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Volkers Abschied

Diskussionen zur Seite, dittmar-online.net

Moderatoren: Volker, Admins, Super-Moderator

Volkers Abschied

Beitragvon Kerstin am Sa 1. Mär 2008, 18:49

Habt ihr den Text auf Volkers Seite gelesen? Er will sich aus den meisten Foren zurückziehen und nicht weiter an seinem Buch schreiben.

Das ist wirklich schade!

Edit: Hier der Text von Volker:

"Wichtiger Hinweis zur Website, bitte unbedingt lesen!

Wichtiger Hinweis in eigener Sache - mein Abschied: Wie es den meisten Lesern meiner Seite schon aufgefallen ist, schreibe ich seit einiger Zeit keine neuen Beiträge mehr. Ich bin dabei, mich aus den religiösen Debatten größtenteils zu verabschieden. Dafür gibt es eine ganze Reihe von Gründen, die ich hier nicht alle aufzählen möchte. Der Hauptgrund ist der, dass es gegen Unvernunft keine vernünftigen Gründe geben kann, die von den Verbreitern von Unvernunft - die gibt es leider auch unter Atheisten - nicht leichter Hand verworfen werden können. Auf diese Weise "triumphiert" die Unvernunft in allen Debatten immer wieder und wieder, und ich komme mir vor, wie Don Quijote, der gegen Windmühlenflügel ankämpft. In diesem Kampf bin ich müde geworden. Während eines Treffens sagte einmal jemand (an dessen Namen ich mich leider nicht mehr erinnere): "Wissen ist Macht, und Unwissenheit ist Übermacht". Abgewandelt: Vernunft ist eine Macht, deren Segen man ganz selbstverständlich in Anspruch nimmt (Computer und Internet, Handys, Autos, Flugzeuge, Fernseher, Schmerzmittel, überhaupt den Segen einer das Leben verlängernden Medizin und und und), aber die man gleichzeitig verdammt und diskreditiert, wo man nur kann, wenn es gegen die eigene Rechthaberei geht, gegen die egomanische Sucht, das eigene Wunschdenken aller vernünftigen Argumentation vorzuziehen. Logik ist ein unparteiischer Schiedsrichter bei menschlichen Konflikten, den aber eine Partei nicht anerkennt, wenn es gegen ihre liebsten Vorurteile geht - und ohne Gewalt (und sei es auch die "normative Kraft des Faktischen") scheint es keine Möglichkeit zu geben, sie darin umzustimmen, die allgemeinen Regeln vernünftiger Debatten anzuerkennen, sobald die Regeln gegen ihre Position angewandt werden können. Ich habe dagegen kein Rezept. Ich denke, dass diejenigen, die vernünftig sind, meine Hilfe nicht benötigen, wenn sie nur etwas mehr Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten haben, und dass die, die meine Hilfe nötig hätten, diese nicht akzeptieren werden. Ich weiß auch keinen Ausweg aus diesem Dilemma. Ich denke, dass viele Menschen die oft als traurig empfundene Wahrheit nicht wissen wollen und lieber ihre eigenen Vorstellungen als "Wahrheit" ausgeben möchten. Und wenn die Wahrheit an ihre Tür klopft, verriegeln sie die Tür lieber, als sie auch nur einen Spalt breit zu öffnen. Viele von denen, die mehr "Offenheit" vom Skeptiker verlangen, verlangen in Wirklichkeit vom Skeptiker, ihre geschlossenen Denkgebäude auch ohne Gründe, Argumente und Beweise zu akzeptieren, eine Offenheit, die sie für sich selbst weder als wünschens - noch anstrebenswert betrachten. Diejenigen - auch unter den Theisten - die sich eher vorbildlich verhalten werden sich den Vorwurf mangelnder Offenheit häufiger anhören müssen, aber wer für alles offen ist, der kann nicht ganz dicht sein. Und traurigerweise gibt es auch unter Atheisten häufig eine ähnliche Haltung - so verschieden sind die Gruppen nicht, nur die Menschen, die diesen Gruppen angehören, sind es.

Ja, ich bin ein wenig müde geworden, meine Argumente wie Sauerbier anzubieten. So ganz werde ich die Finger nicht von den Diskussionen lassen können, schon alleine wegen der vielen netten Menschen, denen ich dadurch begegnet bin - Theisten wie Atheisten. Ich werde also noch ab und zu auftauchen und mitdiskutieren, aber nur dann, wenn es mir wirklich Spaß macht. Vertreten werde ich allerdings nur noch in einem Forum sein, und zwar auf →mykath.de, aus allen anderen Foren ziehe ich mich weitgehend zurück.

