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Atheistenpartei ist gegründet

Was beschäftigt euch? Was haltet ihr von der aktuellen politischen Situation?

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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon omg am Mo 10. Jul 2017, 15:12

Danke :D
Wir brauchen Unterstützerunterschriften für die Bundestagswahl 2017!
Die Partei der Humanisten ist gegen die Subventionierung der Kirchen aus Steuergeldern!
Hilf uns mit deiner Unterschrift an der Bundestagswahl 2017 teilzunehmen.
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon humanistisch1 am Fr 11. Aug 2017, 17:17

Gibt es so eine Partei auch in Österreich?
Lg humanistisch1

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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon idefix2 am Fr 11. Aug 2017, 20:07

Leider nein.
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Atheos2011 am Fr 11. Aug 2017, 22:51

omg hat geschrieben:Der erste Schritt ist geschafft. Die Partei der Humanisten wurde zur Bundestagswahl zugelassen.


@omg

Wie steht du als atheistischer Humanist zum Thema Beschneidung?
Im Forum der Partei der Humanisten schreiben Parteimitglieder:
Die andere Gruppe besteht aus den sog. Intersexuellen. Kinder zeugen/gebären und sexuell aktiv sein zu können, sind grundlegende Dinge, welche bei "fehlender Funktionalität" ab einem gewissen Alter starke Einschränkungen und damit vermutlich fast immer enorme Belastungen nach sich ziehen.
Sollte ein möglichst frühes Eingreifen notwendig sein um diese Fuktionen herstellen zu können, rechtfertigt dies in meinen Augen einen Eingriff. Ein operatives Eingreifen sollte jedoch unterlassen werden, solange nicht mit sehr kleinen Mitteln sehr positive Wirkung erreicht werden kann. Statdessen sollten dann regelmäßige Untersuchungen, und ab einem entsprechenden Alter: Aufklärungen, Beratungen und, je nach Wunsch der Person, Behandlungen durchgeführt werden. Meinen Recherchen nach zu urteilen, gibt es da immernoch viele unnötige Eingriffe und/oder später mangelhafte Aufklärung.


Insgesamt scheinen Humanisten die Meinung zu haben, dass Fortpflanzungfähigkeit einen Menschen zu einem Menschen macht. Ein Parteimitglied dazu:
Dass es biologisch zwei Hauptgeschlechter gibt, ist nicht ganz unwichtig und hat zwangsläufig Auswirkungen auf das Verhalten, denn auch das ist zu einem großen Teil biologisch geprägt. Immerhin geht es hier um den Kern des Lebens, die Arterhaltung. Diese Gegebenheiten muss man berücksichtigen, wenn man die gesellschaftlichen Verhaltenszuschreibungen ändern will.
Nach meiner Erfahrung orientieren sich gerade Menschen, die sich nicht zu den Hauptgeschlechtern zählen, an eben deren Rollenstereotypen.
Im Übrigen ist sexuell und geschlechtlich das Gleiche.
Wenn Frau nicht belästigt werden will geht sie nicht zum Karneval. Man muß schon unterscheiden ob es [...] sogar erwünscht ist sexuell belästigt zu werden oder eben nicht. - "Besorgter Bürger" über den "Sex-Mob"
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Atheos2011 am Fr 11. Aug 2017, 22:54

Kernthema: SÄKULARISIERUNG

Jan M. Kurz, Vorstand hat geschrieben:
Oder habe ich das falsch verstanden, dass Religionskritik nicht Sache der PdH is


In dem destruktiven Diskurs über "Religion als Sündenbock" wurde bereits darauf aufmerksam gemacht. Als Gründungsmitglied will ich an der Stelle jedoch auch noch einmal deutlich darauf hinweisen, dass philosophisch-wissenschaftliche Religionskritik abseits der Kritik an den Institutionen und deren Einfluss nicht die Angelegenheit einer Partei sein kann und und nicht die Angelegenheit der PdH ist. Dafür gibt es andere Organisationen wie die GBS oder den IBKA.

Religionskritik wird inahltlich von der Partei ausschließlich als Institutionskritik betrieben, sonst nicht. Nirgendwo auf der Website verlautet es anders. Lediglich aus Marketinggründen und im Sinne von Polemik werden allgemeine weltanschauliche Aspekte angegriffen, wenn es gewinnbringend erscheint, z.B. auf FB und Twitter.

https://disk.diehumanisten.de/t/kernthema-saekularisierung/196/17

Philosophisch-wissenschaftliche Religionskritik? Wen sollen denn dann nun unsere Foren-Islamkritiker wählen?
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon omg am Sa 12. Aug 2017, 12:05

Hallo Atheos,

freut mich mal wieder was von dir zu hören und schön das du dich zumindest soweit für unsere Partei interessierst, dass du unser Forum liest.

