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Mutter mit 65

Habt ihr Gedanken, die mit anderen geteilt werden müssen?

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Mutter mit 65

Beitragvon fire creek am Mi 15. Apr 2015, 13:14

Ihr habt es wahrscheinlich schon (fast) alle gelesen. Die 65-jährige Frau, die Vierlinge erwartet und bereits 13 Kinder hat. Wurde und wird ja auch medial z. Zt. gut durchgereicht. Entsprechend stellen sich auch mehr und mehr Kommentare von allen Seiten ein. Da dachte ich, sollten wir nicht fehlen (Scherz).

Im Ernst, mich interessiert die Auffassung des Forums dazu. Nicht weil's hier sonderlich religiös oder philosophisch würde, aber ethisch-moralische Fragestellungen drängen sich ja schon auf.

Ich selbst habe noch keine letztgültige Meinung dazu. Bin ein recht vehementer Verfechter von Selbstbestimmung und Persönlichkeitsrechten. Selbst eingedenk dessen stösst mir ein unbändiger Widerwille auf angesichts dieses Werdegangs und mir fallen Schlagworte ein wie Egoismus, Verblendung, Verantwortungslosigkeit (insbesondere auch gegenüber Schutzbefohlenen).

Gibt global Wichtigeres, aber vllt. treibt es ja den einen oder anderen auch um.
Der Religion ist nur das Heilige wahr, der Philosophie ist nur das Wahre heilig.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon bonito am Mi 15. Apr 2015, 13:27

Ich sehe das ähnlich wie du.
Eigentlich halte ich so etwas für die Privatsache der Mutter, allerdings darf man die Kinder dabei auch nicht vergessen. Und da wird es dann schwierig, denn die erleben ihre Mutter ggf. gar nicht mehr bewusst usw.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon happy_without_god am Fr 17. Apr 2015, 17:28

Die neue Ausgabe von "Augstein und Blome" befasst sich mit diesem Thema:

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Re: Mutter mit 65

Beitragvon JAU am Fr 17. Apr 2015, 18:23

Von den beiden kann das Forum noch was "lernen". :roll: Ist ja nicht auszuhalten.

Ich denke die Frau hat ein Problem. Für sie scheint es nur darum zu gehen möglichst viele Kinder auszuwerfen. Das sie in 15 Jahren kaum in der Lage sein wird die pupertierenden "Kleinen" erziehen zu können sieht sie garnicht, noch dazu auf sich allein gestellt. Auch wenn es keine Vierlinge wären schwer genug. Obwohl man ja meinen könnte sie hätte entsprechende Erfahrung. Das keines der älteren Kinder bei der Vermarktung mitmacht ist für mich ein Zeichen das sie das Problem sehen und lieber Abstand halten.


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Re: Mutter mit 65

Beitragvon happy_without_god am Fr 17. Apr 2015, 18:29

JAU hat geschrieben:Von den beiden kann das Forum noch was "lernen". :roll: Ist ja nicht auszuhalten.


Ich mag die beiden. Die trauen sich als Journalisten auch mal ganz klar zu ihrer Meinung zu stehen. Das sieht man nicht so häufig in Deutschland. Aber das ist ein anderes Thema.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon JAU am Sa 18. Apr 2015, 07:49

Kann man eine Meinung nicht auch vertreten ohne den Gegenüber zu beleidigen?

Ich wollte in so einem Klima jedenfalls nicht arbeiten. Und die Vorstellung das dieses Gezanke nur Show ist macht es für mich noch unerträglicher. :(


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Re: Mutter mit 65

Beitragvon fire creek am Di 21. Apr 2015, 12:04

Machen die beiden doch ganz klasse.
Mal ehrlich, ohne dieses Sendekonzept 2-er wortgewaltiger Zyni-Schnösel, die sich rhetorisch gewandt anpampen, könnte Phoenix das Format doch kaum platzieren.

Rein inhaltlich allerdings etwas zu dünn.
Letztlich genau 1 (in Worten: ein) durchgewalztes Argument, nämlich der Selbstoptimierungswahn; pro & contra.
Eine Art Verantwortung innerhalb der Sebstverwirklichung (hier also das bewusste Abzielen auf die Kinder selbst) war nach 55 sec durch Blome mit einem "und die armen Kinder und bla, bla, bla," ... abgetan.