Was mir momentan definitiv keinen Spaß macht, ist das Schreiben an meinem Buch, das Projekt ist damit vorerst eingestellt.

Ich kümmere mich in Zukunft in erster Linie also um das, was mir Spaß macht. Ich bin zu meinem alten Hobby zurückgekehrt, in neuem Gewand, und beschäftige mich mit "Psychologischen Illusionen", also mit Suggestion, Schauspielkunst und Zauberkunst und arbeite an diversen Veröffentlichungen - aber nur für den kleinen Kreis der Eingeweihten, versteht sich. Diese Website bleibt noch bestehen, weil ich keinen Grund sehe, sie zu löschen. Vielleicht nehme ich irgendwann den Faden wieder auf, aber das ist, wie alles in der Zukunft, ungewiss. Ich bedanke mich bei allen, die mir alle diese Jahre die Treue gehalten haben - möge die Vernunft Eure Wege erleuchten.

In diesem Sinne - Euer \/olker trauriges Smiley trauriges Smiley trauriges Smiley"


Quelle: http://www.dittmar-online.net/

Quelle hinzugefügt. Pegasos
Zuletzt geändert von Kerstin am Sa 15. Mär 2008, 17:09, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon lorenz am Sa 1. Mär 2008, 19:15

Wo steht denn das?
Dass er am Buch schreiben will, finde ich gut. Vielleicht wird es ja doch noch fertig!
Dass er das Gemache mit den mykath-Leuten dick hat, kann man verstehen. Das Spiel ist doch immer dasselbe: Für jedes gute Argument gibt es genügend Kasper, die einem fürs Gegenteil Zeit stehlen.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon MatzDan am Sa 1. Mär 2008, 19:30

Liest du auch oder (Über) fliegst du nur noch?

mykath ist das einzige Forum, wo Volker noch schreibt (soweit ich das übersehe, ich lese auch keine Zauberkünstler-Foren).

mfg
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon lorenz am So 2. Mär 2008, 10:36

Auf "Volkers Seite", also hier: http://www.atheismus-online.de/ habe ich nix gesehen.
In mykath schaue ich nur ganz selten mal rein. Dort sind mir zu viele Katholiken, da herrscht so ein unfrischer Mief aus Weihrauch und Käsesocken... :lol:
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon Anti am So 2. Mär 2008, 10:53

lorenz hat geschrieben:ein unfrischer Mief aus Weihrauch

Ach, jetzt auf einmal! Und nebenan hast du dich noch als Weihrauch-Junkie geoutet, der von dem Zeug nicht mehr loskommt...! :lol:
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon lorenz am So 2. Mär 2008, 13:06

Ich sagte:
ein unfrischer Mief aus Weihrauch und Käsesocken... :lol:


Aber es stimmt: Weihrauch ist nicht Weihrauch. In der Privatbude zur Entspannung abgebrannt ist was anderes als wenn da so ein verlogener Zinnober im Kontext stattfindet.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon manniro am Mo 3. Mär 2008, 12:04

lorenz hat geschrieben:Auf "Volkers Seite", also hier: http://www.atheismus-online.de/ habe ich nix gesehen.
In mykath schaue ich nur ganz selten mal rein. Dort sind mir zu viele Katholiken, da herrscht so ein unfrischer Mief aus Weihrauch und Käsesocken... :lol:


Da riecht es noch nach was ganz anderem! Da zeigen üble Demagogen und Hetzer, daß sie in den letzten 500 Jahren absolut nichts gelernt haben, wenn sie sich in einem Schutzraum wähnen. Wenn sie könnten, würden noch am heutigen Tag die Feuer lodern...

MfG

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Re: Volkers Abschied

Beitragvon Woody am Do 13. Mär 2008, 11:55

Oh Gott, der Säulenheilige der Atheisten schreibt hier nicht mehr?

Dann müssen ja einige Atheisten wohl endlich einmal selbst Denken, selbst Formulieren, sich selbst Artikulieren?
Es gibt ja noch Wiki und Google!

Volker als Chefatheist, der seit Jahren immer nur dasselbe Gejammer und Geheule von sich gibt, eine Theorie nach anderen unter die Menschen wirft, sich immer mehr und mehr in die Esoterik flüchtet, dieses Männeken ist dann auch noch die heilige Figur, die von den Nichtdenkern angebetet wird.
Wie traurig muss das Atheistenleben sein, wie endlos traurig und trübe.