Hast du mal einen Link zu dem Thread aus dem du zitiert hast? Würde gern mal sehen wer da was in welchem Zusammenhang geschrieben hat.

Wie die du dir vorstellen kannst, sind in einer Partei nicht direkt alle, auf allen Gebieten, einer Meinung. Im Grunde verbindet alle erst mal nur die Trennung von Kirche und Staat. Der Rest wird quasi demokratisch beschlossen. Die Partei vertritt das was im Grundsatzprogramm steht. Wie in allen Parteien gibt es auch mal abweichende Meinung von Einzelpersonen. Wäre ja schlimm wenn alle gleich wären.

Atheos2011 hat geschrieben:Wie steht du als atheistischer Humanist zum Thema Beschneidung?

Bei dem Thema bin ich klar dagegen. Sofern kein medizinischer Grund vorliegt, ist die körperliche Unversehrtheit eines Menschen zu gewährleisten. Unser Grundsatzprogramm dazu:
Grundsatzprogramm: Partei der Humanisten hat geschrieben:Besondere Privilegien, die die Gleichbehandlung vor dem Gesetz tangieren, wie der dritte Weg im Arbeitsrecht in kirchlich geführten Betrieben und das Beschneidungsgesetz, sind nicht zulässig.


Den zweiten Punkt habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden. Da fehlt mir ein bisschen Kontext. Aber grundsätzlich ist natürlich jeder ein Mensch. Unser Programm dazu:
Grundsatzprogramm: Partei der Humanisten hat geschrieben:Der Staat muss die Rechte jedes Menschen innerhalb seines Staatsgebietes schützen. Das Geschlecht, die Weltanschauung, die politische Einstellung, biologische Merkmale, die ethnische Zugehörigkeit oder die Kultur eines Menschen dürfen vor dem Gesetz und im Gesetzestext selbst keinen Unterschied machen.

______________________________________________________________________________________

Atheos2011 hat geschrieben:Philosophisch-wissenschaftliche Religionskritik? Wen sollen denn dann nun unsere Foren-Islamkritiker wählen?

Wir haben in Deutschland Religionsfreiheit. Auch wenn man die Rituale und die persönlichen Einschränkungen, die die Kirchen verordnen, noch so bescheuert findet, als Partei wäre das ein Unding, pauschal die Gläubigen, die ja auch in der Regel nichts dafür können, zu diffamieren, indem man sich über die Praktiken ihre Religion lustig macht oder diese kritisiert. Ziel unserer Partei ist nun mal, die Auflösung der zahlreichen Privilegien der Kirchen, dazu ist es nicht notwendig die Bräuche der Gläubigen zu kritisieren. In sofern kann ich Jan zustimmen, den letzten Satz von Jan, würde ich in dem Zusammenhang nicht vertreten. Wenn ich für mich privat spreche, übe ich natürlich trotzdem Kritik an Religionen, aber eben nicht im Namen der Partei.
Wer es nur auf den Islam abgesehen hat und wem die Privilegien der christlichen Kirchen egal sind, der wäre sehr gut bei der AfD aufgehoben. Die haben sehr viel islamkritisches im Programm. Allerdings hat man dann nicht mehr viel davon, wenn die Erde in 50-100 Jahren unbewohnbar wird, weil die AfD-ler ein paar Euro an der Stromrechnung sparen wollen und deshalb den menschgemachten Klimawandel leugnen und keinen Versuch unternehmen wollen, diesen abzufedern.

mfg omg
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Leila am Sa 12. Aug 2017, 13:57

Die Strangüberschrift lautet: „Atheistenpartei ist gegründet.“

Im ersten Beitrag wird auf die Partei der Humanisten verwiesen.

Nun meine Frage: Sind Humanisten Atheisten oder sind Atheisten Humanisten?
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon ruebennase am Sa 12. Aug 2017, 14:11

Sind das alles Unterarten der Spezies Mensch? :shock:
Warum ist es so verpönt, einfach nur Mensch zu sein? :?
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Atheos2011 am Sa 12. Aug 2017, 14:58

omg hat geschrieben:Wie die du dir vorstellen kannst, sind in einer Partei nicht direkt alle, auf allen Gebieten, einer Meinung. Im Grunde verbindet alle erst mal nur die Trennung von Kirche und Staat. Der Rest wird quasi demokratisch beschlossen. Die Partei vertritt das was im Grundsatzprogramm steht. Wie in allen Parteien gibt es auch mal abweichende Meinung von Einzelpersonen. Wäre ja schlimm wenn alle gleich wären.