Insofern m. E. amüsant, anspruchsvoll, aber schmalspurig.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon idefix2 am Di 21. Apr 2015, 17:53

fire creek hat geschrieben:anspruchsvoll, aber schmalspurig

Das ist wohl ein Widerspruch - "schmalspurig" führt "anspruchsvoll" ad absurdum, wobei ich eher zu schmalspurig neigen würde.

Im übrigen gibt es kaum etwas dümmeres, als die Argumentation von dem Augstein. Mit der gleichen Argumentation könnte man Medizin, Urlaubsreisen oder Kaugummi ablehnen.

"Ist es dann die grosse Freiheit, dass jeder mit seinem Körper machen kann, was er will?"
Ja, ist es, zumindest ist es deutlich mehr Freiheit, als wenn etwas ohne sehr guten Grund verboten wird.

Die eigentliche Problematik, nämlich die Frage, was Eltern den Kindern, die sie in die Welt setzen, zumuten dürfen, ist praktisch nicht angesprochen worden, wie Fire Creek schon richtig festgestellt hat.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon Starfish1 am Di 21. Apr 2015, 23:34

fire creek hat geschrieben:Im Ernst, mich interessiert die Auffassung des Forums dazu. Nicht weil's hier sonderlich religiös oder philosophisch würde, aber ethisch-moralische Fragestellungen drängen sich ja schon auf.

Wenn sie auf natürlichem Weg schwanger geworden wäre, hätte ich gesagt ist halt so. Aber da sie sich der Technik der künstlichen Befruchtung bedient hat, kann ich das nicht gut finden.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon idefix2 am Mi 22. Apr 2015, 00:05

Inwiefern ist denn das ein relevantes Kriterium?
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon Starfish1 am Mi 22. Apr 2015, 07:49

Ob man auf natürlichem Wege (Spaß am Sex) ungeplant in eine Situation hineinschlittert oder ob man sie am Schreibtisch vorsätzlich plant, ist schon ein deutlicher Unterschied, finde ich.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon idefix2 am Mi 22. Apr 2015, 17:25

Nachdem heute zumindest jedem aufgeklärten Erwachsenen dank moderner Verhütungsmittel Spaß am Sex uneingeschränkt ohne jedes Empfägnisrisiko möglich ist, sehe ich diesen Punkt überhaupt nicht.

Und die Frage, ob sie auf natürlichem oder auf künstlichem Weg schwanger geworden ist, ist doch völlig irrelevant, es kann höchstens darum gehen, ob die Schwangerschaft gewollt war oder nicht.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon manniro am Mi 22. Apr 2015, 18:07

Wie man hört, ist sie überhaupt nicht schwanger geworden, es handelt sich um Eizellen- und Samenspende.

http://www.spiegel.de/gesundheit/schwangerschaft/mutter-mit-65-debatte-ueber-spaete-schwangerschaft-a-1028772.html

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Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon Starfish1 am Mi 22. Apr 2015, 20:26

idefix2 hat geschrieben:Nachdem heute zumindest jedem aufgeklärten Erwachsenen dank moderner Verhütungsmittel Spaß am Sex uneingeschränkt ohne jedes Empfägnisrisiko möglich ist, sehe ich diesen Punkt überhaupt nicht.

Muss man in dem Alter Verhütungsmittel nehmen? Ich kenne mich da nicht so aus ;)

Ich dachte analog zu Mord und Totschlag. Beides ist nicht opportun, aber der Vorsatz spielt eine Rolle bei der Beurteilung.
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Re: Mutter mit 65

Beitragvon riviere am Mi 22. Apr 2015, 20:52

Starfish1 hat geschrieben:Ob man auf natürlichem Wege (Spaß am Sex) ungeplant in eine Situation hineinschlittert oder ob man sie am Schreibtisch vorsätzlich plant, ist schon ein deutlicher Unterschied, finde ich.


„Ohne alle subjektive Leidenschaft, ohne Gelüste und physischen Drang, bloß aus reiner Überlegung und kaltblütiger Absicht einen Menschen in die Welt zu setzen, damit er darin sei – dies wäre eine moralisch sehr bedenkliche Handlung, welche wohl nur sehr wenige auf sich nehmen würden, ja, der vielleicht gar einer nachsagen könnte, dass sie zur Zeugung aus bloßem Geschlechtstrieb sich verhielte wie der kaltblütig überlegte Mord zum Totschlag im Zorn.“ (Schopenhauer)
"...weil also gebetet werden soll, wird ein Gott hypostasirt: nicht umgekehrt" (Schopenhauer)
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