atheisten.org

Diskussionen von Atheisten, Gläubigen, Freidenkern

Zum Inhalt


  • Anzeigen

diskursfähigkeit

Sonstige Diskussionen die in keine andere Kategorie passen

Moderatoren: TrES-4, Super-Moderator, Admins

diskursfähigkeit

Beitragvon Martin am Di 29. Aug 2017, 22:10

Moin Foristen,

ich war eine Weile weg. Aber bin immer noch ungläubig :) Was mir auffällt, ist das die Diskussionsfähigkeit so langsam abhanden kommt. Aber bilde ich mir das nur ein, oder ist das wirklich neu? Auf den Wahlplakaten sehe ich entweder Nichtsagende Wohlfühlsätze, oder Statements die ich nicht verstehe (FDP: Digital).

Und dann solche Sachen:link (via Fefe)

Ich würde mir sachlichen Austusch wünschen und mehr respektvollen Umgang.

Grüße,

Martin
„Meine Freiheit und Selbstbestimmung ist mir zu wichtig, als dass ich sie einfach wegzuwerfen bereit wäre.“ (Schattenkind)
Benutzeravatar
Martin
Foren-Weise
Foren-Weise
 
Beiträge: 3249
Registriert: 06.02.2006
Wohnort: Tau'ri

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon TrES-4 am Di 29. Aug 2017, 23:51

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht den Zusammenhang zu den nichtssagenden Wahlplakaten der Parteien.
Which is why God made Chunky Monkey. It has chocolate, and bananas. Bananas are a part of a healthy breakfast. But who cares about the bananas? It has chocolate.
Benutzeravatar
TrES-4
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 2060
Registriert: 07.08.2013
Wohnort: § 7 BGB

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon Atheos2011 am Mi 30. Aug 2017, 06:48

@TrES-4

Das "Foto" zeigt einen deutschen Juden (ich tippe mal auf einen Antideutschen) während einer Anti-Rassismus-Demonstration vor einer Londoner Gallerie.
In dieser Gallerie sind Vertreter der sog. "Alt-Right"-Bewegung aufgetreten.

In the summer, it held a “Neo-reaction conference” which included a talk by Brett Stevens, a white supremacist who has lauded the “bravery” of Anders Breivik - the Norwegian white supremacist who killed 77 people in 2011.

Mr Stevens' writing was said to be an inspiration to Breivik.

After the attack, Mr Stevens, who edits a far-right website called Amerika, wrote: “I am honoured to be so mentioned by someone who is clearly far braver than I, no comment on his methods, but he chose to act where many of us write, think and dream.

The gallery has also hosted, Peter Brimelow, a high profile American anti-immigrant activist. He has been described as the “new David Duke” – the former Imperial Wizard of the Ku Klux Klan (KKK).

Mr Brimelow founded website VDare, which the Southern Poverty Law Centre describe as “a nonprofit that warns against the polluting of America by non-whites, Catholics, and Spanish-speaking immigrants.”


Amerika, which is directly linked to on the gallery’s main homepage, rejects the term “Nazi”, saying the best way to “defeat leftists” is to reject their terms.

Mr Osborne suggests that while East London might seem like a bizarre place for such a gallery it plays into the trope of “alt-right hipsters”.

“Dalston seems like the right place if you want to build a cool platform, which is exactly what the alt-right is trying to do by re-branding classic neo-Nazism.”

He said quite a few artists he knew had exhibited there but always assumed the “alt-right” link was ironic. He voiced his concerns about the number of students who have looked around the gallery and said the “silence” in the “art world” had been “deafening”.

The gallery’s Twitter is private but Mr Osborne claims he has seen people responding to them who are on the “alt-right”.

Gallery owner, Ms Diego, said in a statement published on the LD50 website that the programme was intended to create “a dialogue between two different and contrasting ideologies” and that the conference’s audience was “very liberal”.

