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Volker & mykath

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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Di 13. Mai 2008, 11:36

zero hat geschrieben:
Schreiber hat geschrieben:Warum und zu welchem Zweck aber wollen sie Gott eigentlich "entlarven"?


Das war etwas unpräzise ausgedrückt. Es geht mir um das Entlarven des Glaubens, das schliesst "Gott" ein.


Aber auch "Entlarvung des Glaubens" bleibt mir unklar. Was soll das sein?
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Re: Volker & mykath

Beitragvon zero am Di 13. Mai 2008, 17:04

Damit meine ich, den Glauben als das darzustellen (meinetwegen auch bloßzustellen), was er offensichtlich ist: eine Art kollektiver Hirngespinst.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Mi 14. Mai 2008, 16:48

zero hat geschrieben:Damit meine ich, den Glauben als das darzustellen (meinetwegen auch bloßzustellen), was er offensichtlich ist: eine Art kollektiver Hirngespinst.


Das mag ja sein, dass für Sie Glauben ein Hirngespinst darstellt. Für sehr viele Menschen jedoch ist ihr Glaube eine äußerst erfolgreiche Strategie, das Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten.

An der Metaphysik kommt eh keiner vorbei, auch der Atheist nicht.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon zero am Mi 14. Mai 2008, 18:58

"Hirngespinst" und "erfolgreiche Strategie" widersprechen einander nicht. Wer auf so etwas angewiesen ist, um sein Leben in den Griff zu bekommen, meinetwegen. Früher hielt ich den Glauben immer für eine Krücke der Schwachen. Diese Einstellung hat sich dann ein wenig gewandelt. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher.

Und doch, ein Ahteist kommt an der Metaphysik vorbei. Es ist ganz einfach: man muß sich nur der Grenzen der (nicht unverrückbaren) menschlichen Erkenntnis bewußt werden und diese akzeptieren, statt nach Scheinantworten zu suchen und Fabelwesen zu erfinden. Dann sollte man diesen religiös motivierten Anthropozentrismus aufgeben. Der Mensch ist nicht von "Gott" geschaffen, er ist lediglich das Produkt einer langen Kette evolutionärer Entwicklungen, es existiert keine, nur dem Menschen eigene, unsterbliche "Seele" usw. usf.

Man werfe also diesen ganzen Balast von Krücken über Bord. Der nächste Punkt ist, die sich in letzter Konsequenz daraus ergebende Sinnlosigkeit des Lebens selbst mit Sinn zu füllen.

Erst wer dazu nicht in der Lage ist, der bediene sich der Religion.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Mi 14. Mai 2008, 21:44

zero hat geschrieben:"Hirngespinst" und "erfolgreiche Strategie" widersprechen einander nicht. Wer auf so etwas angewiesen ist, um sein Leben in den Griff zu bekommen, meinetwegen. Früher hielt ich den Glauben immer für eine Krücke der Schwachen. Diese Einstellung hat sich dann ein wenig gewandelt. Inzwischen bin ich mir nicht mehr so sicher.


Und so kann auch der Atheismus ein Hirngespinst, eine Krücke der Schwachen sein, weil er nicht stark genug ist, einem Glauben mit seinen Implikationen standzuhalten.

Und doch, ein Ahteist kommt an der Metaphysik vorbei.


Der Atheist ist schon mitten in der Metaphysik drin, wenn er sagt, es gibt keinen Gott.

Dann sollte man diesen religiös motivierten Anthropozentrismus aufgeben. Der Mensch ist nicht von "Gott" geschaffen, er ist lediglich das Produkt einer langen Kette evolutionärer Entwicklungen, es existiert keine, nur dem Menschen eigene, unsterbliche "Seele" usw. usf.


Gott bewahre Ihnen dieses Hirngespinst als reinen Glauben. :wink:
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Re: Volker & mykath

Beitragvon jimmyz am Sa 17. Mai 2008, 16:08

Schreiber hat geschrieben:
Der Atheist ist schon mitten in der Metaphysik drin, wenn er sagt, es gibt keinen Gott.


Es gibt keinen Gott :shock:
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Re: Volker & mykath

Beitragvon oRigin am Sa 17. Mai 2008, 17:04

jimmyz hat geschrieben:Es gibt keinen Gott :shock:

Tut mir leid ja.. schaut danach aus :D .
Die kleine Wahrscheinlichkeit ist halt nun mal in jeder Spekulation immanent.
Von den kleinen Heinzelmännchen, über die rosaroten ping-pling-Bällen bis hin zu omni-blabla Babaren, genannt Götter ^^
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Re: Volker & mykath

Beitragvon lorenz am Mo 19. Mai 2008, 15:18

Für sehr viele Menschen jedoch ist ihr Glaube eine äußerst erfolgreiche Strategie, das Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten.

