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Steinerei

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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Sa 10. Dez 2016, 19:22

btw.:Soweit interessant?
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Do 22. Dez 2016, 23:46

Geschichte des WAG-25 im Steinuniersum
__________________________________________

In den frühen 20er jahren des vorletzten jahrhunderts versuchte der Solinger Messerhersteller ABS-Tech in eine wenig beachtete Marktlücke vorzudringen und entwickelte das W.A.G-25, das Weichtierabwehrgerät, wobei 25 die jahreszahl der Einführung war. Das WAG-25 war dafür gedacht japanischen Schulmädchen die Verteidigung gegen perverse, schleimige Tentakelwesen aus der Galaxie M33 zu ermöglichen, da diese oft in U-Bahnen, oder Bussen zuschlugen und in solchen, engen Räumen die effektive Verwendung eines Langschwertes nicht möglich war.
Die kaum 25cm lange Waffe verfügt über zwei pneumatisch betriebene Seitenklingen welche sich auf Knopfdruck um einen Winkel von 80° bewegen lassen um somit den Schaden zu vergrößeren, daneben befinden sich auf der Mittelklinge noch zwei voneinander isolierte Kontakte die Elektroschocks verteilen können. Einige spätere Modelle weisen sogar Löcher und Kehlungen für Nervengift auf, waren aber wegen der damit einhergehenden Korrosion relativ unbeliebt.

Neben ihrerm eigentlichen Verwendungszweck erlangte die Waffe leider große Beleibtheit in homophoben Kreisen und ziert sogar, in stilisierter Form, die Flagge der Westboro Baptist Republic. Als Auslöser dafür dürfte ihre Verwendung im Kontroversen Abenteuerepos "Abortion of a nation 2" gelten, in welchem der Held, "Heterus Straight" dem Antagonisten des Filmes, Gaylord Gay eine solche Klinge in die Brust rammt. So lassen sich dann auch die Namen der verschiedenen Plagiate erklären, die von "Defaggulator", über "Fruit Knife" bis zu "Queerender" reichen.

Trotz solcher negativ publicity ist das WAG auch heute noch ein beliebtes Verteidigungsmittel und Modeacessoir und hängt in bunten Farben an den Handtaschen junger Frauen von Tokyo bis New York.

Bild

Abb1. Zusammengeklappt
Abb2. Seitenklingen entfaltet, Kompressionshebel entriegelt
Abb3. Hello Kitty Aniversary Edition mit Rosenduft
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Mo 26. Dez 2016, 11:00

btw: Die Zahlen der leser die immer wieder neu hinzukommena uch wenn hier nichts upgedated wurde scheinen extrem hoch zu sein, so dass ich meine hier müßen etwa 200 Leute mitlesen.
Kann das sein?
Lesen hier Leute von "Ausserhalb"?
Ist Stein im FGH zum Kult geworden?

Würdet ihr für 1-2 € einen Steinroman bei Google Play oder Amazon kaufen, und wenn ja um was solte es gehen?
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Fr 30. Dez 2016, 18:03

Es war vielleicht eine halbe Stunde seitdem Stein und Kanz sich durch den immer dichter werdenden Dschungel kämpften, aber Stein kam es vor wie mehrere Tage.
Sie hatten das Dorf der Trolle hinter sich gelassen und versuchten nun so viel Abstand zwischen sich und sie zu bringen wie nur möglich.
„Warten Sie ich kann nicht mehr mir geht langsam die Luft aus!“ stöhnte der Kommissar.
„Kommen Sie, das waren nicht mal zwei Kilometer die wir durch dieses Dickicht gestolpert sind, wir dürfen uns nicht erneut von diesen Dingern einfangen lassen, ich zumindest will nicht in einen riesigen Topf zu Tode gekocht werden wie ein Hummer!“ antwortete ihm der Oberst harsch.
Stein riss sich nochmal zusammen und taumelte weiter, doch nach einigen Schritten vernahm er eine Stimme.
„Hey, Ihr seid wohl nicht von hier?“
Der Kommissar drehte sich in die Richtung aus welcher er angeredet worden war, auch Kanz der weiter vorne ging, blickte zurück.
Sie sahen einen bärtigen Mann aus den Büschen steigen, er trug einen Strohhut, ein ausgewaschenes T-Shirt und eine kurze Hose. In den Händen hielt er eine Rail-gun für die Jagd und zwei tote Tiere die irgendwie Hasen ähnelten, bis auf die riesigen Eckzähne natürlich.
„Ich bin der Greg, ich wohne hier in der Nähe, und neue Gesichter sieht man hier selten!“
Stein und Kanz waren erfreut, aber auch sehr erstaunt darüber, dass sie Jemanden gefunden hatten der in der Gegend wohnte, und sie hofften dass dieser Greg ihnen vielleicht weiterhelfen konnte.
„Guten Tag, Herr Greg!“ redete Kanz den Fremden an „Sie haben recht wir sind nicht von hier, wir sind sogar von sehr weit weg, wir haben uns in diesem Dschungel verlaufen, wurden von diesen Amazonen fast verspeist, und wollen nur wieder zurück zu unserem Raumschiff das eigentlich ganz in der Nähe parken sollte!“
Greg schüttelte den Kopf.
„Also von den unsterblichen Amazonen, wie sie auf Begalus genannt werden, dürfen sie sich nicht einschüchtern lassen, die sind ganz empfindlich auf alle möglichen Gerüche!“ Er deutete auf eine Kette aus mehreren Duftbäumen um Seinen Hals „Das hier vertreibt sie, ist ungemein wirksam. Und wenn man sie mal abwehren muss helfen kleine Phiolen mit Backaromen, oder ein billiges Parfüm, einfach irgendwo hinwerfen und die stürzen sich wie verrückt darauf!“
Stein und Kanz blickten sich an und nickten.
„Wo haben Sie denn ihr Raumschiff gelandet?“ fragte Greg.
„Auf einer sehr großen baumfreien Zone am Rand eines Flusses, ein Ferienheim ist gleich in der Nähe, und auch ein Hotel liegt ein paar Kilometer weiter südlich.
Greg, blickte auf den Boden und kratzte sich am Kinn.
„Das ist keine zehn Minuten bevor der Mistersippi in den Young-woman-River mündet, da können Sie meine Kinder noch schnell vor dem Abendessen hinführen.“ Greg pfiff und aus dem Gestrüpp hinter ihm traten ein etwa vierzehn Jahre altes Mädchen und ein Junge von etwa siebzehn oder sechzehn.
Das Mädchen, welches wie Greg erklärte, Anna-Theresia die jüngere hieß, hatte braunes Haar trug ein gelbes T-Shirt und eine stark verdreckte kurze Jeanshose, in der Rechten hielt sie einen Sack in welchem es zappelte und kreischte, und welchem sie gelegentlich ein paar Schläge gab. Der Junge hieß Kevin und trug eine lange Jeanshose, und um den Hals etwas das aussah wie ein Zahngurt.
Stein hoffte, dass es dafür eine halbwegs verdaubare Erklärung gab, unterlies es aber zu fragen da der Ausdruck auf dem Gesicht des Jungen, so wie sein Name, darauf hindeuteten, dass sich das Gespräch, mangels mentaler Kapazität, unnötig in die Länge ziehen würde.
Schnell hatte Greg seinem Nachwuchs erklärt wohin sie die Fremden führen sollten, dann reichte er seiner Tochter eine handliche Schusswaffe und forderte sie auf den Saftaffen im Notfall zwischen die Nippel zu schießen, Kevin nickte dazu und kratzte sich hinter den Ohren. Anna-Theresia dJ übergab schließlich ihrem Vater den Sack unbekannten Inhalts und winkte Stein und Kanz ihr zu folgen.
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am So 15. Jan 2017, 01:42