Hallo omg,

ich glaube ja eher, dass das verbindende Element die humanistische Ideologie ist und nicht die Trennung von Kirche und Staat. Sonst müsste sie ja Partei der Säkularisten heißen.
Selbstverständlich gibt es in Parteien "mal abweichende Meinung von Einzelpersonen" und das ist ja auch so mit dem Parteiengesetz vorgesehen, aber die PdH unterscheidet sich von den meisten anderen Parteien ja dadurch, dass das verbindende Element ein bestimmtes Menschenbild ist.
Durch dieses Menschenbild bzw. Menschenideal unterscheidet sie sich massiv von den meisten anderen Parteien, welche (wie das Wort Partei schon verrät) nur die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten.
Meinungen von Einzelpersonen in dieser Partei transportieren also immer auch dieses Menschenbild.

omg hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Wie steht du als atheistischer Humanist zum Thema Beschneidung?


Bei dem Thema bin ich klar dagegen. Sofern kein medizinischer Grund vorliegt, ist die körperliche Unversehrtheit eines Menschen zu gewährleisten. Unser Grundsatzprogramm dazu:
Grundsatzprogramm: Partei der Humanisten hat geschrieben:Besondere Privilegien, die die Gleichbehandlung vor dem Gesetz tangieren, wie der dritte Weg im Arbeitsrecht in kirchlich geführten Betrieben und das Beschneidungsgesetz, sind nicht zulässig.


Den zweiten Punkt habe ich ehrlich gesagt nicht so richtig verstanden. Da fehlt mir ein bisschen Kontext.


Findest du es nicht etwas "dürftig", wenn da nur steht, dass etwas "nicht zulässig" ist?
Warum lehnt man das als Humanist bzw. humanistische Partei ab?

Warum wird das kirchliche Arbeitsrecht als "dritter Weg" bezeichnet? In öknomischer Sicht bezeichnet ein dritter Weg eine Alternative zu Sozialismus und Kapitalismus.
Stören sich da die Wirtschaftsliberalen (meist ja Ex-FDPler in der Partei) an der Ungleichbehandlung von kirchlichen Arbeitnehmern, weil sie Ungleichbehandlungen falsch finden oder stört sie nicht doch eher nur, dass mit der Duldung von solchen "Abweichungen" die freie Marktwirtschaft nicht radikal umgesetzt ist und zu befürchten ist, dass noch andere Alternativen zur freien Marktwirtschaft Verbreitung finden könnten?

omg hat geschrieben:Aber grundsätzlich ist natürlich jeder ein Mensch. Unser Programm dazu:
Grundsatzprogramm: Partei der Humanisten hat geschrieben:Der Staat muss die Rechte jedes Menschen innerhalb seines Staatsgebietes schützen. Das Geschlecht, die Weltanschauung, die politische Einstellung, biologische Merkmale, die ethnische Zugehörigkeit oder die Kultur eines Menschen dürfen vor dem Gesetz und im Gesetzestext selbst keinen Unterschied machen.



Gegen wen oder was muss der Staat diese Rechte schützen?
Warum nur auf dem eigenen Staatsgebiet?
Warum die Unterscheidung zwischen Weltanschauung und politischer Einstellung?
Warum die Unterscheidung zwischen Gesetz und Gesetzestext?

______________________________________________________________________________________

omg hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Philosophisch-wissenschaftliche Religionskritik? Wen sollen denn dann nun unsere Foren-Islamkritiker wählen?

Wir haben in Deutschland Religionsfreiheit..


Warum sollte das so bleiben? Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

omg hat geschrieben:Allerdings hat man dann nicht mehr viel davon, wenn die Erde in 50-100 Jahren unbewohnbar wird, weil die AfD-ler ein paar Euro an der Stromrechnung sparen wollen und deshalb den menschgemachten Klimawandel leugnen und keinen Versuch unternehmen wollen, diesen abzufedern.