Das besagt rein garnix, ist ein jämmerliches "Argument". Der Glaube an den Führer war für viele auch "eine äußerst erfolgreiche Strategie, das Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten". Auch der Glaube an Rübezahl wäre dafür geeignet, jedenfalls für Förster und das holzverarbeitende Gewerbe.
Religion minus Hokuspokus gleich Nichts_Nennenswertes.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon zero am Mo 19. Mai 2008, 18:08

jimmyz hat geschrieben:
Schreiber hat geschrieben:
Der Atheist ist schon mitten in der Metaphysik drin, wenn er sagt, es gibt keinen Gott.


Es gibt keinen Gott :shock:


Zack - und schon steckst Du drin, bis zum Hals. In der Metaphysik.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon jimmyz am Mo 19. Mai 2008, 18:46

Hui Hui Hui - gefährliches Terrain :)
"Metaphysik", ja nicht anfassen, heiß und fettig. Doch zum Glück haben Theisten Handschuhe an.

"Für sehr viele Menschen jedoch ist ihr Glaube eine äußerst erfolgreiche Strategie, das Leben sinnvoll und erfolgreich zu gestalten."

Voraussetzung für den (evolutionären) Humanismus ist es, zu erkennen, dass der Mensch ein zufälliges (d.h. nicht zielgerichtetes) Produkt der Evolution ist. Erkennt man dies an, kann man seinem Leben - da es keinen übersinnlichen Sinn gibt - einen Sinn geben, ja erst definieren.
Wer den Sinn im Glauben sucht, wird - wenn er ehrlich ist - einfach enttäuscht.

Religiöse behaupten ja oft, den Sinn gefunden zu haben. Doch welchen "Sinn" meinen sie damit?
- Gott hat einen Plan für mich
- mich auf mein ewiges Leben vorbereiten
- ...

Entweder Gott ist in der Antwort überflüssig, störend oder vernebelt die Sicht auf das Diesseits.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Mo 19. Mai 2008, 23:55

@jimmyz

Wenn Sie Ihren Weg im Atheismus gefunden haben, ist das doch gut für Sie, denn Sie haben Ihre Antwort - richtig?

Was kümmert Sie dann eigentlich noch die Frage nach Gott und Ihrem ewigen Leben?
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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Mo 19. Mai 2008, 23:57

zero hat geschrieben:
jimmyz hat geschrieben:
Schreiber hat geschrieben:
Der Atheist ist schon mitten in der Metaphysik drin, wenn er sagt, es gibt keinen Gott.


Es gibt keinen Gott :shock:


Zack - und schon steckst Du drin, bis zum Hals. In der Metaphysik.


Und dabei gehen ihm glatt die Augen über. :lol:
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Re: Volker & mykath

Beitragvon jimmyz am Di 20. Mai 2008, 00:34

Mich - so wie ziemlich alle Atheisten - interessiert die Frage nach ewigem Leben kein Stück.
Was interessiert sind die Gläubigen, die u.a. auch meine Familie infiltrieren und allerei Übel anrichten aufgrund ihres Glaubens, und die Auswirkungen von Religion in der Welt.
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Re: Volker & mykath

Beitragvon shaoiken am Do 22. Mai 2008, 20:59

Wikipedia hat geschrieben:Die Metaphysik (lat. metaphysica, von gr. metá „nach, über“ und phýsis „Natur, natürliche Beschaffenheit“, d.h. „was nach der Natur kommt“) ist die Grunddisziplin der Philosophie. Sie behandelt die zentralen Probleme der theoretischen Philosophie in universal angelegten Systementwürfen: die Fundamente (Voraussetzungen, Ursachen oder „ersten Gründe“) und allgemeinsten Strukturen (Gesetzlichkeiten, Prinzipien) sowie den Sinn und Zweck der gesamten Wirklichkeit bzw. allen Seins.

Da es, wie jimmyz bereits schrieb, keinen Sinn hinter den Dingen gibt, fällt diese "Disziplin" einfach weg, sie ist quasi gleich 0 und kann damit "rausgekürzt" werden. Also was soll dieser Quatsch von wegen ein Atheist kann sich nicht der Metaphysik entziehen, sie existiert bei einem Atheisten einfach nicht. Und jetzt bitte keine klugen Sprüche ala "Keine Existenz ist auch eine Existenz". "Keine Existenz"ist gleich Null und Null ist nichts, nada, nothing. Und da man nicht in etwas drin stecken kann, was nicht existiert, ist die Aussage hinfällig!
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Re: Volker & mykath

Beitragvon Schreiber am Do 22. Mai 2008, 23:27

shaoiken hat geschrieben: Also was soll dieser Quatsch von wegen ein Atheist kann sich nicht der Metaphysik entziehen, sie existiert bei einem Atheisten einfach nicht.


Dann erklären Sie mir, warum einer überhaupt Atheist sein kann, da er doch die alte metaphysische Frage nach Gott negativ beantwortet.

Nicht wahr, was man nicht sieht, das gibt es nicht, richtig? Der Klotz-Materialismus des 19. Jahrhunderts gab sich damit zufrieden. Sie auch?
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