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Forensterben ?

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Re: Forensterben ?

Beitragvon werner am Sa 13. Mai 2017, 15:11

ruebennase hat geschrieben:Na, da bedanke ich mich doch mal für diese Demonstration des Stammtischgebarens, das die Ursache des Niedergangs dieses Forums ist.
Da schreibt jemand, der von sich sagt, er wäre bisher nur stiller Mitleser gewesen, einen Beitrag, und schon wird er verdächtigt, unter falscher Flagge zu segeln bzw. verspottet.



Wenn sich jemand extra registriert, um einen einzigen Beitrag abzusetzen und das auch so ankündigt, sich am Schluss bedankt, dass er hier ab kotzen durfte und dazwischen steht im Endeffekt nur wehleidiges Klagen, was soll man davon halten ?
Ich mein, er oder sie war noch nie hier, oder ?
Aber wenn es ihm gut getan hat, ist doch OK, immerhin hat er sich dafür bedankt, nimm dir ein Beispiel.
Wenn dann eine geradezu frappierende Ähnlichkeit mit dem Duktus einer Ehemaligen besteht, die das Forum vor Kurzem unter großem Gezeter verlassen hat, na ja...........

Wieso nimmst du eigentlich nicht konstruktiv am Gespräch teil, oder eröffnest einen Fred in dem du dein Anliegen vorstellst, wo ist dein Problem ? Wer oder was hindert dich daran ?

Soviel zu Rübe, jetzt zum Inhalt.
Unter den auf gezählten Punkten meiner Vorredner erscheint mir einer als besonders beachtenswert, es ist die Sache mit der Konzentration. Untersuchungen ergaben, dass die Konzentrationsfähigkeit auf ein Thema, bei Schülern mittlerweile auf 8 Sekunden gesungen ist, bei Bedarf kann ich die Studie heraussuchen, aber das Problem ist nicht die Zeit alleine, sondern der rasante Rückgang innerhalb weniger Jahre. Die Fähigkeit längere Texte zu erfassen, nimmt rapide ab, ein nicht unerheblicher Teil der Bevölkerung ist nicht mehr in der Lage, die Tageszeitung inhaltlich zu verstehen, die Anzahl der zumindest partiellen Analphabeten ist im Steigflug.
Auch hier wurde von einigen Teilnehmern unter Beweis gestellt, dass es ihnen nicht möglich war, meine zu Eingangs vorgestellte Analyse sinngemäß zu erfassen, anders kann ich es mir nicht erklären, warum sie nicht mit belastbaren Zahlen gekontert haben, die das Gegenteil meiner These beweisen.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon Starfish1 am Sa 13. Mai 2017, 20:25

Highroller hat geschrieben:Pantheisten würden es hier nicht lange aushalten, weil sie meist keine Humanisten sind (=Mensch im Mittelpunkt), sondern eher die Natur im Zentrum des Geschehens sehen.

Pantheismus scheint ungefähr meinem Weltbild zu entsprechen, mir war nur bis eben nicht klar, dass man es so nennt. Gott = Universum oder alles Ungeklärte des Universums oder der kosmische Zufallsgenerator. Nicht, dass ich dies für irgendwie anbetungswürdig halte, ich halte es nicht mal für besonders erwähnenswert, aber es ist die einzige Metapher, die ich in dem "Gott", von dem alle reden, erkennen kann. Es ist einfach ein Missverständnis der Naiven, dass sie sich darunter einen Mann mit Rauschebart, einen Beobachter im Himmel oder ähnliches vorstellen. Wenn man den kosmischen Zufallsgenerator um etwas bittet, "antwortet" er irgendwann mit einer zufälligen Äußerung. Entweder entspricht diese der Bitte oder nicht. Die gleiche Äußerung wäre allerdings auch gekommen, wenn ihn niemand gebeten hätte. Da das menschliche Denken mit Zufallsmustern nicht umgehen kann, versucht es immer, sinnvolle Muster oder ein "Verhalten" darin zu erkennen.

Das hätte ich durchaus gerne diskutiert, aber wenn das scheue Reh schon wieder das Weite gesucht hat, dann eben nicht.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon idefix2 am Sa 13. Mai 2017, 20:34

Starfish1 hat geschrieben:Pantheismus scheint ungefähr meinem Weltbild zu entsprechen, mir war nur bis eben nicht klar, dass man es so nennt.
...
Nicht, dass ich diesen für irgendwie anbetungswürdig halte, ich halte ihn nicht mal für besonders erwähnenswert, aber es ist die einzige Metapher, die ich in dem "Gott", von dem alle reden, erkennen kann.


Da hast du wohl etwas falsch verstanden. Pantheisten halten diesen "Gott" eben für anbetungswürdig, und wenn schon nicht anbetungswürdig, dann doch zumindest für sehr erwähnenswert. Deshalb verwenden sie ja diesen konnotationsbehafteten Begriff. Das unterscheidet deine Einstellung ganz entscheidend von der eines Pantheisten.