Der Atheismus ist und bleibt eben eine verhinderte Ersatzreligion.
(In der ewigen Agonie liegend)!!!
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon Dissonanz am Do 13. Mär 2008, 12:35

Der Atheismus ist und bleibt eben eine verhinderte Ersatzreligion.

¬(¬P(Q(x)) <―> P(¬Q(x))).
Minimalismus.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon manniro am Do 13. Mär 2008, 12:37

Statt einer erneuten Antwort guckst Du hier: viewtopic.php?p=61447#p61447, ich will nicht ständig Mist für Trolls heranschaffen müssen. Diese Nummer mit den Augiasställen hat mich schon als Kind genervt...

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Re: Volkers Abschied

Beitragvon Kerstin am Sa 15. Mär 2008, 17:16

Doch - Volkers Abschiedsbrief steht ganz vorne auf seiner Seite. Ich habe ihn trotzdem noch einmal in meinen ersten Post hineinkopiert.

Schade, ich fand die Texte auf Volkers Seite lehrreich. Sie haben mir geholfen, meinen eigenen Standpunkt besser zu bestimmen. Ohne sie wäre ich schlechter gegen theologische Argumentationstricks gerüstet.
Dabei habe ich Volker nicht als "Säulenheiligen" angebetet. Ich bin keineswegs mit allem einverstanden, was er schreibt. Aber als Denkanstoß sind seine Texte super.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon lorenz am Sa 15. Mär 2008, 18:42

Kerstin hat geschrieben:Doch - Volkers Abschiedsbrief steht ganz vorne auf seiner Seite.

Aha, ich bin immer hier eingestiegen:
==> http://www.atheismus-online.de/ Da steht nix dergleichen.
Es gibt aber auch diesen Einstieg:
==> http://www.dittmar-online.net/ Und da steht das!
Dann gibt es noch diesen:
==> http://www.atheismus-info.de/ Da steht auch nix.

Bisschen unübersichtlich, ich habe immer nur den 1. Einstieg benützt...

Tja, schade, dass Volker sich so hat verschleißen lassen. Seine Auslassungen waren IMMER wertvoll. Aber es ist ja noch nicht aller Tage Abend.
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon magog am Di 18. Mär 2008, 10:35

Kerstin hat geschrieben:Schade, ich fand die Texte auf Volkers Seite lehrreich.

die bleiben ja für die nachwelt erhalten. diese texte haben mich auch unterstützt, vom glauben loszukommen.

aber ich versteh das gut, nach jahrelangem diskutieren der ewig gleichen themen kriegt man mal genug und wendet sich entspannenderen dingen zu.

leute kommen und gehen. und da volker in diesem forum sowieso seit langem nicht mehr aktiv ist, wird sich hier nicht viel ändern.
"... und es soll geschehen, wenn du draußen niederkauerst, daß du dann damit ein Loch graben und dich umwenden und deine Exkremente bedecken sollst. Denn Jehova, dein Gott, schreitet inmitten deines Lagers ..." (Deuteronomium 23:13,14)
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Re: Volkers Abschied

Beitragvon rappy am Mi 2. Apr 2008, 22:41

Ich denke, dass viele Menschen die oft als traurig empfundene Wahrheit nicht wissen wollen und lieber ihre eigenen Vorstellungen als "Wahrheit" ausgeben möchten. Und wenn die Wahrheit an ihre Tür klopft, verriegeln sie die Tür lieber, als sie auch nur einen Spalt breit zu öffnen. Viele von denen, die mehr "Offenheit" vom Skeptiker verlangen, verlangen in Wirklichkeit vom Skeptiker, ihre geschlossenen Denkgebäude auch ohne Gründe, Argumente und Beweise zu akzeptieren, eine Offenheit, die sie für sich selbst weder als wünschens - noch anstrebenswert betrachten.


Sehr schön gesagt, finde ich.
Und in der Tat kann man dagegen nichts tun, außer heimlich darauf stolz zu sein, dass man die Welt zwar nicht versteht, aber immerhin einen großen Schritt weiter ist als die meisten Mitmenschen.
Man sollte die Bibel nicht herabwürdigen, eigentlich ist sie sogar genial. Nie wieder hat es jemand geschafft, ein Märchen zu schreiben, an das so viele Menschen geglaubt haben.
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