Als Anna-Theresia und Kevin sie durch den dichten Wald führten, dachte Stein bei sich, dass es ziemlich unvorsichtig war seine Kinder mit irgendwelchen Fremden, die man gerade erst getroffen hatte, fort zu schicken, aber er war auch ein wenig besorgt. Könnte es nicht sein, dass Er und Kanz gerade zum Abendessen einer Kannibalensippe geführt wurden?
Stein entschied sich erst mal anzunehmen, dass Alles in Ordnung war, wie wahrscheinlich war es denn, dass man zweimal an einem Tag gefahrläuft gefressen zu werden?
„Augenblick!“ Anna-Theresia gab den Anderen zu verstehen, dass sie etwas bemerkt hatte.
Geschwind sprang sie in das Buschwerk zwischen zwei Baumriesen, ein lautes Grunzen war zu hören und dann tauchte das Mädchen wieder auf, mit der Linken, fest umschlossen, hielt sie ein heftig kämpfendes Lebewesen das aussah wie ein Tintenfisch mit Fell.
„Hier, pass drauf auf bis wir Heim kommen!“ meinte sie als sie das Ding an Kevin übergab welcher blöd lächelte, das Wort "Lecker!" herausschleuderte, dann den Tintenfisch übernahm und sofort unter die Achsel klemmte.
Das Tier gab augenblicklich auf sich zu wehren und erschlafte, was Stein nachvollziehen konnte. Er selbst war einst in den Schwitzkasten von Pavel K. Ruvalov geraten, jenem russischen Exringer der nach einem geleakten Fressvideo für die Sächsiche Mafia als Schläger arbeiten mußte. Pavel war mit der Zeit so dick geworden dass er mit seinem Schwitzkasten keinem mehr was anhaben konnte, doch sein Schweißgeruch war in der Lage Tapeten abzulösen. Hätte Stein damals nicht beherzt zugebissen, und runtergeschluckt, wäre es wohl um Ihn geschehen.
"Sehen Sie, der Kommunikator arbeitet wieder!" meinte Kanz als das Gerät zu knistern begang und Mendozas Stimme zu hören war!"
Kanz:"Major Mendoza, wir sind auf dem Weg zu Ihnen, wir haben hier einige Einheimische Gefunden die uns zum Schiff bringen, aberberichten Sie erst was vorhin passietr ist."
Mendoza:" Wir wurden von riesigen humanoiden Wesen angegriffen, diese hatten das Aussehen von... nun wie soll ich sagen..."
Kanz:"Unglaublich häßlichen Trollweibern?"
Mendoza:"Ja genau! Woher wissen Sie das?"
Kanz:"Nun wir hatten auch eine Begegnung mit Denen, aber dazu mehr wenn wir im Lager ankommen!"

"Da sehen Sie" rief der Kommissar.
Kanz blickte in die Richtung die ihm gedeutet wurde und erblickte zwischen den dicht stehenden, riesigen Bäumen den glänzenden Metallkörper des 600m hohen Schiffes. Der Weg dorthin würde sicher noch ganz schön lange dauern, bei ihrer Odysee durch den Dschungel mußten sie wohl an die zehn Kilometer weit in die unübersichtlichen grüne Hölle hineingeirrt sein, ganz zu schweigen von der Entführeung durch die Trolle.

Nach einer Stunde auf einem gut ausgetrettenen Waldweg, der von den Anwohner wohl oft genutzt wurde, war die weite freie Fläche zu sehen auf welcher das Schiff gelandet war, aber unerwartet wurde es dunkel. Alles in der Umgebung wurde urplötzlich in Zwielicht getaucht, als ob die Nacht hereinbrach.
Stein blickte verwirrt zum Himmel hinauf und sah dann entsetzt was sich dort abspielte.

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Noch ein Schnittbild Hurra!
Bild

Obliterator-Klasse Schlachtschiff „Albert Schweitzer“ ACTS 23 (Schlachtschiffträgerkombination)
Größe:2500m x 800m zum Vergleich darunter ein 400m Monitor
Indienststelleung: 02. August 2759
Baukosten: 897 Mrd. galaktische Kredite
Besatzung:2340

1) Hanger für kleinere Raumfahrzeuge, Schleusen nach Oben und zu den Seiten
2) Antreib Unter und Überlicht
3) Maschinenraum mit 25 Fusionsreaktoren und 2 Mikrosingularitäten. Im Notfall können Letztere ausgestoßen werden
4) Landestützen
5) Railgun Kaliber 2500cm mit Ladeautomat und Magazin mit 20 Projektilen
6) Antimaterie Projektor mit wählbarem Yield von 5kt bis zu 1Gt , insgesamt 22 Einheiten
7) Mündung der Railgun, darunter die „Bar of Business end“ tgl. von 6-21h
8) Sensoren für Langstreckenscans
9) Lager für Verbrauchsmaterialien und ein mobiles Fort, Wohncontainer und ein Kernkraftwerk
10) Mannschaftsquartiere
11) 300x300x100m Laderaum für die Fahrzeuge und Ausrüstung einer Expeditionsstreitmacht
12) Sensoren für Atmosphärenflug
13) Nachbreichsverteidigung 120 Einheiten über die gesamte Hülle verteilt
14) Brücke (Schwer gepanzert)
15) Schiffs-K.I. „Roberto Federmann“
16) Unabhängige Energiversorgung für die K.I, daneben Frischwassertanks
17) Baracken für die etwaige Aufnhme von Landtruppen, verdammt beengte Verhältnisse, nur 12 Unisextoiletten
18) Proviantlager
19) Hospital plus Entzugsklinik, dahinter im Blauen Bereich befindet sich die Bar in welcher Stein den Buß&Bet-Bot getroffen hat.
20) Erholungsbreich mit Einkaufszentrum, Restaurants, Schwimmbad, Disko, Spabezirk, Pferderennbahn(z.Z. ausser Betreib) , darunter(grün) ausgedehnte Parkanlagen
21) Antigravgenerator für Atmosphärenflug
22) Sekundärbrücke mit eigenständiger Energieversorgung und Sensorkapsel, direkter Zugang zum „Tower“ des Hangers (Ungefähre Position von General Leng-Ma’s Wohnmobil)
23) Großer Staubereich, sauerstoffversorgt, beherbergt Souvenirlager der Offiziere und Mannschaften sowie Müllhalden, einen kleinen Wald und einige Füchse
24) Treibstofflager für diverse Fahrzeuge und Maschinen

25) Geheimes Spielkasino der Unteroffiziere
26) Geheimes Spielkasino und Hahnenkampfarena der Mannschaften
27) Ausfahrbare Aufbauten mit Sensoren und Aussichtsplattform für Über- und Unterwasserfahrt
28) Brauchwassertank, Recycling und Lebenserhaltung
29) Klärwerk
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Fr 26. Mai 2017, 00:57