Mir sind keine Parteien oder Umweltschutzorganisationen bekannt, welche die wirklich massgeblichen Ursachen für den menschgemachten Klimawandel auch nur ansprechen und der Grund ist da auch in der freien Marktwirtschaft zu suchen.
Selbst wenn jedes Auto auf diesem Planeten mit Strom oder Wasserstoff betrieben wird und alle Kohle- und Gaskraftwerke durch Alternativen ersetzt werden, wird der menschgemachte Klimawandel nicht gestoppt werden.
Bis dahin lässt man die Menschen aber in dem Glauben, dass diese Transformation die gewünschten Effekte erzielen wird. Aber was danach kommt, weil die gewünschten Effekte ausbleiben werden, das wird interessant und die Vertreter der freien Marktwirtschaft werden mit etwas Glück sich dann nicht mehr durchsetzen können.
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Godzilla am Sa 12. Aug 2017, 16:35

ruebennase hat geschrieben:Sind das alles Unterarten der Spezies Mensch? :shock:
Warum ist es so verpönt, einfach nur Mensch zu sein? :?

Ist aber zu unspezifisch. Wer wählt schon eine "Partei der Menschen"?
„Doch jene, meine Feinde, die nicht wollten, daß ich über sie herrschen sollte, bringet her und erwürget sie vor mir!“ [Lukas 19:27]
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon idefix2 am Sa 12. Aug 2017, 16:58

Atheos2011 hat geschrieben:Selbstverständlich gibt es in Parteien "mal abweichende Meinung von Einzelpersonen" und das ist ja auch so mit dem Parteiengesetz vorgesehen, aber die PdH unterscheidet sich von den meisten anderen Parteien ja dadurch, dass das verbindende Element ein bestimmtes Menschenbild ist.
Durch dieses Menschenbild bzw. Menschenideal unterscheidet sie sich massiv von den meisten anderen Parteien, welche (wie das Wort Partei schon verrät) nur die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten.
Meinungen von Einzelpersonen in dieser Partei transportieren also immer auch dieses Menschenbild.

Die Argumentation ist reiner Schwachsinn, weil sie könnte mit geringfügigen Änderungen auf jede Partei angewandt werden. Warum sollten ausgerechnet alle Menschen, die sich den Humanismus als Leitprinzip auf die Fahne geheftet haben, zu allen möglichen Fragen zwingend eine im Detail gleichgeschaltete Meinung vertreten müssen?

Atheos2011 hat geschrieben:Findest du es nicht etwas "dürftig", wenn da nur steht, dass etwas "nicht zulässig" ist?

Was wäre denn deiner Meinung nach nicht "dürftig"? Wenn dort stehen würde, dass jeder, der eine Beschneidung durchführt oder dazu beiträgt, sofort standrechtlich erschossen werden muss?

Atheos2011 hat geschrieben:Warum wird das kirchliche Arbeitsrecht als "dritter Weg" bezeichnet? In öknomischer Sicht bezeichnet ein dritter Weg eine Alternative zu Sozialismus und Kapitalismus.
Stören sich da ...

Was die Bezeichnung der Kirchenprivilegien als "dritter Weg" soll, erschließt sich mir auch nicht, die Formulierung ist schon recht unglücklich. Aber deshalb ist es noch lange nicht notwendig, schwachsinnige Verschwörungstheorien in den Raum zu stellen.

Atheos2011 hat geschrieben:Gegen wen oder was muss der Staat diese Rechte schützen?

Gegen jeden, der sie angreift.

Atheos2011 hat geschrieben:Warum nur auf dem eigenen Staatsgebiet?

Weil ein Staat nicht in die Souveränität anderer Staaten eingreifen darf. Ist dir der Begriff "Völkerrecht" bekannt?

Atheos2011 hat geschrieben:Warum die Unterscheidung zwischen Weltanschauung und politischer Einstellung?

Warum überhaupt unterscheiden? Werfen wir alles in einen Topf, rühren kräftig um und produzieren dann daraus Wortmeldungen à la Atheos.

Atheos2011 hat geschrieben:Warum sollte das so bleiben? Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

Jeder Humanist hatte ohne jeden Zweifel mit den kommunistischen Diktaturen ein ernstes Problem.

Atheos2011 hat geschrieben:Mir sind keine Parteien oder Umweltschutzorganisationen bekannt, welche die wirklich massgeblichen Ursachen für den menschgemachten Klimawandel auch nur ansprechen

Die wirklich maßgeblichen Ursachen... Lass mich raten. Chemtrails? Die Reptilien? Oder die Juden?

Leila hat geschrieben:Nun meine Frage: Sind Humanisten Atheisten oder sind Atheisten Humanisten?

Ein Humanist kann nicht an eine den Menschen übergeordnete Gottheit glauben, damit wird es für Theisten im Humanismus zumindest sehr eng. Aber bei all den wirren Gottesbildern, die so die Runde machen, könnte ich mir schon auch humanismus-kompatible vorstellen, vor allem im Bereich des Deismus.