Nevertheless, a recording of Mr Brimelow’s talk reveals many of the audience members who contributed to the discussion were sympathetic to his views. One even expressed their support for Mr Duke, a holocaust denier.

http://www.independent.co.uk/news/uk/home-news/ld50-gallery-protest-lucia-diego-donald-trump-alt-right-hackney-dalston-a7596346.html

Eigentlich ist das auch kein Foto sondern ein Screenshot aus einem Video.
Das Video wurde vom jüdischen Neo-Nazi-Medium "Rebel Media" gedreht, von welchem z.B. auch das Filmmaterial vom Terroranschlag in Charlottesville stammt...

Und nun wurde wohl die Domain gesperrt:
Rebel Media website shut down; founder says he was given 24-hours notice

...
Mr. Levant declined to identify the technology company by name, but the development comes just days after he fired a star reporter for attending recent protests in Charlottesville, Virginia, and for agreeing to speak on a neo-Nazi podcast hosted by the Daily Stormer.

“It was just too far, and we said goodbye,” Mr. Levant said in a YouTube video uploaded Aug. 17. “Tough week, but we’re going to get back to work now.”

The Daily Stormer was recently cut off from its domain by Google and GoDaddy Inc. The website came under increased scrutiny after 32-year-old Heather Heyer was struck by a vehicle and killed Aug. 12 in Charlottesville.

http://www.washingtontimes.com/news/2017/aug/21/rebel-media-website-shut-down-founder-ezra-levant-/
Die Seite bezeichnete sich selbst als The world's most visited alt right web site. Die Inhalte von The Daily Stormer lassen sich der Idee des White Supremacy zuordnen und waren offen antisemitisch und rassistisch. Typisch war die Verwendung von Memes wie Pepe dem Frosch. Oft wurde das Design des Headers geändert, wobei auf Symbolik wie den Reichsadler und das Hakenkreuz zurückgegriffen wurde. Während der Präsidentschaftswahlen 2016 forderte die Seite zur wahl von Donald Trump auf.

https://de.wikipedia.org/wiki/The_Daily_Stormer

Und nun können sich der Jude Ezra Levant und seine antisemitischen Zionistenfreunde wieder als Opfer des "linken Mainstreams" darstellen. Der wird laut dem EDL- und Pegida-Finanzier Ezra Levant ja eh "vom Juden George Soros bezahlt". Oder war es es diese Antifa-Reisen-GmbH? Keine Ahnung, solange der Alibi-Jude Ezra Levant das behautet ist es ja nicht antisemitisch.

BTW:
Hier das Video. Gab es sicherlich nicht auch bei Reddit. Wegen der "Diskussionsfähigkeit" und so...

@Martin
Was gibt es mit Terrorismusbefürwortern und Holocaust-Leugnern eigentlich zu diskutieren?
Wenn Frau nicht belästigt werden will geht sie nicht zum Karneval. Man muß schon unterscheiden ob es [...] sogar erwünscht ist sexuell belästigt zu werden oder eben nicht. - "Besorgter Bürger" über den "Sex-Mob"
Benutzeravatar
Atheos2011
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 5246
Registriert: 13.08.2010

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon manniro am Mi 30. Aug 2017, 12:52

Atheos2011 hat geschrieben:@Martin
Was gibt es mit Terrorismusbefürwortern und Holocaust-Leugnern eigentlich zu diskutieren?


Welche Alternative hättest Du denn im Angebot?

Es wäre zweifellos ein extremer Fortrschritt, wenn solche Leute sich bereitfänden, ihr krudes Weltbild zur Diskussion zu stellen, findest Du nicht? Ich bin jederzeit gerne bereit, mich allen Pro-Argumenten zu stellen.

manniro
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
Benutzeravatar
manniro
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12062
Registriert: 04.04.2006

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon Föderation am Fr 8. Sep 2017, 08:06

manniro hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Holocaust-Leugnern
Es wäre zweifellos ein extremer Fortrschritt, wenn solche Leute sich bereitfänden, ihr krudes Weltbild zur Diskussion zu stellen, findest Du nicht? Ich bin jederzeit gerne bereit, mich allen Pro-Argumenten zu stellen.