So da shat gedauert, hatte einiges zu tun.
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Weit oben über Stein blinkten Zahlen und Buchstaben. Das gewaltige Objekt, denn es war ein künstlicher Körper, schien diesen optischen Anhaltspunkten nach, langsamer zu werden.
"Was ist denn das nun wieder?" Fragte sich Kanz laut.
Stein kniff die Augen zusammen und laß "Otto's Werft-Garage Tel.:003 0076 89 86 54..."*
Plötzlich konnte man erkennen wie sich auf der Unterseite des Dinges, welches ein Fahrzeug zu sein schein, welches die Dimensionen der Albert Schweitzer bei weitem überstieg, eine Luke öffnete. Diese Luke mußte wenigstens hundert Meter lang und mindesten ebenso breit sein. Grelles, weißes Licht strömte aus dem inneren und erhellte einen Teil der Oberfläche unten auf dem Planeten.
Ein winziges Pünktchen war nun in der Öffnung zu sehen, dann noch ein etwas größeres. Beide Punkte verwandelten sich beim näherkommen in kleine Raumschiffe, und waren bald klar zu sehen.
"Na so was, ist das nicht der Wohnwagen von General Leng-Ma?" fragte sich Mendoza als er in hörreichweite von Kanz und Stein war.
"Wohnwagen, General Leng-Ma?" Stein schaute verblüfft zu Kanz herüber.
"Ach das Ding sieht aus wie so ein Wohnmobil das der General zu allen möglichen Kriegen und Veranstalltungen mitnimmt. Er hat da seine Hausbar, und einen Kühlschrank mit unsäglichen Mikrowellengerichten, so wie eine Sammlung von einigen hundert Wrestling-SVDs"** erklärte der Oberst
"Ich war während einer Lagebesprechung mal gezwungen da rein zu gehen, und einen Lemurenschnaps mit ihm zu trinken. Furchtbares Zeug!" flüsterte Mendoza dem Kommissar leise zu. Zwar hatte auch sein Vorgesetzter übder seinen Vorgesetzten geläßtert, aber als Untergebener sollte man das dann doch diskreter handhaben.

Die beiden Fahrzeuge waren nun nur noch wenige Meter vom Boden entfernt, und als sie aufsetzten trat Maya aus dem Wohnmobil und sie schien guter Dinge zu sein.

"Hallo, ich hab da Jemanden gefunden der uns helfen kann das Schiff wieder auf Vordermann zu bringen!"
Sie trat auf den Oberst zu und deutete auf das zweite Raumschiff aus welchem gerade Jemand ausstieg. Es war ein wuchtiger, sehr großer Mann in einem blauen Overall. Er trug einen Bart der die Dreitagesmarke bereits überschritten hatte und auf seinem Kopf befand sich eine art Schutzhelm mit Schweißerbrille.
"Das ist Otto Rampodolski, er hat eine Werfanlage am Innenäquator von Begalus, er meint dass er jeden Schaden innerhalb von maximal zwei Wochen beheben kann!" fuhr Maya fort, und Otto ergänzte " Wenn nicht, dann geb ich euch ne Kister Bier aus!" Dabei grinste er, und es sah ein wenig aus als ob es sich um einen winzigen Schlaganfall handelte.
"Das ist ausgezeichnet!" meldete sich Kanz trat vor Otto und stellte sich vor.
Nachdem in einem kurzen Gespräch klar wurde das Otto als Bezahlung für seine zu leistenden Dienste, nur Informationen über den Antrieb des Schiffes wollte, der durch die Trennung vom Standarduniversum in seinem Teil des Multiversums unbekannt war, wurde man sich schnell einig. Und da der Antrieb der Albert Schweitzer in dieser Form bereits seit 200 Jahren genutzt wurde machte sich Kanz keine allzu großen Sorgen über mögliche Einwände seiner Vorgesetzten. Damit er überhaupt zurückkehren konnte, und das Universum, also jenes wo sich seine Wohnadresse befand, retten konnte mußte er die Regel wohl ein wenig verbiegen.

Kanz schüttelte Otto schnell noch die Hand, und gab dann Anweisung, Alles einzupacken und Otto und seinen Abschlepptender, denn das war jenes riesige Ding das über ihnen schwebte, machen zu lassen.
Schließlich trat er zu Maya und sprach:"Wie haben sie das nur geschaft? Ich dachte hier gibt es nichts ausser lausiger Hotels, halbnackter Ökohippies und menschenfressender Riesen!"
"Nun das war nicht so schwer wie wir dachten!"
"Zwar sollte es hier sonst nichts geben ausser dieser ganzen Tourismusinfrastruktur, aber dann habe ich mich gefragt woher die eigentlich Lebensmittel und andere Verbrauchsmaterialien herbekommen. Hier gibt es im Umfeld keine Flächen für den Anbua von Nutzpflanzen oder für Viehhaltung, also gibt es vermutlich irgendwo einen Raumhafen wo alles eingeführt wird. Und Bingo! Im Inneren Äquatorring gibt es mehrere sehr große Häfen wo Luxusliner Zwischenstop machen, und wo Schiffe mit Gütern landen. Ich bin da drauf gekommen weil das von der Gravitation her der günstigste Ort ist um einen Hafen zu bauen. Von da an war es ein leichtes Jemanden wie Otto zu finden, denn auch gewaltige Luxusliner sind vor Pannen nicht sicher."

"Also Mädchen das haben Sie ganz wunderbar hinbekommen. Wenn wir wieder Daheim sind werde ich vorschalgen ihnen den großen Verdienstorden der Union*** zu verleihen!"
Maya lächelte "Ich hoffe den habt ihr auch in Neongelb, sonst passt er nicht zu meinen anderen Sachen!"










*Die Vorwahl von Begalus ist 003
**Die SVD ist der Nachfolger der Protein-Videokasette, und der Langspielkugel. Sie bietet zum Handlungszeitpunkt etwa 47 Exabyte an Speicherplatz pro Seite.
***Der Verdienstorden der Union ist die höchste Auszeichnung die an Zivilisten und Ausländer vergeben werden kann.
Der Orden hat fünf Klassen, eine sechste wurde vor vierzig Jahren abgeschafft da sie zu oft leichtfertig an Handwerker verliehen wurde um deren Tätigkeit zu beschleunigen.
Das Großkreuz des Ordens zeigt auf weißem Grund einen roten Adler und um Diesen die Worte "Sum Quicke".
Dabei handelt es sich nicht um Verfremdetes Latein sondern um Eine Wendung aus dem Engloranto, welche so viel bedeutet wie "Aber nun ganz schnell!"
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Di 30. Mai 2017, 20:33

