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Grundsatz ick hörda Tappsen

Habt ihr Gedanken, die mit anderen geteilt werden müssen?

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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Lorekeeper am Do 15. Jan 2015, 17:37

Hamburger02, warum hat Prigogine denn als Kriterium für die Stabilität von Systemen verwendet, dass die Ableitung nach der Zeit von delta² S größer gleich Null ist? In Nichtgleichgewichtszuständen gilt ja das Entropie-Maximum-Prinzip nicht mehr, heißt, die Existenz einer Ljapunov-Funktion ist nur ein hinreichendes Kriterium aber kein notwendiges Kriterium für die Stabilität.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Hamburger02 am Do 15. Jan 2015, 18:49

Also eines vorweg: die Herleitung der Theorie habe ich bei weitem noch nicht vollständig verstanden. Arbeite mich da weiter ein, ist aber nicht so ganz einfach und definitiv zeitaufwändig. Wenn mir da jemand vom Fach weiterhelfen kann, bin ich immer dankbar.

Was die Ljapunov-Funktion betrifft, würde ich deine Aussage aus der Vermutung heraus unterstützen, bin mir da aber nicht sicher.

Für stationäre (stabile) Nichtgleichgewichtszustände gilt:
Da es sich um einen stationären Zustand handelt, werden die Größen, die das System beschreiben (Zustandsgrößen) von der Zeit unabhängig, sonst wäre es kein stationärer Zustand. Das wären z.B. Temperatur, Konzentration, Druck etc.pp.
Daher wird auch die Entropie des Systems von der Zeit unabhängig.

Ihre zeitliche Veränderung verschwindet und dS = 0.

Prigogine teilt die Entropie in 2 Teile auf: der positiven Entropieerzeugung innerhalb des Systems d(i)S und dem Entropiefluss, der die Entropie aus dem System an die Umwelt exportiert d(e)S.

aus dS = 0 = d(e)S + d(i)S folgt d(e)S = - d(i)S >0
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Lorekeeper am Do 15. Jan 2015, 19:45

Hamburger02 hat geschrieben:Für stationäre (stabile) Nichtgleichgewichtszustände gilt:
Wobei es jetzt aber hier gerade um die Stabilität des Systems geht, nicht darum, ob sich das System in einem stationären Zustand befindet. Setzt man die Stabilität bereits voraus, ist die entscheidende Frage schließlich schon geklärt.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Hamburger02 am Do 15. Jan 2015, 20:19

So gesehen hast du natürlich recht.

Mit der mathematischen Behandlung der Stabilität an sich, z.B. über den Ljapunovexponenten, bin ich aber noch nicht soweit, dass ich sinnvolles darüber schreiben könnte.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Manfred27 am Fr 16. Jan 2015, 01:49

Hallo Hamburger02, was sagt man zu dem in dem Video als Fachmann, ist da stellenweise was dran, oder ist das alles aus der Luft geholt, was würde man davon für falsch erklären?

https://www.youtube.com/watch?v=6T5gUg74_fs
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon idefix2 am Fr 16. Jan 2015, 02:01

AAAAArrghhhhh!
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Hamburger02 am Fr 16. Jan 2015, 08:30

@Manfred:
Der Film dauert über 2 Stunden. Das ist mir viel zu lang, als dass ich den angucken könnte. Soviel Zeit habe ich leider nicht. Kannst du einzelne Punkte direkt ansprechen?
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Manfred27 am Fr 16. Jan 2015, 20:00

Hallo, was ist mit der Hypothese, der freien Energie aus dem Vakuum vom Weltall gezogen, um mal eins heraus zu greifen, gibt es dazu irgend welche Erkenntnisse, oder ist es Humbug?
Hat da nicht schon Nikola Tesla daran gearbeitet, soll der nicht ein oder zwei Elektroautos so unter anderem angetrieben haben, glaubt man alten Geschichten, oder sind das alles Lügen?
Was ist mit dem Magnetfeld, was vom Menschlichen Körper ausgehen soll, um den, wie bei der Erde zu umschließen, wie kommt das zu Stande, haben Tiere das auch sollte es stimmen?

https://www.youtube.com/watch?v=35WCxp9qXoM

https://www.youtube.com/watch?v=LHfyqxyqYSI
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Fritz am Fr 16. Jan 2015, 21:58

Wenn so ein Gerät funktionieren würde, hätte ich schon längst eines. :lol:

Das einzige, was bisher funktioniert hat, war die "freie Energie" den Leichtgläubigen in Form von Euros aus den Taschen zu ziehen.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Hamburger02 am Sa 17. Jan 2015, 11:12

Manfred27 hat geschrieben:Hallo, was ist mit der Hypothese, der freien Energie aus dem Vakuum vom Weltall gezogen, um mal eins heraus zu greifen, gibt es dazu irgend welche Erkenntnisse, oder ist es Humbug?

