Bitte in den Antworten ausführen, auf Grund welcher Erfahrungen und Beobachtungen Ihr denkt, dass freier Wille bei Euch besteht oder nicht.
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Mojud hat geschrieben:Angeregt duch die Diskussion zum "Freien Willen" möchte ich den in der Bewusstseinsforschung etablierten Begriff der Perspektive der ersten Person benutzen und mit dieser Umfrage klären, wie jeder Einzelne in sich den freien Willen erfährt.
Bitte in den Antworten ausführen, auf Grund welcher Erfahrungen und Beobachtungen Ihr denkt, dass freier Wille bei Euch besteht oder nicht.

Volker hat geschrieben:Mojud hat geschrieben:Angeregt duch die Diskussion zum "Freien Willen" möchte ich den in der Bewusstseinsforschung etablierten Begriff der Perspektive der ersten Person benutzen und mit dieser Umfrage klären, wie jeder Einzelne in sich den freien Willen erfährt.
Bitte in den Antworten ausführen, auf Grund welcher Erfahrungen und Beobachtungen Ihr denkt, dass freier Wille bei Euch besteht oder nicht.
Natürlich denke ich oft, dass ich aus freiem Willen entschieden habe, aber das bedeutet nicht, dass dies auch immer der Fall war. Mn kann durch Introspektion nicht herausfinden, ob man willensfrei entschieden hat. Wenn es so einfach wäre, würde niemand den Determinismus/Fatalismus vertreten.
Außerdem habe ich eine Theorie des freien Willens entwickelt, nach der ich sagen würde: Ja, es gibt einen freien Willen, nur funktioniert er ganz anders, als wir meinen. Und in diesem Zusammenhang hat er sogar eine evolutionäre Funktion.

Volker hat geschrieben:Außerdem habe ich eine Theorie des freien Willens entwickelt, nach der ich sagen würde: Ja, es gibt einen freien Willen, nur funktioniert er ganz anders, als wir meinen. Und in diesem Zusammenhang hat er sogar eine evolutionäre Funktion.

lorenz hat geschrieben:Den freien Willen halte ich für eben so eine intuitiv "einleuchtende" aber falsche Illusion wie die Scheibenform der Erde oder die Gottesgewissheit oder den Glauben an Präkognition oder... Ein "tüchtiges Mem" (ein erfolgreiches Gerücht), aber ohne Wahrheit.

Mojud hat geschrieben:Also gut : ich schlage Dir ein Experiment vor.
Du siehst ein halb volles Glas vor Dir. Du hast jetzt die Wahl es als halb voll, oder halb leer zu bezeichnen. Wie wirst Du es benennen und wird Deine Entscheidung darüber eine freie Entscheidung sein ?

Mojud hat geschrieben:Du siehst ein halb volles Glas vor Dir. Du hast jetzt die Wahl es als halb voll, oder halb leer zu bezeichnen. Wie wirst Du es benennen und wird Deine Entscheidung darüber eine freie Entscheidung sein ?

Mojud hat geschrieben:lorenz hat geschrieben:Den freien Willen halte ich für eben so eine intuitiv "einleuchtende" aber falsche Illusion wie die Scheibenform der Erde oder die Gottesgewissheit oder den Glauben an Präkognition oder... Ein "tüchtiges Mem" (ein erfolgreiches Gerücht), aber ohne Wahrheit.
Dazu fällt mir eigentlich nur noch die Frage ein : wer ist dieser Lorenz, der das geschrieben hat, weisst Du das ? Bist auch Du eine Illusion ? Ist auch Dein Bewusstsein eine Illusion ?


Nein, außer vielleicht, man würde jede Entscheidung per Zufallsgenerator treffen. (Wie in selbigem Roman mit dem "Würfler" von Luke Rhinehart.) Aber könnte man das dann noch guten Gewissens Entscheidung nennen? Im Normalfall gibt es jedenfalls keine Entscheidung ohne Einflüsse. Es gibt i. a. überhaupt nichts ohne Einflüsse. Das ganze Leben ist voller Einflüsse. Und deshalb ist ein völlig freier (unbeeinflusster) Wille ein Unding.Wenn jede Entscheidung durch Einflüsse geschieht, kann man ohne Einfluss eine Entscheidung treffen?
Inwiefern hat eigentlich ein externer Einfluss oder die Kausalität, die man "danach" erkennt, GEGEN den Freien Willen zu tun?

lorenz hat geschrieben:Nein, außer vielleicht, man würde jede Entscheidung per Zufallsgenerator treffen.
lorenz hat geschrieben: Und das kommt mir wie eine größere Freiheit vor.
lorenz hat geschrieben: Aber jetzt, wo ich darüber nachdenke, kriege ich Zweifel. Evtl. macht das die sache zwar komplizierter, aber ist das wirklich Freiheit, wenn eine Entscheidung komplizierter, schwerer berechenbar ist? Komisch, je näher ich mich an diesen Begriff "Freiheit" heranpirsche, desto mehr scheint sie zu verschwinden...

Das Gefühl hat dann Sinn (realen Bezug), wenn eine Zustandsveränderung von weniger zu mehr Freiheit eintritt. Als relativer(!) Begriff hat Freiheit (auch als Willensfreiheit) einen Sinn. Wenn mir die Handschellen abgenommen werden, bekomme ich ein Gefühl der Freiheit. Das ebbt aber bald ab, weil ich mich an den Zustand gewöhne. Das Gefühl von Freiheit ist womöglich ein Differenzialgefühl. Es tritt bei einer gewissen Kurvensteilheit bei der Zunahme der Freiheitsgrade auf.Was ist die Freiheit? In der Regel ein subjektives Gefühl. Mehr nicht.


Sep Bully hat geschrieben:Hab jetzt mal lange genug drüber nachgedacht und bin zum Entschluss gekommen, dass Thema Freien Willen vs. Determinismus als Mindfuck
zu bewerten.
Wiki-Artikel hat geschrieben:Das Ziel eines Mindfuck ist in der Regel, der Zielperson zu der Erleuchtung zu verhelfen, dass wir wenig bis gar nichts darüber wissen, was wirklich ist.
Ein ganz simples Beispiel: Ich habe an mir bemerkt, dass meine Willensentscheidungen z. B. davon abhängig sind, was ich gegessen habe, ob es mir bekommt oder ob es mir stundenlang im Magen hängt. Auch solche (scheinbar primitiven) Umstände steuern uns.Mojud, Ausgangsfrage hat geschrieben:Bitte in den Antworten ausführen, auf Grund welcher Erfahrungen und Beobachtungen Ihr denkt, dass freier Wille bei Euch besteht oder nicht.

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