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Der häufigste Einwand gegen meine Religionskritik

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Moderatoren: Volker, Admins, Super-Moderator

Beitragvon Linda am Fr 17. Aug 2007, 20:11

Pegasos hat geschrieben:OMG

Wie gut, dass ich mir über sowas noch keine Gedanken mache...



J4F

Ich auch … noch nicht;)
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Beitragvon Euripides am Fr 17. Aug 2007, 23:18

MatzDan hat geschrieben:Atheisten müssen per se nicht logisch und rational handeln; Christen müssten allerdings fast ausschließlich nach ihren Glaubensdogmen handeln, eigentlich, denn daraus erwächst ja der Ansspruch der rkK, moralischere Wesen hervorzubringen als ohne Gottglauben.


Also mir passiert das dauernd, daß ich mit Katholiken diskutiere und feststelle, daß sie keine Ahnung von ihren Glaubensdogmen haben - denen muß ich dann zuerst mal erklären, was sie glauben, bevor ich es widerlegen kann.

Das mit dem Glauben scheint irgendwie so zu funktionieren, daß man ungefähr in die richtige Richtung glaubt, und wenn man einen Fehler macht, wird man von den zuständigen Autoritäten schon darauf hingewiesen - notfalls mit entsprechendem Nachdruck.
Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
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Beitragvon Martin am Fr 17. Aug 2007, 23:21

Euripides hat geschrieben:Das mit dem Glauben scheint irgendwie so zu funktionieren, daß man ungefähr in die richtige Richtung glaubt, und wenn man einen Fehler macht, wird man von den zuständigen Autoritäten schon darauf hingewiesen - notfalls mit entsprechendem Nachdruck.

Noch besser.
Du kannst machen was Du willst, solange Du nur ab und an mal bereust. Dadurch ist die kath. Kirche extrem flexibel und kann ihre Mitgliederzahlen halten.

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Beitragvon Ahriman am Sa 18. Aug 2007, 13:25

Der dicke Haken an der ganzen Sache ist der, daß viele Menschen meinen, man müsse einen religiösen Glauben haben (hier bei uns heißt das, man müsse ein Christ sein)um moralisch einwandfrei zu handeln und zu leben. Die Denkungsweise Atheist=unmoralisch, nihilistisch, verbrecherisch usw. wird bekanntlich von den Kirchen gefördert. Das ist so ein herrlich einfaches Klischee, und da jeder Mensch sich gern für etwas besseres als die anderen halten möchte, fressen es die Gläubigen nur zu gern, wenn ein Bischof die Atheisten für das Unglück in dieser Welt verantwortlich macht.
Viele große Verbrecher oder skrupellose Wirtschaftsbosse waren und sind Atheisten, unbestritten. Aber kürzlich las ich, daß die Zahl der Katholiken bei den Insassen in unseren Gefängnissen überwiegt. Ich bin geneigt das zu glauben, weil kaum etwas besser geeignet ist, Neurosen zu erzeugen als gerade der Katholizismus. Da sind die Evangelen etwas besser dran.
Nachtrag: Gerade erinnere ich mich daran, daß man in einschlägigen Filmen die Mafia-Bosse oft als sehr gläubige Katholiken erleben kann.
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Beitragvon Euripides am Sa 18. Aug 2007, 15:17

Ahriman hat geschrieben:Aber kürzlich las ich, daß die Zahl der Katholiken bei den Insassen in unseren Gefängnissen überwiegt.


Das ist irgendwie kein Wunder, weil es bei uns weit mehr Katholiken als Atheisten gibt.

Interessant wäre das Verhältnis von Katholiken zu Atheisten im Gefängnis im Vergleich zur Gesamtbevölkerung.
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Beitragvon Kival am Sa 18. Aug 2007, 22:32

Euripides hat geschrieben:
Ahriman hat geschrieben:Aber kürzlich las ich, daß die Zahl der Katholiken bei den Insassen in unseren Gefängnissen überwiegt.


Das ist irgendwie kein Wunder, weil es bei uns weit mehr Katholiken als Atheisten gibt.


Öhm. Woher weißt Du das?
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Beitragvon Euripides am Sa 18. Aug 2007, 22:57

Kival hat geschrieben:
Euripides hat geschrieben:Das ist irgendwie kein Wunder, weil es bei uns weit mehr Katholiken als Atheisten gibt.


Öhm. Woher weißt Du das?


Naja, laut Statistik Austria stehen knapp 6 Mio. Katholiken ca. 1 Mio. Konfessionslosen gegenüber.
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Beitragvon Kival am Sa 18. Aug 2007, 23:05

Euripides hat geschrieben:
Kival hat geschrieben:
Euripides hat geschrieben:Das ist irgendwie kein Wunder, weil es bei uns weit mehr Katholiken als Atheisten gibt.


Öhm. Woher weißt Du das?