Das hätte ich durchaus gerne diskutiert, aber wenn das scheue Reh schon wieder das Weite gesucht hat, dann eben nicht.

Ich vermute, nachdem er sich mit seinen absurden Studien-Interpretationen derart blamiert hat, hat Soynadie alias Highroller keine grosse Lust mehr auf Diskussionen hier.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon Godzilla am Sa 13. Mai 2017, 21:53

Ich kenne ehrlich gesagt kein Forum, welches nicht an Userschwund leidet. Leerer waren die Foren nur in ihren Anfängen. Und wenn hier konstant solch eine negative Grundeinstellung vorhanden ist, warum gab es früher mehr User? Foren sind einfach veraltet. Beim Post wird ein etwas anderer Standard erwartet und vor allem, Foren werden moderiert. Dadurch kann man Leute nur in beschränktem Maße beleidigen, muss zugleich immer beim jeweiligen Thema bleiben. Und dies darauf zu schieben, dass hier der Pantheismus nicht ausreichend wertgeschätzt wird, ist dezent realitätsfern. Aber schon klar, wären hier keine Humanisten, würden 150.000 diskussionsfreudige Pantheisten, den Server an seine Grenzen bringen.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon manniro am So 14. Mai 2017, 09:34

Godzilla hat geschrieben:Ich kenne ehrlich gesagt kein Forum, welches nicht an Userschwund leidet. Leerer waren die Foren nur in ihren Anfängen.


Nach aller Erfahrung handelt es sich bei diesem "Userschwund" nicht um eine konstante Entwicklung, sondern um eine Wellenbewegung, langfristig möglicherweise mit abnehmender Amplitude. So war über die Jahre immer wieder mal eine zeitlang tote Hose hier, dann kamen Neue dazu und auch einige Pioniere wurden nach Jahren wieder aktiv.

Dieses Phänomen gibt es auch in anderen Bereichen. Ich spiele beispielsweise seit über 50 Jahren in einer zunächst "Beat-", später "Rock- und Blues"-Band. In dieser Zeit folgte die Nachfrage nach Live-Musik auch einer solchen Wellenbewegung, x-mal totgesagt erstand sie nach ein paar Jahren immer wieder auf. Auch die vor 35 Jahren leichtfertig auf den Müll geworfenen Vinyl-Scheiben feiern derzeit ein beeindruckendes Revival. Und die an NS-Größen erinnernden, bei aktuellen Fußballstars wieder so beliebten Kahlschlagfrisuren wurden in meiner Kindheit noch von Eltern zwangsverordnet und boten die sichere Gewähr dafür, von Nicht-Betroffenen gnadenlos ausgelacht zu werden. Man sieht: Alles kommt wieder. Manchmal sogar in völlig neuer Aufmachung. :lol: :wink:

Warum die "Gründungsmitglieder" dieses Forums sich peu à peu zurückgezogen haben, hat wohl vielfältige Gründe. Einerseits war das grundlegende Diskussionsmaterial irgendwann mal "verbraucht", beim 5. Strang zum Thema "Pascal'sche Wette" oder "Theodizee" erlahmt allmählich das Interesse, die eigene Auffassung nochmal zu artikulieren. Eine unrühmliche Ausnahme bildet hier der Thread:" Wann wurde das Christentum konstruiert??", das ist fast schon gruselig. :lol:

Zum Anderen treten im Verlauf von 10 Jahren in fast jedermanns Leben schonmal Umstände ein, die andere Aspekte wichtiger erscheinen lassen, als die Betätigung in einem Internet-Forum. Einige wurden wohl auch durch persönliche Verbandelungen hier gehalten. So gab es im Laufe der Jahre sowohl etliche Wahlfreund-, als auch -feindschaften. War der Eine weg, blieb auch der Andere nicht mehr lange.

Wie auch immer, mir gefällt es, mit Leuten zu diskutieren, die ich nur über ihre Gedanken und Meinungen kennenlerne. Insbesondere auf einer Basis, auf der Dinge wie Äußerlichkeiten, Herkunft und Status keine Rolle spielen und nur das Argument zählt. In Internet-Foren diskutieren Schüler mit Professoren, unvoreingenommener geht's doch gar nicht. :D

Und wenn irgendwann sich keiner mehr die Mühe macht, etwas zu formulieren, das man "liken" oder dem man "followen" kann, dann hat es sich auch mit den Likern und Followern. Es lebe das Forum! :lol:

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Re: Forensterben ?

Beitragvon werner am So 14. Mai 2017, 20:37

manniro hat geschrieben:
Godzilla hat geschrieben:Ich kenne ehrlich gesagt kein Forum, welches nicht an Userschwund leidet. Leerer waren die Foren nur in ihren Anfängen.