Dazu müssten die Holocaust-Leugner den Holocaust leugnen, was ggf. ein Verfahren wegen § 130 Abs. 3 StGB auslöst.
Es gab sogar einen Fall (oder Fälle) in denen Verteidiger mit Strafverfahren belegt wurden allein für den Antrag vor Gericht, zu dem Thema ein Gutachten einzuholen…

Auch in anderen Fragestellungen aus der Nazi-Zeit sind wir gesellschaftlich noch nicht so weit, rein auf intellektueller Ebene diskutieren zu können, so lange das auch nur von irgendeiner Seite politisch benutzt werden kann. Bei Napoleon oder dem 1. Weltkrieg ist das irgendwie anders. Keiner hat Angst, dass die Monarchisten wieder auferstehen, wenn jemand für Kaiser Wilhelm II. Partei ergreift.
Benutzeravatar
Föderation
Foren-Spezialist
Foren-Spezialist
 
Beiträge: 752
Registriert: 14.04.2013
Wohnort: Hamburg

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon idefix2 am Fr 8. Sep 2017, 10:27

Naja, hat jemand ernsthaft Angst, dass Hitler wieder aufersteht?

Das Problem ist doch, dass der "diabolische" Teil der menschlichen Natur nur durch eine verdammt dünne Schicht "Zivilisation" übertüncht ist. Und das Verteufeln des Nationalsozialismus als "singulärer Inbegriff des Bösen" verhindert genau diese Erkenntnis. Das nächste teuflische Regime wird, wenn es kommt, keine Nazisymbole vor sich her tragen. Mit dem Fokussieren auf den Nationalsozialismus wird der Blick darauf vernebelt.
idefix2
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12205
Registriert: 06.07.2012

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon manniro am Fr 8. Sep 2017, 11:51

Föderation hat geschrieben:Dazu müssten die Holocaust-Leugner den Holocaust leugnen, ...


Ja, das sollten sie eigentlich schon aus Gründen der Glaubwürdigkeit tun, was wäre schon ein Holocaust-Leugner, der den Holocaust nicht leugnet? Ein Reiter ohne Pferd? :lol: :wink:

Aber Du hast natürlich recht.

Auch in anderen Fragestellungen aus der Nazi-Zeit sind wir gesellschaftlich noch nicht so weit,...


So weit werden wir auch nie kommen, denn die politisch verordnete Vergangenheitsbewältigung der Deutschen bestand und besteht in bestreiten, verdrängen und vergessen. Bis auf einige rühmliche Ausnahmen, wie die Klarsfelds und Fritz Bauer, der dann konsequenterweise auch von Amtskollegen mit "vergessener" Vergangenheit gemobbt und Parteigrößen der CDU diskriminiert wurde.

Wie auch sonst hätte man den Nachkriegsstaat wieder ans Laufen bringen sollen? Karriere haben in Nazi-Deutschland nur Parteimitglieder gemacht, der unbelastete Nachwuchs mußte erst herangezüchtet werden. Also hat man die vermeintlich nur gering kontaminierten genommen, notfalls auch deren Biographie ein wenig aufpoliert und geschminkt. Allerdings gab es auch welche, bei denen alle Liebesmüh vergeblich war, beispielsweise bei Adenauers Chef des Bundeskanzleramts Hans Josef Maria Globke. Die wurden dann in bester obrigkeitsstaatlicher Manier einfach durchgeschleust. Ein schönes Beispiel dafür, was man mit dem blöden Volk so alles machen kann.