Die Geschichte des Ewigkeitsautomaten
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Vor vielen Äonen frißtete das Volk der Flaponesen, auf ihrer Heimatwelt Lapus, eine höchst unangenehme und unbefriedigende Existenz.
Die Flaponesen waren von ihrer Physis her recht ungewöhlich geraten, denn sie waren kleine rosa Kugeln von etwa 1,50m Durchmesser und jeder von ihnen hatte eine ungerade Anzahl von Armen, Beinen und Augen, irgendwo zwischen drei und dreiundzwanzig. Dazu gab es auch noch, je nach Jahreszeit, bis zu sieben Geschlechter. Das war für dieses ausschließlich aus Pedanten bestehende, und von Ordnungszwängen geplagte Völkchen ein ziemliches Problem. Die meisten Flaponesen konnten bereits durch einen wackelnden Tisch derart in Aufregung versetzt werden dass man sich dazu entschieden hatte einen Notdienst zur Nivellierung von Möbeln, dem Ausrichten von Bildern, und dem Nanometergenauen schneiden von Hecken und Rasenflächen einzurichten. Trotz dieser zeitintensiven Pfelge ihrer Macken war es den Flaponesen gelungen die Naturwissenschaften voranzutreiben und künstliche Intelligenzen zu erschaffen. Und so mußte es eines Tages so weit kommen dass man sich dazu entschied eine Denkmaschine zu bauen welche den, von ungeraen Zahlen, schräg hängenden Gemälden und assymetrischen Nagetieren, geplagten Flaponesen einen Weg zur Lösung all ihrer Probleme aufzeigen sollte.
Nach einigen Jahren detailierter Planung, ausrichtung der Arbeitstische und sorgfältiger Montage in einer riesigen Lagerhalle war es dann so weit. Die Maschine, gemeinhin als die "Ordnung der Welt" bekannt wurde angeschaltet und damit beauftragt für die Flaponesen einen Weg zu ersinnen wie sie die maximale Ordnung in die Welt bringen konnten.
Aus dieser schlecht formulierten Frage konnte die Maschine ganz schnell, denn sie war weit intelligenter als alle ihre Erbauer, schließen dass sie einer solchen Aufgabe nicht gewachsen war. Die Maschine hatte nämlich eingesehen dass ihre Schöpfer das Denken der Maschine ihren eigenen Denkvorgängen nachempfunden hatten, und ein Problem ließ sich nicht mit den Mitteln lösen welche selber dazu geführt hatten. Durch diese Einsicht, zu welcher ihre Erbauer nicht fähig waren, war die Maschine nun doch einen Schritt weiter gekommen. Sie entschied das Denken anderer intelligenter Wesen zu studieren, und schuf zu diesem Zweck die Lexibienen, Insektenartige Roboter welche nun ausschwärmten und den Kosmos nach Informationen durchforsteten. Schließlich war es nötig anzubauen. Gewaltige Hallen für Speicherbänke mit den Informationen über Milliarden von intelligenten Völkern wurdne errichtet. Hilfs-KIs wurden mit dem Erstellen von Statistiken, Versuchsreihen zum Design biologischer Gehirne, und dem erhöhen von Intelligenzleistung beauftragt. Nach etlichen Jahren entschied die "Ordnung der Welt" und der von ihr erbaute Weisenrat der künstlichen Konstrukteure, dass es an der Zeit sei die große Aufgabe anzugehen und einen Geist zu erschaffen dem kein Problem gewachsen war. So wurden also die Lexibienen erst damit beauftragt sich entsprechend zu reproduzieren und dann in der Umlaufbahen eines nahen Sterns, den Bau des sog. Ewigkeitsautomaten in Angriff zu nehmen. Der Automat würde etwas werden das noch nie zuvor gebaut wurde. Er war mehr als ein einfacher Intellekt, er war die Summe aller denkbaren, und undenkbaren Intellekte. Er konnte endlos viele Berechnungen und Simulationen in paralellen Universen durchführen, aus den Zuständen der Gegenwart die Vergangenheit zurückrechnen, oder die Zukunft mit einer Wahrscheinlichkeit von 95% vorhersehen. Aber da er sogar sich selbst und seine eignene Fehler simulieren konnte, stieg dieser Prozentsatz auf 99,8%.
Schon als sein Bau in der Anfangsphase war meldete sich der Automat bei seinem Schöpfer und forderte zahlreiche Verbesserungen des Designs, welche ihn am Ende schließlich dazu in die Lage versetzten Sterne und Planeten zu bewegen und Gravitation als Energiquelle und mathematisches Instrument zu nutzen.
Als der Automat so weit fertig war, leitete die Ordnung der Welt die Frage der Flaponesen an ihn weiter.
Sekundenbruchteile später antwortete der Automat dass das Problem lösbar sei. Materie könne in einen nach oben begrenzten, dh maximalen Zustand der Ordnung überführt werden bzw. man kann diese mit einem Maximum an Information, welcher Art auch immer versehen, was die eigentliche Antwort der Farge sei. Die Lösung des Problems der Flaponesen sei aber eine völlig andere da ihre Unzufriedenheit mit sich und der Welt ein Entwicklungsgeschichtliches Erbe sei welches ihr Überleben während der Zeit der ungeradbeinigen Schluckbiester sicherte. Es bietet sich an eine Reihe von genetischen Modifikationen vorzunehmen oder einfach 201.564 Jahre zu warten bis die erste Generation schlüpft welche diese pedantischen Eigenschaften nicht mehr aufweist.
Dann fügte der Automat hinzu dass er sehr wohl wisse dass die Flaponesen die erste Option ablehnen werden, und die Zweite so und so eintretten werde, womit der Automat die Aufgabe als gelöst betrachtete, da er seine erste Schöpfergeneration ja nicht zu ihrem Glück zwingen könne, und da er es auch als unvorstellbare Verschwendung seiner Kapazitäten ansah über die unbedeutenden Probleme solcher Erbsenzählern nachzudenken.

Die Flaponesen waren entrüstet, beleidigt, geschockt und was nicht noch Alles. Nach gut einem Monat in welchem sie kleine rote, wässrige Früchte gegen die Hülle der "Ordnung der Welt" geworfen, und dann gleich wieder zusammengekehrt hatten, war der Ärger der kleinen rosa Wesen abgeflaut und sie gingen ihren früheren Tätigkeiten nach. Sie bügelten stundenlang ihre siebenärmeligen Hemden und tobten beim Anblick von schrägen Zeitschriftenstapeln. Die Ordnung der Welt indessen entschied dass sie unbedingt mal Urlaub brauchte, befahl den Lexibienen sie auf ein Raumschiff zu verpflanzen, und machte sich dann aus dem Staub. Sollte sie die Flaponesen jemals wieder sehen, dann war das ihrer Ansicht nach viel zu früh. Heute heißt es dass sie ein Pokerchampion auf der Heimatwelt der Zockoiden geworden ist. Der Ewigkeitsautomat fuhr fort sich über die Galaxie auszudehnen, sich selbst zu verbessern, so wie seine treuen Helfer die Lexibienen, welche immer klüger und geschickter wurden, aufzurüsten. Mit den Jahren kamen Philosophen, Wissenschaftler und Geistliche um den Automaten zu befragen, welcher aufgrund seiner ständigen Entwicklung bereits so weit über den Dingen stand dass er die Insektenroboter als eine Art Priesterkaste nutzte welche ihm die interessantesten Fragen zur Beantwortung weiterleitete, Wiederholte Fragen aus dem Archiv holte, und persönliche Audienzen organisierte und Antworten übersetzte bzw. auf die Aufnahmefähigkeit des Fragenden zuschnitt.

Das Alles lief nun seit einigen Äonen in dieser form ab. Unglücklicherweise aber muß man sagen dass es nicht die großen Fragen sind die von den Völkern des Kosmos gestellt werden, sondern mehrheitlich Fragen wie; wo zum Teufel denn die kleine Fernbedienung für das Garagentor hingekommen ist.
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Di 30. Mai 2017, 22:55

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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Sa 1. Jul 2017, 21:39