Naja, laut Statistik Austria stehen knapp 6 Mio. Katholiken ca. 1 Mio. Konfessionslosen gegenüber.


Oh, Österreich. Ok. (Offizielle Religionszugehörigkeit sagt zwar auch nicht so viel aus, aber ich dachte nicht an Austria):
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Beitragvon Euripides am So 19. Aug 2007, 06:49

Also für Deutschland gibt das CIA World Factbook folgende Verteilung an:

Protestant 34%, Roman Catholic 34%, Muslim 3.7%, unaffiliated or other 28.3%
Wenn ich nicht die Male der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht in seine Seite lege, glaube ich nicht.
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Beitragvon Ahriman am So 19. Aug 2007, 10:08

Ja, was ich da erwähnte bezog sich auf deutsche Verhältnisse. Allerdings, so überlege ich mir, könnten die bayerischen Gefängnisse dann die Statistik zugunsten der Katholiken verschieben.
Andererseits: Wenn der Papst und unsere Bischöfe recht hätten, müßten in den Gefängnissen fast nur Atheisten sitzen. Weil die ja keinen moralischen Halt in der (natürlich katholischen) Religion finden und darum Gesetzesbrecher werden.
:lol:
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Beitragvon Kival am So 19. Aug 2007, 14:13

Euripides hat geschrieben:Also für Deutschland gibt das CIA World Factbook folgende Verteilung an:

Protestant 34%, Roman Catholic 34%, Muslim 3.7%, unaffiliated or other 28.3%


Ist aber Unfug. Die Anzahl der Muslime ist unbekannt. Bei fowid sind die Daten von 2005, von wann sind die beim Factbook angeblich? 2005 gab es 32 % Konfessionslose und je etwas weniger evangelisch und katholisch, wobei hier eine Anzahl von 3,9 % Muslime angenommen wurde.(http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/R ... 0-2005.pdf)

Konfessionslose sind aber natürlich nicht zwangsläufig Atheisten, zur Atheistenquote gibt es bei fowid aber auch etwas:

http://fowid.de/fileadmin/datenarchiv/A ... __2002.pdf
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Re: Der häufigste Einwand gegen meine Religionskritik

Beitragvon Silbenfuchs am Mo 22. Okt 2007, 12:13

Volker hat geschrieben:Der häufigste (ernsthafte [1]) Einwand gegen meine Art der Religionskritik ist Folgender:

-------------------------------------
(1) Du nimmst die Rationalität zu wichtig. (2) Rationalität ist nicht alles im Leben. (3) Gott kann man weder beweisen noch widerlegen. Es ist also müßig, nach Argumenten zu suchen, es ist müßig, die Gottesbeweise zu widerlegen, wir wissen sehr wohl, dass die falsch sind. Gott ist der Logik eben nicht zugänglich. (4) Aber wir glauben auch nicht wegen irgendwelcher rationalistischer Hirngespinste. (5) Außerdem hat die Rationalität ihre Grenzen, dies sollte man wissen, wenn man den Versuch unternimmt, Gott rational zu widerlegen.
-------------------------------------

Auf diesen Einwand antworte ich immer individuell. Ich erkenne an, dass dies ein gewichtiger Einwand ist, und dass er einer sorgfältigen Antwort bedarf.

Aber bevor ich sage, wie ich darauf reagiere, würde es mich interessieren, was Ihr darauf antworten würdet.




[1] Im Kontrast dazu: Du hast da irgendwo irgendwie irgendwelche (unspezifizierten) Logikfehler ... ich werde Dir aber nicht erzählen, wo die sind.

Diese 5 Sätze keine Einwände! Auch Einwände müssen belegt sein, um gelten zu können. Das übliche Gerede/Geschreibsel eines/einer Gottgläubigen ist das. Mehr nicht!
Bleib standhaft!
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Beitragvon Ahriman am Mo 22. Okt 2007, 18:32

Volker hat geschrieben:Rationalität ist nicht alles im Leben.

Rationalität = deutsch: Vernunft.
Das Gegenteil? Na, Dummheit.
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Beitragvon jimmyz am So 28. Okt 2007, 22:38

Volker hat geschrieben:Die "atheistische Mission" - wenn es eine solche überhaupt gibt, besteht aus zwei Punkten, die wir versuchen, den Theisten klar zu machen:

  • Erstens, es ist unvernünftig an Gott zu glauben.
  • Zweitens, bedenke, was Du von Leuten hältst, die unvernünftig denken, reden und handeln.
Dem ersten Punkt hast Du schon zugestimmt - es ist unvernünftig, an Gott zu glauben, weil Gott keinen erkennbaren Regeln, keiner Logik unterliegt. Und nun bedenke den zweiten Punkt, durchdenke ihn nochmal, und nochmal, und nochmal ...


Sehr treffend formuliert :!:
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