Zusätzliche Strategien der strikten Vermeidung rationaler Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie waren Verbote von Symbolen (Hitlergruß, Hakenkreuz), von Hitlers "Mein Kampf" und periodisch zu exerzierende Kniefälle deutscher Spitzenpolitiker in der Knesset, sowie die nicht oft genug zu wiederholende Beteuerung, daß uns Juden und Israelis "ganz besonders" am Herzen liegen. Und insofern natürlich jeder deutschstämmigen Kritik entzogen sind, worüber sich die aktuelle Lichtgestalt der SPD während eines Israel-Besuchs leidvoll belehren lassen mußte. Daß er da in seiner Eigenschaft als Präsidenten des Europaparlaments auftrat, muß aufgrund seiner deutschen Abstammung natürlich in den Hintergrund treten. Wegen des bekannten deutschen Rassismus.

Die grandiosen Folgen derartiger Verdrängungspolitik sehen wir übrigens derzeit bei Neo-Nazi-Demos, wo sich Hitlergrüße, Hakenkreuze und Co. glänzend zur Provokation eignen, vorgeführt von Leuten, die mit Sicherheit auch nicht die Spur einer Ahnung haben, für was die stehen. Mal abgesehen von den Bildern von Panzern, schneidigen Landsern und kernigen Typen, die sie damit verbinden. Woher sollten sie auch? Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde ja nach Kräften vermieden, die fand sich in keinem Lehrplan. Aber Sonderschüler wären damit ja ohnehin überfordert gewesen, also was soll's? Augen zu und durch...

Keiner hat Angst, dass die Monarchisten wieder auferstehen, wenn jemand für Kaiser Wilhelm II. Partei ergreift.


Na ja, warten wir mal ab... :lol:

manniro
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
Benutzeravatar
manniro
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12062
Registriert: 04.04.2006

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon Heraklit am Sa 9. Sep 2017, 04:22

manniro hat geschrieben:Die Auseinandersetzung mit dieser Thematik wurde ja nach Kräften vermieden, die fand sich in keinem Lehrplan.
Was genau meinst du damit? Mir persönlich kommt der Umgang in Deutschland mit der NS-Ideologie auch komisch, bzw. widersprüchlich vor. Es ist so eine seltsame Mischung zwischen extremem wichtig nehmen und völliger Verdrängung. Total merkwürdig. Früher habe ich das nicht wirklich verstanden, aber meine Vorfahren waren zur NS-Zeit auch nicht in Deutschland und aus deiner Perspektive bin ich ja auch noch relativ jung und habe mich ehrlich gesagt auch nie wirklich intensiv mit der Thematik befasst. Meinen türkischen Bekannten ist das noch unverständlicher. Was aber denkst du, wie man die Problematik anders den Menschen herüber bringen sollte?
Wenn die Welt erst ehrlich genug sein wird, um Kinder vor dem 15. Jahr keinen Religionsunterricht zu erteilen, dann wird von ihr was zu hoffen sein.
Arthur Schopenhauer
Benutzeravatar
Heraklit
Moderator
Moderator
 
Beiträge: 3791
Registriert: 08.04.2010
Wohnort: Baden-Württemberg

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon manniro am Sa 9. Sep 2017, 12:09

Hi Heraklit,

die aktuelle Auseinandersetzung mit diesem Thema erschöpft sich weitgehend in Betroffenheits-Ritualen - gemeinhin "Gedenktage" genannt - und darin, daß offenbar noch niemand Guido Knopp erzählt hat, daß der 2. Weltkrieg schon seit ein paar Jährchen zu Ende ist, so daß er auch weiterhin mit aneinandergestückelten Filmfetzen aus Nazi-Propaganda, Parteitags- und Frontberichterstattung sein sicher nicht unbeträchtliches Einkommen generieren und seine Reputation verbessern kann. Gewöhnliches Fazit: Das war alles ganz furchtbar, das waren "Unmenschen", mit denen wir gottseidank auch nicht die Bohne zu tun haben. Bis auf die paar Unverbesserlichen, die sich in kleinen Grüppchen organisieren, wie beispielsweise in den inzwischen wohl ausgestorbenen SS-Waffenbrüderschaften, wechselnden Splitterparteien und Neo-Nazi-Organisationen.