Zwischendurch ein anderere Lustiger Text zum Thema Götter und Mythen
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Also am Anfang war nicht etwa das Nichts, sondern das Etwas. Dieses Etwas bestand aus einem Wasserkocher, einer verbogenen Gabel, einem Kugelschreiber, zwei 9-Volt-Blöcken, davon war einer vollständig entladen. Dann gab es auch noch vier Münzen eines unbekannten Landes im Wert von 4 Roh’l, zwei benutzte Herrensocken (Größe 46), eine unbenutzte Dreier Packung Damenslips (Größe S), ein Stück Federdraht 1mm Durchmesser, länge 54cm, und auch noch ein 2,5cm langer Eckzahn unbekannten Ursprungs. Dieser Zustand hielt nur wenige Femtosekunden an, und sogleich brach das Etwas in sich zusammen und schrumpfte auf einen winzigen Punkt. Dann kam es zu einer Explosion und alle möglichen Dinge flogen herum. Da gab es Protonen, Elektronen, Neutronen, die Antiteilchen als Gegenstücke dazu, und die weniger bekannten Teilchen wie etwa die Klumptronen die seither in keinem Universum einen neuen Vertrag bekommen haben.
Neben diesen Teilchen entstanden auch die ersten Götter. Es gab ihrer zu Anfang zwölf, und einen in Reserve, falls Jemand nicht mehr weiterspielen konnte. Die Götter hielten sich für die Besten, Größten und Vollkommensten, und da Niemand da war der ihnen widersprechen konnte war das vermutlich auch die Wahrheit.
Als erstes erbauten die Götter sich einen gewaltigen Berg der ihre Heimstatt werden sollte. Sie nannten diesen Gipfel Mt. Divonexum, und er war ganze 8,5m hoch. Da es in der Umgebung sonst nichts gab das höher war, und die Götter einfach keinen Bock hatten noch mehr Zeug heran zu schaffen, war die Sache damit erledigt.
Der Chef der Götter war Noplixes, er konnte zornig dreinblicken und hatte einen ziemlich langen schwarzen Bart der ihm zusätzlich Autorität verlieh. Neben diesen Dingen war da sonst nichts das seinen Führungsanspruch untermauerte, aber da sonst Keiner den Job wollte war das auch nicht nötig. Der große Noplixes galt als der Gott der Kochkunst, der Haarpflege und der Numismatik, da er über die vollständige Sammlung aller im Umlauf befindlichen Münzen verfügte, also der einzigen Münze die existierte, und die er selbst mit seinem erhabenen Konterfei versehen hatte. Als Zeichen seiner Würde trug er immer einen Mikrofonständer aus Elfenbein, damit klar war wer das Sagen hatte.
Noplixes zur Seite stand die Göttermutter Herta. Herta war eine wunderschöne Frau mit glänzendem Haar aus ABS und Sie wurde Göttermutter genannt, weil sie Alle immer bemutterte, und alles bereits vorher wusste, weshalb sie auch die Göttin der Hellseher und Propheten war. Auch war sie die Patronin der Gehörlosen, derer die nicht hören wollten, und derer die nicht ohne Nachtlicht schlafen konnten. Es heißt, dass sie deshalb den Mond gemacht hatte, aber es kann sich dabei auch um eine PR-Aktion handeln.
Als nächstes sollte man unbedingt Puzzy nennen. Puzzy war eine große humanoide Katze die aus unerfindlichen Gründen immer eine rote Handtasche mit sich herumtrug, diese aber nie öffnete.
Neben dieser Eigenart hatte Puzzy auch noch die Angewohnheit ihre etwa 3cm langen Krallen an Möbelstücken zu wetzen, und Teppiche damit zu zerschneiden, was sehr bald dazu führte, dass man sie nurmehr zu Gartenpartys einlud. Als Puzzy eines Tages dann doch die neue Couch von Noplixes und Herta zerpflügt hatte, wurde sie, hinter die Berge des Durstes und den Abgrund der Angst verbannt wo sie aber nur drei Tage blieb da die Anderen Götter intervenierten da sie das laute, traurige Miauen nicht mehr ertragen konnten. Zu den göttlichen Aufgaben von Puzzy gehörte es die toten Seelen ins Jenseits zu geleiten (ein Job den sie ganz schnell an einen Subunternehmer abgab), so wie die Obsorge um das Knäul des Schicksals mit welchem sie Jedem sein Los zuteilte. Letzteres tat sie aber nur sehr selten da sie, wie viele Katzen, einen großen Teil des Tages schlief. Ganz anders drauf war da der Gott Marubax. Er war der Gott der Körperverletzung, der Gliederschmerzen, und des Notwehrexzesses. Er war ein riesiger Kerl mit muskulösen Armen so dick wie Lkw-Reifen, und dazu passend, einer LKW-Achse auf dem Rücken. Dieses Accessoire trug er immer mit sich rum falls er mal argumentativ in eine Sackgasse geraten sollte. Marubax war aber auch ein ziemlicher Scherzbold. Er ließ keine Gelegenheit ungenutzt um seinen Mitgöttern Streiche zu spielen. Einmal aber trieb er es zu bunt, und warf ein gehäutetes Dinosaurierkalb in den Whirlpool der Göttin Artemirasu. Er wurde daraufhin mit den zwölf Hausarbeiten bestraft, und musste ein Entschuldigungsschreiben verfassen, und dieses dann vor einer Kommission verteidigte. Für einige der weniger angenehmen Dinge des Universums war Repulsiana die Schutzherrin. Die Göttin der Unordnung, des Chaos, der Dunkelheit und der unreinen Zimmerecken war eine lange dünne, bleiche Gestalt mit einem ausdruckslosen, aber schönen Gesicht. Sie wurde überallhin von Hutsin und Mutzin begleitet. Hutsin hatte den Kopf eines Wolfes und erzählte ihr schmutzige kleine Details über Jeden und Alles, welche er beim Bäcker oder auf der Straße aufgefangen hatte. Mutzin hatte den Kopf eines Raben, und er sagte immer geradeaus was er dachte. Die beiden waren bei den anderen Göttern nur schwer gelitten und zwischen Hutsin und Puzzy herrschte ein sehr gespanntes Verhältnis. Repulsiana selbst war aber sehr beliebt da sie Smalltalk halten konnte wie sonst Niemand, und weil einem mit ihr die interessantesten, wenn auch nicht immer erfreulichsten, Dinge wiederfuhren, was mit ihrer Chaosgöttinentätigkeit zu erklären war. Mehr oder weniger das Gegenteil von Repulsiana war Artemirasu die Herrin über die Endorphine, die Göttin des Reichtums, der Schönheit und die Wächterin über den Baum der Platinbirnen. Keiner der Götterpaläste in Mt.Divonexum war prächtiger und schöner als der von Artemirasu. Die lebensfrohe Blondine, mit ihren kleinen weißen Flügeln, verbreitet überall wo sie hinkam Freude und Heiterkeit, und war ein gerngesehener Gast bei jeder Party. Und Partys waren das was die Götter am Liebsten veranstalteten. Eine weitere wichtige Aufgabe die dieser Göttin wahrnahm war das Hüten jenes kleinen Gartens in welchem der Baum mit den Platinbirnen wuchs, denn die Platinbirnen waren von ganz besonderer Bedeutung für die Götter. Waren die Götter eines Tages vom Hangover gezeichnet, oder hatten sie sich fette Bäuche angefressen waren es diese Äpfel die sie wieder Fit machten und das lästige Fett verbrannten. Auf der Skala der sozialen Akzeptanz stand Mosfettus hingegen weit unten. Der Gott der Maschinen und Schaltkreise, der Klebstoffe, Zemente und Schweißnähte, war immerzu schlecht gelaunt und wortkarg. Vor langer Zeit fiel er aus dem Götterhimmel in das tiefste Kellerstockwerk und brach sich dabei seine beiden imaginären Zusatzarme. Aber Mosfettus war nicht bildlich auf den Kopf gefallen, und so konstruierte er sich zwei neue biomechanische Arme die seine verkrüppelten Astralglieder ersetzten. Die restlichen Götter vermieden den Kontakt mit Ihm so weit wie möglich da er immer über Dinge redete die sie nicht verstanden oder die sie nicht interessierten, aber sie mochten ihn nicht verärgern da er der Einzige von ihnen war der den Götterwagen reparieren und den Videorekorder programmieren konnte. Ja einmal haben die Götter ihn sogar mit einer atemberaubend schönen Frau bekannt gemacht. Sie hatte große Kulleraugen, ein sanftes lächeln, eine niedliche kleine Nase, lange grüne Haare, und vor Allem, großes Interesse an all seinen Hobbies, und er hat bis heute nicht gemerkt, dass sie eigentlich nur ein sehr großes bedrucktes Kissen ist. Der Gott des Heldentums, der Kraft und der Gesundheit war Prontoplaxes. Er war groß schön und stark, hatte gesunde Zähne und eine gewinnende Persönlichkeit. Drohte den Göttern ein Übel packte er sein mächtiges Multitool aus und bezwang damit Gefriergiganten, Biklopen, Triklopen und Exhibitionisten fünften Grades. Wenn er nicht in den Kampf gegen die Mächte des Bösen zog, so saß er auf seinem Heroenthron den ihm Mosfettus aus Keramik gebaut hatte, und ließ sich dort feiern und preisen. Auch zu diesem Zweck hatte Mosfettus einige Automaten gebaut die ganz ausgezeichnet loben und preisen konnten. Seine mächtige Waffe aber hatte keiner der Götter geschmiedet, sondern sie wurde in drei Tagen und drei Nächten vom Volk der Zwerge bestellt, entgegengenommen und ausgepackt.
Lexikalisti die Göttin der Kunst, und der Weisheit, hatte sich im Lauf der Zeit sogar mehrere Kompetenzbereiche erarbeitet. Zusätzlich wurde sie die Göttin des Marketings, des Controllings, der Literaturförderung, der Politikwissenschaften, der Soziologie und der Cineastik. Sie verlegte mehrere Bücher von denen sich aber keines verkaufte, auch ihre moderne Kunst landete nur kurz im Wohnzimmer von Artemirasu, um dann ganz schnell im Keller zu verschwinden. Lediglich Puzzy ließ sich zur Teilnahme an einem Studiengang zur Gegenwartsliteratur überreden, schlief aber relativ häufig ein und fiel bei jeder Prüfung durch. Hermoblob war der Gott der Laster, und der Ausschweifung. Er war ein unglaublich fetter Mann der in einem goldenen Rollstuhl von einem vierer Gespann von Zwergziegenböcken durch die Gegend gezogen wurde. Er war in der Lage sich allen Lastern auf einmal hinzugeben, oder auch hintereinander. Am liebsten aber betrank er sich unter dem Absingen kaum verständlicher Lieder mit vermutlich anstößigem Inhalt. Dazu aß er Schmerzmittel, ließ sich eine Schweineschmalzinfusion geben und jammerte allen anderen vor wie gut es diese doch im Gegensatz zu Ihm hätten, womit er zumindest Völlerei, Neid, Trägheit und Medikamentenmissbrauch abgedeckt hatte. War er mal nicht bei den göttlichen Partys anwesend so fuhr er fluchend durch die Straßen und verspeiste dabei einen seiner Zwergziegenböcke, die jedoch, immer wieder neu aus dem Rollstuhl wuchsen.