Nach aller Erfahrung handelt es sich bei diesem "Userschwund" nicht um eine konstante Entwicklung, sondern um eine Wellenbewegung, langfristig möglicherweise mit abnehmender Amplitude....

......Und wenn irgendwann sich keiner mehr die Mühe macht, etwas zu formulieren, das man "liken" oder dem man "followen" kann, dann hat es sich auch mit den Likern und Followern. Es lebe das Forum! :lol:

manniro


Das kann ich mir gut vorstellen, dass oben Genanntes mit eine Rolle spielt.
Das mit dem Blues kommt mir auch bekannt vor, nicht nur bezüglich live music. Meine Tochter hat mir vor kurzem zwei Jungs aus ihrer Schulband angeschleppt, die wollten wissen wie das mit Brown Sugar ect funktioniert. Nachdem sie das mit open G tuning geschnallt hatten, war ich der King, die haben anscheinend tagelang rumgepfriemelt, ich war selbst verwundert, es gibt doch you tube, aber egal.

Der Facebook Hype ist auch schon am abklingen wie ich den Eindruck habe, wer weiß, evtl findet der Eine oder Andere wieder zurück ins Forum, warten wir`s ab.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon Godzilla am So 14. Mai 2017, 21:48

Gibt jetzt halt WhatsApp. Eigentlich ist sowas bestenfalls zum kurzen, privaten Austausch geeignet, dort werden aber auch Gruppen zur Pseudodiskussion erstellt. Sinnvoll ist es dort aber nicht. Wenn das Forum der Homo Sapiens Sapiens der Diskussion ist, stellen WhatsApp, Facebook und Konsorten die Blaualgen dar. Meist wollen die Leute auch nicht diksutieren. Die wollen einfach mal ihre Meinung der Öffentlichkeit präsentieren, nicht darüber reden.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon 3909 04 am Mo 15. Mai 2017, 19:27

Godot hat geschrieben:Es macht mich müde, wenn ein user nach dem anderen hier zum mehr oder weniger unverhohlenen Missionieren aufschlägt. Ich brauche meine Kräfte zur Zeit an anderer Stelle, als hier mit Leuten in den Ring zu steigen, deren Hauptanliegen es beispielsweise ist, Religion als ein ganz selbstverständliches menschliches Bedürfnis hinzustellen. (Stünden, selbst wenn es so wäre, Religionen dadurch etwa außerhalb jeder Kritik? Und wenn es nur einen gäbe, der nicht glauben kann und sich das auch gar nicht wünscht, was dann? Stimmt dann mit dem etwas nicht? "Darf" er das dann nicht?) Meist habe ich eher Gefühle von Genervtheit und Langeweile, wenn ich so etwas lese, als daß es mich reizen würde, zum x-ten Mal zu versuchen, "na, und?" zu sagen und das zu begründen.

Ich bin Atheistin und habe hier eine Zeitlang genau zu beschreiben versucht, warum das so ist. Wenn ich jetzt bei jedem neuen Missionar von vorne davon anfangen würde, käme das den langjährigen usern sicher schon sehr bald zu den Ohren heraus. Das möchte ich auf gar keinen Fall. Auf alte Beiträge zu verweisen macht auch keinen Spaß, denn es ändert nichts daran, daß man immer wieder dasselbe lesen müßte, wenn man schon länger dabei ist.

Besser hätte ich meine Motive, weswegen ich hier inzwischen eher selten schreibe, nicht formulieren können.
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Re: Forensterben ?

Beitragvon Starfish1 am Mo 15. Mai 2017, 20:08

idefix2 hat geschrieben:
Starfish1 hat geschrieben:Pantheismus scheint ungefähr meinem Weltbild zu entsprechen, mir war nur bis eben nicht klar, dass man es so nennt.
...
Nicht, dass ich diesen für irgendwie anbetungswürdig halte, ich halte ihn nicht mal für besonders erwähnenswert, aber es ist die einzige Metapher, die ich in dem "Gott", von dem alle reden, erkennen kann.

Da hast du wohl etwas falsch verstanden. Pantheisten halten diesen "Gott" eben für anbetungswürdig, und wenn schon nicht anbetungswürdig, dann doch zumindest für sehr erwähnenswert. Deshalb verwenden sie ja diesen konnotationsbehafteten Begriff. Das unterscheidet deine Einstellung ganz entscheidend von der eines Pantheisten.

Im Prinzip hast du Recht. Aber hat Einstein sich tatsächlich hingesetzt und zum Universum und der Natur gebetet? Für erwähnenswert halte ich diesen Gott nicht per se, aber im Kontext religiöser Eiferer ist "er" durchaus erwähnenswert, um gewissermaßen zu sagen: Hallo, euer Gott ist aus den und den Gründen eine berechtigte Metapher für dies und jenes. Das ist zumindest eine bessere Möglichkeit ins Gespräch zu kommen als die totale Ablehnung.
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