Ein nach wie vor wenig untersuchtes Phänomen dagegen ist, wohin bei Kriegsende schlagartig all' die begeisterten Hitler-Anhänger verschwunden sind und woher plötzlich Millionen verkappter Systemgegner und Widerstandskämpfer kamen. Ähnliche Fragen blieben übrigens auch nach der "Wiedervereinigung" unbeantwortet: Wo sind die ganzen Vopos, Stasimitarbeiter und NVA-Angehörigen mit Schießbefehl hin? Genießen die jetzt ihre Rente als ehemalige treue Staatsdiener? Vermutlich.

Genug der Ironie, was definitiv außerhalb esoterischer Kreise nicht geschah, war und ist eine offensive Auseinandersetzung mit der Nazi-Ideologie, insbesondere mit der Frage, aus welchen Gründen die nahezu ein ganzes Volk in ihren Bann ziehen konnte. Was zu erforschen allein schon deshalb interessant wäre, weil sich damit höchstwahrscheinlich diverse Gegenwartsphänomene besser verstehen ließen. Denn die neue Attraktivität derartiger Ideologien ist angesichts der aktuellen Weltlage ja wohl kaum zu bestreiten.

Dazu war "Wegsperren in den Giftschrank" aber offensichtlich die falsche Methode. Wahrscheinlich war das die Geburtsstunde der auch heute noch wirkenden Politiker-Überzeugung, man müsse das blöde Volk auf jeden Fall vor den "falschen Wahrheiten" beschützen, die würden nur verwirren. Die aktuelle Spielart lautet, man müsse gewisse Tatsachen unter Verschluß halten, um nicht den falschen Kreisen in die Hände zu spielen. Ist ja auch verständlich, wer läßt schon gerne Fragen zu, auf die er keine Antwort weiß. Oder man räumt sie in Häppchen ein, wie auf Nachfrage zur sogenannten "Flüchtlingsproblematik" erst gestern ein CDU-Politiker auf Phoenix bezüglich Merkels einsamen Entschlusses von 2015:" Wir haben die Dimensionen völlig unterschätzt". Ich konnte mich bisher noch nicht zwischen Weinen und Schreikrampf entscheiden. Einzig der Journalist bewies Geist und Ironie, indem er rückfragte: "Wieso, haben sie mit Ingenieuren und Zahnärzten gerechnet?". :lol:

Zurück zur Nazi-Ideologie: Das aus den historischen Ereignissen gezogene Fazit der Welt: "Das waren die Deutschen, das muß wohl irgendwie an ihrem Nationalcharakter liegen" greift ebenso zu kurz wie das Fazit der Deutschen: "Das waren die Nazis". Das waren Menschen, die ideologisch verführt werden konnten. Warum das möglich war, und mittels welcher Ideologie, gehört umfassend aufgeklärt. Und auch dem "blöden Volk" auf jedem Bildungsniveau angemessen vermittelt. Sonst ist die Geburtsstunde der nächsten Faschisten bereits vorprogrammiert. Wie wir aktuell gerade beobachten können.

manniro
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
Benutzeravatar
manniro
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12062
Registriert: 04.04.2006

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon Sprich zur Hand am Mi 13. Sep 2017, 13:53

ja, aber ich glaube er großteil der leute ist zu diesem immer noch bereit

einfach nicht die schreihälse zu sehr beachten

wobei die medien diese stimmen defintiv verstärkt wirken und erscheinen lassen
Zuletzt geändert von TrES-4 am Mi 13. Sep 2017, 18:31, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Vollzitat entfernt
Benutzeravatar
Sprich zur Hand
Foren-Newbie
Foren-Newbie
 
Beiträge: 20
Registriert: 01.09.2017

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon manniro am Do 14. Sep 2017, 11:41

Sprich zur Hand hat geschrieben:...einfach nicht die schreihälse zu sehr beachten


Dummerweise gehören diese "Schreihälse" aber auch zum demokratischen System, dieses bringt sie sogar hervor. Und vielleicht hast Du ja bemerkt, daß ich - übrigens ziemlich Wortreich -"Weggucken" gerade als ungeeignet zur Lösung derartiger Probleme beschrieben habe.