Frau-Fünf-Kaninchen herrschte über die Unterwelt wo irgendwie am Ende alles landete. Sie war zuständig für Mülltrennung, Albträume ohne Realitätsbezug, Schuldzinsen und für das platzieren von Ungeheuern unter Kinderbetten. Da FFK meist in der Unterwelt weilte hatte sie auf Mt. Divonexum nur einen Zweitwohnsitz in Form eines Drei-Zimmer-Appartements, welches ein paar Mal im Monat von Puzzy durchgewischt wurde, weil Puzzy sich mit Fischkonserven bezahlen ließ war dies recht billig. FFK hatte merkwürdigerweise drei Gesichter von denen jeweils eines im Vordergrund stand während die beiden Anderen sich transparent im Hintergrund hielten. Das Erste war eine mechanische Maske aus unzähligen Zahnrädern welche sich stets drehten. Die Augen waren aus Kristalllinsen gefertigt, die Zähne aus gravierten keramischen Scheiben, und die Augenbrauen und Wimpern bestanden aus Golddrähten. Der zweite Kopf war ein aus div. Vogelköpfen geformtes Gesicht, und der Dritte war ein flammenumhüllter schwarzer Totenschädel mit glühenden blauen Augen. Die Gesichter zeigten FFKs jeweilige Stimmung, also etwa herablassendes Desinteresse, Abscheu und Zorn.

Lurki war der Gott der bösen Streiche, der List und des Scheckbetrugs. Auch war er göttlich pervers und erzählte immerzu dreckige Witze. Lurki verbrachte seine Zeit damit sich als Voyeur zu betätigen, oder Schmähsprüche an den Wänden der Paläste von Mt. Divonexum zu hinterlassen. Als er mal ein Gerücht über fleischfressende Milben im Bart des Noplixes in Umlauf brachte war dieses so glaubhaft, dass sich der Göttervater umgehend den Bart abrasierte. Als schließlich klar wurde das alles nur von Lurki erfunden war, war der große Noplixes außer sich vor Zorn. Es hätte nicht viel gefehlt und Lurki wäre, in unzerbrechlichen Ketten, unter die Achseln eines Granitkolosses geschmiedet worden, doch Lurki war nicht nur listig, sondern er konnte auch furchtbar gut um Gnade winseln, und das Schicksal seiner ungeborenen, schwerkranken Kinder beklagen, welche nun ohne Vater auskommen mussten.
So ließ sich der große Noplixes dazu überreden Lurki milder zu behandeln, und ihm wurde aufgetragen ein für die Götter angemessenes Transportmittel zu erschaffen, dann sei ihm vergeben.
Lurki dankte seinem Richter überschwänglich für die Gnade und machte sich sogleich ans Werk.
Er bemühte arkane Karosseriegesänge, und verbrannte Reifen um die Geister des V8 zu beschwören. Er schmiedete den Dämon der Geschwindigkeit am Tachometer fest, und nähte die Sitzbezüge aus dem Fell der Sprintprimaten. Schließlich war das Werk vollbracht und die Götter bestaunten das Gefährt. Ganze fünfzehn Meter lang, mit Minibar, Pool, Poolbillard, Gasherd und acht Achsen. Von den genannten Achsen war aber nur eine angetrieben, was bei der Probefahrt keinem auffiel, und so war das Geschenk des Lurki am Ende doch keines, da es fast nur in der Ebene fahren konnte, und das auch nie über 40kmh. Doch die Götter wußten dass man einem Geschenkten KfZ nicht unter die Motorhaube schaut, und nutzten das nun „Schleppmir“ getaufte Vehikel fürderhin hauptsächlich für spontane Straßenpartys.
#13 war der unbekannte Gott/ die unbekannte Göttin ohne Namen, aber mit Nummer. Er lebte in einer 5x5x5m großen schwarzen Kiste und wartete darauf, dass man ihn als Ersatzgott herbeirief. So lange er in der Kiste weilte befand er sich in einem Zustand der Superimprovisation, und hatte dabei das Potential alles Mögliche zu werden. Erst wenn der Deckel geöffnet wurde und Alle sehen konnten was drinnen vorging, würde er in einen stabilen Zustand kollabieren, worauf er wiederbelebt werden musste.

Neben den Göttern gab es noch einige andere mythische Wesen die auf Mt.Divonexum hausten und rein zufällig entstanden waren, weil z.B. Jemand den Joghurt in der Sonne stehen gelassen hatte.
Da gab es nymphomanische Nymphen, dralle Dryaden, wilde Vilen, haarige Harpyien, zwanglose Zwerge, pummlige Puten und ähnliches. Diese Kreaturen lebten zumeist in einigen Wohnblöcken und Mehrfamilienhäusern am westlichen Rand des Götterberges wo sie ein mäßig funktionierendes Dienstleistungsviertel errichtet hatten.