Die sogenannte Vakuumenergie war zunächst eine Hypothese, konnte aber bestätigt werden. Sie setzt allerdings ein absolutes Vakuum ohne Anwesenheit von klassischen Teilchen voraus. Um ein solches Vakuum herzustellen, muss allerdings ein Vielfaches an Energie investiert werden, gegenüber dem, was theoretisch gewinnbar wäre. Aus dem All lässt sich das nicht ziehen, denn auch dort herrscht nirgends das erforderliche Vakuum. Überall im All befindet sich Staub oder Gas und selbst wenn es das an einigen Stellen nicht gäbe, ist da immer noch die kosmische Hintergrundstrarhlung, die es auf etwa 470 Teilchen pro Kubikmeter bringt.

Manfred27 hat geschrieben:HHat da nicht schon Nikola Tesla daran gearbeitet, soll der nicht ein oder zwei Elektroautos so unter anderem angetrieben haben, glaubt man alten Geschichten, oder sind das alles Lügen?

Das wird von einigen wenigen behauptet und scheint isch als Gerücht weit zu verbreiten. Diese Quellen verweisen auf ein Patent von Tesla zum Tesla-Resonanzgenerator, geben sogar die Nummer der Patentschrift sowie die technische Zeichnung aus dieser Patentschrift als Quelle an.
Da die alten Patentschriften offen liegen und eingesehen werden können, habe ich mir die mal besorgt und gelesen.
Und siehe da, es geht um etwas ganz anderes. Zu der damaligen Zeit wurden elektrische Generatoren noch von Dampfmaschinen und nicht von Turbinen angetrieben. Dampfmaschinen lassen sich aber schlecht in der Drehzahl konstant halten, da sind immer Abweichungen drin. Um dieses Problem zu beheben, erfand Tesla jenen Resonanzgenerator, der trotz schwankender Antriebsdrehzahl eine konstante Frequenz abgeben konnte. Das Teil wird heute nicht mehr benötigt, da inzwischen die Antriebsturbinen so fein geregelt werden können, dass dies am Ausgang des Generators nicht mehr erforderlich ist.

Wer noch Nutzen daraus zieht, sind jene interessierte Kreise, die dieser Patentschrift etwas völlig anderes unterschieben. Bei diesen Leuten kann man auch die Pläne und Spezialmagneten kaufen, die zum Nachbau dieses Generators angeblich nötig sind. Merkst du was?

Manfred27 hat geschrieben:Was ist mit dem Magnetfeld, was vom Menschlichen Körper ausgehen soll, um den, wie bei der Erde zu umschließen, wie kommt das zu Stande, haben Tiere das auch sollte es stimmen?

Da im menschlichen Körper Ströme fließen, erzeugen diese auch ein Magnetfeld. Das ist reine Physik. Aber auch hier gilt größte Vorsicht: in diesen Umstand dichten viele Esoteriker ebenfalls alles mögliche hinein.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Manfred27 am So 18. Jan 2015, 00:06

Hallo, falls von den Fachleuten wer mal zeit und Lust hat, wegen dem Magnetfeld was da den Menschen umgibt, wohl auch Tiere, wie ist das bei Pflanzen, Steine, wenn es getestet wurde?
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Fritz am So 18. Jan 2015, 00:22

Kann ich dir sagen: Nervenimpulse sind ja elektrische Ströme, und wie bei jedem elektrischen Strom wird dadurch ein Magnetfeld hervorgerufen. Jedoch sind diese Magnetfelder winzig und können nur in speziell abgeschirmten Räumen mit hochempfindlichen Sensoren nachgewiesen werden. Die Magnetfelder, die uns in der Umwelt umgeben, sind um Größenordungen stärker.

Dasselbe gilt für Tiere, was ja eigentlich kein Wunder ist, denn der Mensch ist ja auch ein Tier (auch wenn das die Kleriker nicht immer gerne hören. :twisted: )

Bei Pflanzen wurden nach meinem Kenntnisstand noch keine Magnetfelder nachgewiesen. Mineralien hingegen können magnetisch sein, tatsächlich wurde Magnetismus ja erstmals dort beobachtet (Magnetit). Tatsächlich ist der "eingefrorene" Magnetismus in bestimmten Steinen ein wichtiger Hinweis auf geologische Vorgänge in der Vergangenheit der Erde.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Manfred27 am So 18. Jan 2015, 01:15

Hallo, man will ja jetzt nicht Schulmeistern, jedoch fehlt da nicht das ein oder andere Wort, in dem Satz um die Tieren, wie leicht könnten das so manche Gläubige wieder anders Deuten?
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon Fritz am So 18. Jan 2015, 01:20

Da musst du nichts hineingeheimnissen. Der Mensch ist ein Säugetier, damit ist eigentlich schon alles gesagt. Die elektrischen Ströme in den Nervenzellen der Tiere unterscheiden sich nicht von denen beim Menschen.
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Re: Grundsatz ick hörda Tappsen

Beitragvon manniro am So 18. Jan 2015, 12:26

Um so erstaunlicher, daß "dasselbe" so gänzlich andere Ergebnisse zeitigt. :wink:

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