Falls Du es nicht bemerkt haben solltest: Weggucken hilft nicht! Insbesondere nicht, wenn man in politischer Verantwortung steht. Aber das habe ich der ehemaligen Generalsekretärin der SPD, Frau Fahimi, auf ihrer Youtube-Seite auch schon vergeblich zu erklären versucht. Du befindest Dich also in .... Gesellschaft. (Erst wollte ich "...bester", dann "...guter" tippen, aber bei Beidem haben mit die Finger den Dienst versagt...).

manniro
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
Benutzeravatar
manniro
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12062
Registriert: 04.04.2006

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon Sprich zur Hand am Sa 16. Sep 2017, 23:06

manniro hat geschrieben:
Sprich zur Hand hat geschrieben:...einfach nicht die schreihälse zu sehr beachten

Falls Du es nicht bemerkt haben solltest: Weggucken hilft nicht! Insbesondere nicht, wenn man in politischer Verantwortung steht. Aber das habe ich der ehemaligen Generalsekretärin der SPD, Frau Fahimi, auf ihrer Youtube-Seite auch schon vergeblich zu erklären versucht. Du befindest Dich also in .... Gesellschaft. (Erst wollte ich "...bester", dann "...guter" tippen, aber bei Beidem haben mit die Finger den Dienst versagt...).

manniro
ich habe mich da vll falsch augedrückt. weggucken ist sicherlich nicht immer die beste lösung, ohne frage.
allerdings glaube ich leiht man gewissen personen, die nichts außer ihre ewige assosiazion mit kontroverse, fakten- bzw. realitätsloses panikmachen und einem losen & unbedachten mundwerk (hust trump u.a. hust) so mehr bühne leiht als sie verdienen noch es gut für die gesellschaft wäre, dies gilt sowohl für personen an der pol. rechten, mitte und linken..

ich glaube nicht, das alle pol. & gesellschaftlichen partizipanten am system denn wirklich eine diskursbereitschaft haben..
sie haben sich aus ihren kampfgräben eingegraben und nur die wenigsten von diesen eingefahreren werden sich umstimmen lassen- diese leute glaube ich sollte man nicht zuviel beachtung schenken. dies ist glaube ich etwas anderes also nur einfaches wegschauen.
Benutzeravatar
Sprich zur Hand
Foren-Newbie
Foren-Newbie
 
Beiträge: 20
Registriert: 01.09.2017

Re: diskursfähigkeit

Beitragvon manniro am So 17. Sep 2017, 12:08

Das kannst Du als Privatmensch sehen, wie auch immer Du möchtest. Aber für Politiker ist es nunmal der Job, Entwicklungstendenzen wahrzunehmen und zu steuern. Oder was sonst?

In ganz einfach: Wenn in der Bevölkerung dezente Anzeichen zunehmender Verblödung festzustellen sind, erhöht man die Bildungsausgaben und optimiert das Bildungssystem. Oder versucht Ursachen anderer Art abzustellen.

Politiker, die Teile des ihnen anvertrauten Volkes als nicht diskursfähiges "Pack" abqualifizieren oder als "hoffnungslos verblödet" abschreiben, leisten den politischen Offenbarungseid und sind unverzüglich aus dem Amt zu entfernen. Genauso wie VW-Vorstände, die angeblich nicht wissen, was in ihrem Unternhemen passiert.

manniro
Am Anfang war das Wort - am Ende die Phrase.(Lec).
Benutzeravatar
manniro
Foren-Legende
Foren-Legende
 
Beiträge: 12062
Registriert: 04.04.2006


Zurück zu Smalltalk

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: Google [Bot] und 3 Gäste