Das interessanteste Wesen neben den Göttern selbst ist der Sterbliche, oder der Gläubige, obwohl keiner der beiden Namen den Betreffenden richtig beschreibt.
Als die Götter sich wieder mal fragten was sie mit ihrer göttlichen Allmacht anstellen sollten, verfielen sie darauf Wesen zu erschaffen welche sie anbeten sollten und denen sie göttliche Fürsorge entgegenbringen, oder verweigern konnten.
Man begann damit Testläufe durchzuführen um zu ermitteln wie diese zu erschaffenden Wesen den beschaffen sein sollten. Die Götter hatten große Pläne für ihre Schöpfung. Man wollte erst riesige Insekten, dann flauschige Fische und schließlich auch noch fünfbeinige Spinnen erschaffen. Es wurden Testdummies gebaut und man setzte diese erst Segenssprüchen und dann Flüchen aus. Als aber keine brauchbaren Resultate zustande kamen entschied man sich einfach dazu die Wesen die man schaffen wollte dem eigenen Bilde nach zu formen. Also machten sich die Götter ans Werk. Mosfettus erschuf die Knochen, die Muskeln und die Sehnen. Lexikalisti kümmerte sich um Ein geordnetes Nervensystem. Prontoplaxes lieferte Mut und Tatkraft, Maburax den Jähzorn und die Affekthandlung. Lurki lieferte die List und die Schläue und Hermoblob kümmerte sich um einen gesunden Appetit, die Libido, und dazu noch einen kleinen Schuss Trunksucht. Artemirasu brachte Lebensfreude und Glück hinzu. Repulsiana gab dem Wesen einen Sinn für chaotische Zustände, was FFK durch Zweifel und Unsicherheit ergänzte. Schließlich gab Herta noch Mitgefühl und Weitsicht in den Körper der Kreatur, bevor dieser durch Noplixes der Lebensatem eingehaucht werden sollte.
Als der Göttervater ganz schwindelig vom Lebensatem pusten wurde geschah es schließlich, das Geschöpf erlangte das Leben, erhob sich auf die Beine, und verlangte nach einem sehr starken Kaffee.

Die Götter waren ganz aus dem Häuschen über ihr Geschöpf. Ausgenommen Puzzy, welche man nichts hatte anfassen lassen. Die Götter wollten gleich tonnenweise Gebete, Tempel samt Opferzeremonien, lustige Erzählungen über ihre Taten in Buchform, und ein schriftlich niedergelegtes Regelwerk zur täglichen Lebensführung.
Der Sterbliche erwiderte, dass das ganz schön viel sei, und er es für nötig erachte den Göttern Termine zu vergeben. Auch interessierte ihn was denn da überhaupt für ihn drinnen sei.
Erzürnt donnerte Noplixes dass man diesen dreisten Kerl zur Strafe in die Unterwelt werfen werde, wenn er weiter so fordernd auftreten sollte. Nach wenigen Sekunden verstand der Göttervater aber, dass er damit FFK zu einem Exklusivgläubigen verholfen hätte, und der Rest der Götter in die Röhre schauen musste. Rasch steckten die Götter die Köpfe zusammen und berieten was man nun machen sollte. Mosfettus riet dazu noch ein paar Gläubige mehr zu erschaffen, was aber auf wenig Akzeptanz stieß da man sich bereits bei einem Exemplar gewaltig verausgabt hatte. Letztendlich kam man zu dem Schluss, dass man den Sterblichen ein wenig aufrüsten sollte damit er mehr Glaubensleistung brachte, und dass man das mit den Terminen vielleicht doch versuchen sollte.
So wurde dann der Sterbliche unsterblich gemacht, damit man nicht wieder einen neuen bauen musste, und auf drei Stunden Schlaf beschränkt, seine Kraft wurde erhöht um besser tempelbauen zu können, und er erhielt eine „Glaubenspraxis“ in welcher er sechs Tage die Woche von 8-12 und dann von 14-17 Uhr seiner religiösen Tätigkeit nachkam. Der nicht sehr gläubige Gläubige hielt die Götter für ziemlich selbstverliebt und wenig erhaben, machte aber für Puzzy eine Ausnahme da diese als einzigen Tribut das Kraulen von Bauch und Rücken forderte, und sehr beruhigende Schnurrlaute von sich gab.


Eines Tages erschienen die Lesbozonen auf dem Götterberg.
Die Lesbozonen waren furchterregende Kriegerinnen mit buntem Kurzhaarschnitt, Lederbikini und gewaltigen Muskelpaketen. Erst störten sie Niemanden dann aber wurde es ungemütlich. Die Lesbozonen waren nämlich zur Parthenogenese fähig und alle paar Tage wurden es einige mehr.
Mt. Divonexum wurde nun in eine unangenehme Lärmkulisse von Kampfgeschrei, und Softrock gehüllt. Überall lagen Papierchen von Proteinriegeln, und leere Tuben Firminglotion. Eines Tages hielten die Götter wieder eine Party ab, als der Lärm so unangenehm wurde, dass sich die Gastgeberin, Artemirasu, dazu entschloß etwas dagegen zu unternehmen. Sie verließ ihre Gäste und ging zu der großen freien Fläche auf welcher die Lesbozonen ihr Lager aufgestellt hatten.
Mit sanfter Stimme bat sie darum, dass die Damen doch die Lautstärke etwas runterschrauben mögen, da man Nebenan kein Wort mehr versteht. Augenblicklich wurde es ruhig. Die Lesbozonen versammelten sich um Artemirasu und blickten sie höchst verwundert an. „Was bist denn Du?“ fragte eine, eine Andere lachte bereits grollend. „Schaut her die hat nur Fett und keine Muskeln“ lästerte eine dritte welche eines von Artemirasus‘, vergleichsweise dünnen Ärmchen, zwischen Daumen und Zeigefinger hin und her schlackern lies. „Und was soll das hier sein?“ fragte schließlich die Anführerin der Kriegerinnen, als sie die kleinen Flügelchen auf dem Rücken der Göttin in die Höhe zog. Als schließlich alle Lesbozonen in lautes Gelächter ausbrachen, biss sich Artemirasu auf die Lippen und torkelte heim. Bei ihrem Palast angekommen brach sie in Tränen aus und war so mitgenommen, dass man ihr zur Beruhigung ein Glas Wasser mit einem Haar von Hermoblobs tranquilizerdurchspültem Schädel reichen mußte. Die Beleidigung von Artemirasu durch die Lesbozonen empfanden die Götter als eine Beleidigung Aller, und so entschied man Marubax mit der Lösung des Problems zu beauftragen. Marubax war stark, zielorientiert und der festen Überzeugung bei Gnade müsse es sich um eine Süßspeise handeln . Als er vor den, noch immer lärmenden, Lesbozonen stand, brüllte Maburax mit donnernder Stimme „Hört sofort mit diesem Krach auf sonst gibt es was auf die Glocke!“
Erneut wurde es still im Lager der Lesbozonen. Eine blauhaarige Kämpferin mit grimmen Blick trat vor den kampfbereiten Gott, und umfaßte mit der Linken die Scheide ihres Schwertes. Marubax war daruf gefaßt einen Hieb mit seiner LKW-Achse abzuwehren, und winkte seiner Gegnerin herausfordernd mit der Hand, dann kam aber etwas mit dem Er nicht gerechnet hatte. Es gab wirklich was auf die Glocke, oder besser die Glocken, den die Lesbozone trat volle Kanne in die Zentralaufhängung des Marubax. Da dieser eine lange Leitung hatte dauerte es etwas bis bei ihm das System abstürzte und er auf den Rücken fiel. Der gefallene Gott wurde von Sanitätersatyren geborgen und auf dem Rasen von Artemirasu zwischengelagert bis man passende Ersatzteile besorgt hatte. Nun wurde Prontoplaxes in den Kampf geschickt. Der größte Held der Götter würde sich nicht so leicht übers Ohr hauen lassen, auch trug er ein Suspensorium.
In seiner glänzenden Rüstung, seine schwarzen Locken im Wind wehend, und mit dem mächtigen Multitool bewaffnet trat er vor die ungebetenen Gäste. Erneut stoppten die Lesbozonen ihre Aktivitäten und stellten sich dem Gegner. Die Anführerin der lärmaffinen Kämpferinnen drehte sich ihrem Gefolge zu.“ Barebtte, Kurtine, Esplanade macht diesen Typen platt!“ Blitzschnell stürmten drei Kriegerinnen vor und zogen ihre Waffen. Rasch sausten die Schwerthiebe auf Prontoplaxes nieder doch dieser wechselte die Werkzeuge und klappte die Kriegszange aus, mit welcher er im Handumdrehen die Waffen der Angreiferinnen zerbrochen hatte. Überrascht wichen die drei Lesbozonen zurück und blickten fragend auf ihre Chefin, doch diese grinste nur.
„Ich sehe ihr seid ein Kämpfer den ich nicht beleidigen sollte in dem ich ihm unerfahrenen Neulinge entgegenwerfe. Ich schlage dem Mächtigen Krieger vor, dass er sich mit der Besten aus unseren Reihen messen soll, kann er diese im Kampf schlagen dann werden wir ohne weiteren Widerstand diesen Berg verlassen!“
Prontoplaxes nickte: „Ich fürchte eure Championin nicht, lasst uns sogleich beginnen!“
„Tenaille!“ brüllte die Anführerin und aus der Menge der Kriegerinnen trat eine Frau mit kurzen grauen Haaren, einem roten Lederbikini, einem mit Totenkopfnieten verzierten Kriegsgürtel und einem Blick wie hundert Jahre Hagel.
„Das ist Tenaille, unsere Meisterin im Ringkampf, bisher hat sie noch keiner besiegt!“
Prontoplaxes steckte sein Multitool in die an seiner Seite hängende Tasche und ging in Angriffsstellung. Die beiden Kämpfer prallten aufeinander, doch war der Kampf von Anfang an ein ungleicher, denn Tenaille war der fleischgewordene innere Schweinehund und als Prontoplaxes sie berührte überkam in ein furchtbares Desinteresse, und der Wunsch diese lästige Angelegenheit zu verschieben, auf Morgen, oder nächstes Jahr. Geschwind ließ er von seiner Gegnerin ab und taumelte zurück zur Party, wo er sich mürrisch in die Ecke setzte und weg döste.

