten werden zu „etwas“ – hier könnte man „Information“ verwenden.
Wenn man aber bereits ausserhalb des Körpers von „Informationen“ spricht, wird damit bereits eine Begriffsschwierigkeit geschaffen, die nicht sein müsste.
3.
„Information“ hat in der Umgangssprache den Beigeschmack von „informiert werden“. Das ist aber insgesamt in einem Wahrnehmungssystem nicht der Fall. Hierbei handelt es sich um die Auswertung von Daten und nicht um unterschiedliche Existenzen, die sich gegenseitig informieren.
Man kann die Gefahr dieses Fehlschlusses oft beobachten, wenn davon gesprochen wird, dass das Gehirn das Bewusstsein beeinflusst oder dem Bewusstsein Entscheidungen vorwegnimmt. In Bezug auf den freien Willen gewinnt man leicht den Eindruck, der Substanzdualismus sei die vorherrschende Meinung.

sagittarius_75 hat geschrieben:Aber wissen Sie wie Migräne/Kopfschmerzen entstehen, und warum wird der Schmerz im Kopf wahrgenommen, und nicht wie beim Daumen, am Daumen, wenn der Hammerschlag daneben ging?

Bitte nicht erschrecken, aber:
1.
Schmerz wird nicht wahrgenommen, sondern „Schmerz“ ist die „semantische Darstellung“ der „Stördaten“ (aus dem Körper), also Schmerz ist bereits die Wahrnehmung.
2.
Das gesamte Körperbewusstsein ist nur eine vorgestellte Räumlichkeit.
Das Wahrnehmungssystem sorgt dafür, dass die Störungsstelle in dieser Vorstellung lokalisiert wird. Das „Erleben“ wird (meiner Meinung nach) aber einheitlich im Gehirn erzeugt (ohne Auslagerung in Körperteile) – dort soll es ein Schmerzzentrum geben.

Zu diesen Themen gibt es Untersuchungen:
-Chronische Schmerzen
-Phantomschmerzen (also Schmerzen in fehlenden Körperteilen)
-Verlagerung/Auslagerung des Körperbewusstseins.
SilverBullet
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Re: Die Bedeutung des Wortes - ICH

Beitragvon NIS am Fr 31. Jul 2015, 20:56

An Alle Wissenden, hier kommt die letzte Erkenntnis des Mathematischen Ringes!

Seht selbst, Seite 17!

Der HERR der Ringe :twisted:
"Mit allen seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor Deinem Blick, wenn Du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst Du Reicher in Dich selbst zurück." - Friedrich Schiller (Stadttheater Duisburg) - WISSEN VON MACHT
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