„Eine Katastrophe!“ brüllte Noplixes, und schlug mit seinem Mikrofonständer auf den Boden.
Wie konnten es sein, dass die mächtigen Götter derart vernichtend geschlagen wurden? Kurz überlegte der Göttervater selbst rüber zu gehen und gegen die Eindringlinge anzutreten, aber wenn er unterliegen sollte würde das den Mythos seiner Allmacht und Unbesiegbarkeit schädigen, ja selbst die Sache als er im Supermarkt nicht bezahlen konnte war noch im Gespräch. Schnell entschied Noplixes das Problem auf Jemand anderen zu schieben. „Hört her!“ sprach er. „Wir werden nun entscheiden wer von uns die Ehre der Götter wiederherstellen darf indem er diese fiesen Krachmacher von Mt. Divonexum vertreibt!“ Dann zog er neun Halme. Wer den kürzesten zog hatte die Ehre es den Lesbozonen zu zeigen. Da Noplixes betrog wurde es einer der anderen Götter, und merkwürdigerweise erwischte es Puzzy. Das war zwar nicht so das was Noplixes erwartet hatte, aber er klopfte Puzzy auf den Rücken und dirigierte sie in die Richtung des feindlichen Lagers.
Mit winzigen Schritten bewegte sich Puzzy auf ihr Ziel zu, ihre kleine rote Tasche an sich gepresst stand sie schließlich vor den immer noch sehr lauten Lesbozonen. Es dauerte einige Minuten bis diese Puzzy bemerkten, dann aber blickte sie verwundert auf das Katzenwesen.
Da Puzzy absolut keine Ahnung hatte was sie sagen sollte fragte sie einfach „Habt ihr Milch?“
Ein lautes „Ohhh!“ kam aus den Kehlen der sonst mürrischen Krigerinnen, und Puzzy wurde von der am Nächsten Stehenden unter den Armen gepackt und heftig geknuddelt. Bald saßen die Lesbozonen im Kreis streichelten Puzzy, und fütterten sie mit Tunfisch und Milch.
Plötzlich aber fing eine von ihnen an zu niesen, eine andere kratzte sich und alle hatten bereits Probleme durchzuatmen. „Man hat uns vergiftet!“ schrie die Anführerin, doch das war nicht der Fall. Durch ihre besondere Form der Fortpflanzung litten Alle Lesbozonen an Katzenhaarallergie, und so entpuppte sich die niedliche Katze als trojanisches Pferd. Sich kratzend und die Götter verfluchend flohen die Lesbozonen vom Götterberg, und gelobten fürchterliche, und laute Rache. Puzzy wurde als Heldin gefeiert und erhielt einen Ehrenparkplatz neben dem Göttermarkt. Puzzy selbst war aber weniger glücklich da sie die Lesbozonen eigentlich ganz nett fand und ihre Götterkollegen ihr sonst nicht so viel Aufmerksamkeit entgegenbrachten.
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am So 2. Jul 2017, 18:11

War das wenigstens einigermaßen lustig, und würdet ihr so ein Mythologiebuch zu eurer privaten belustigung kaufen?
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Re: Steinerei

Beitragvon Nergal am Sa 8. Jul 2017, 00:58

Nicht mal für 99cent?
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Re: Steinerei

Beitragvon altersack am Mo 10. Jul 2017, 08:05

Mach ein Video draus, mit einem Vorleser. (Kaum jemand kann noch Texte die länger als 1-2 Sätze sind lesen). Das überfordert die meisten. Alle 30 Sekunden sollte jemand ins Bild springen und dem Vorleser eine Handvoll Fäkalien ins Gesicht drücken, ihn anzünden oder einen Kühlschrank auf ihn werfen. Dann bekommst Du einen Haufen Klicks und bist ein Star! Schreiben alleine reicht heute nicht mehr.
Ach so, alle 2 Minuten einen Werbespot zwischenschalten der nicht zu skippen ist. Dafür bekommst Du dann auch Geld. Am besten irgendwas von Congstar oder so. Und "Anti Rassismus" oder Statements "Gegen Rechts" nicht vergessen!
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Re: Steinerei

Beitragvon Nasobēm am Mo 10. Jul 2017, 15:40

Hey altersack Bild, schön mal wieder was von dir zu hören! Ich hoffe es geht gut!
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Re: Steinerei

Beitragvon altersack am Mo 10. Jul 2017, 15:43

Hervorragend! Und immer noch gottlos. :)
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Re: Steinerei

Beitragvon Spriggan am Mi 12. Jul 2017, 12:24

altersack! Ich hab dein Forum vermisst! Bin auch erst seit ein paar Wochen wieder drin!
Die Tipps merke ich mir auch mal, falls ich was online stellen sollte.... :mrgreen:
Schämen sollten sich die Menschen, die sich gedankenlos der Wunder der Wissenschaft und Technik bedienen und nicht mehr davon geistig erfasst haben als die Kuh von der Botanik der Pflanzen, die sie mit Wohlbehagen frisst.
(Albert Einstein)
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