Natürlich muss nicht jeder Atheist zwangsläufig ein Humanist sein. Atheismus bedeutet nur, an die Existenz von Göttern nicht zu glauben.

Der Thread-Titel ist da wohl etwas unglücklich gewählt.
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Atheos2011 am So 13. Aug 2017, 00:02

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Selbstverständlich gibt es in Parteien "mal abweichende Meinung von Einzelpersonen" und das ist ja auch so mit dem Parteiengesetz vorgesehen, aber die PdH unterscheidet sich von den meisten anderen Parteien ja dadurch, dass das verbindende Element ein bestimmtes Menschenbild ist.
Durch dieses Menschenbild bzw. Menschenideal unterscheidet sie sich massiv von den meisten anderen Parteien, welche (wie das Wort Partei schon verrät) nur die Interessen einer bestimmten Gruppe vertreten.
Meinungen von Einzelpersonen in dieser Partei transportieren also immer auch dieses Menschenbild.

Die Argumentation ist reiner Schwachsinn, weil sie könnte mit geringfügigen Änderungen auf jede Partei angewandt werden. Warum sollten ausgerechnet alle Menschen, die sich den Humanismus als Leitprinzip auf die Fahne geheftet haben, zu allen möglichen Fragen zwingend eine im Detail gleichgeschaltete Meinung vertreten müssen?


Humanisten in einer humanistischen Partei sollten aber zu politischen Themen ihrer Partei eine Meinung vertreten die dem humanistischen Weltbild entspricht. Selbstverständlich gibt es da dann auch unterschiedliche Meinungen aber wenn sie in einem krassen Gegensatz stehen, dann ist eine der beiden Meinungen nicht humanistisch oder aber die Ideale der Partei sind so schwammig, dass sie das Label "Humanismus" tragen sollten.

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Findest du es nicht etwas "dürftig", wenn da nur steht, dass etwas "nicht zulässig" ist?

Was wäre denn deiner Meinung nach nicht "dürftig"? Wenn dort stehen würde, dass jeder, der eine Beschneidung durchführt oder dazu beiträgt, sofort standrechtlich erschossen werden muss?


Wenn man selbsternannte Anhänger der Aufklärung nicht fragen darf warum sie etwas als "nicht zulässig" betrachten, dann läuft nicht beim Fragesteller etwas falsch, sondern bei den Verteidigern solcher Formulierungen.

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Gegen wen oder was muss der Staat diese Rechte schützen?

Gegen jeden, der sie angreift.


Und wie weit darf der Staat da gemäß humanistischer Ideologie gehen?
Ist z.B. Zensur von Hetze gegen Religionen "zulässig" (Facebook, Twitter, Bücher etc.), weil sonst die Religionsfreiheit nicht gewährleistet ist?

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Warum nur auf dem eigenen Staatsgebiet?

Weil ein Staat nicht in die Souveränität anderer Staaten eingreifen darf. Ist dir der Begriff "Völkerrecht" bekannt?


Menschenrechtsorganisationen greifen auch in die Souveränität von Staaten ein. Lehnen Humanisten dieses Handeln von Menschenrechtsorganisationen ab?
Treten deutsche Humanisten nur für die Rechte von Menschen ein, die sich momentan auf deutschen Boden befinden?

idefix2 hat geschrieben:Ist dir der Begriff "Völkerrecht" bekannt?


Klar. Ist dir der Begriff Menschenrechte bekannt?
Das Besondere daran ist, dass es nicht an Blut und Boden gekoppelt ist.

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:
Das Geschlecht, die Weltanschauung, die politische Einstellung, biologische Merkmale, die ethnische Zugehörigkeit oder die Kultur eines Menschen dürfen vor dem Gesetz und im Gesetzestext selbst keinen Unterschied machen.
Warum die Unterscheidung zwischen Weltanschauung und politischer Einstellung?

Warum überhaupt unterscheiden? Werfen wir alles in einen Topf, rühren kräftig um und produzieren dann daraus Wortmeldungen à la Atheos.


Das Problem an der Formulierung ist doch offensichtlich, dass das Wort Religion ersatzlos gestrichen wurde.
Damit verschwinden zwar viele Problem aber es tauchen auch neue Probleme auf.

idefix2 hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Warum sollte das so bleiben? Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

Jeder Humanist hatte ohne jeden Zweifel mit den kommunistischen Diktaturen ein ernstes Problem.


Da kannst du dann sicherlich mal einen bekannten Humanisten nennen, der den Ostblock abgelehnt hat, weil er ihm nicht humanistisch genug war.
Wenn Frau nicht belästigt werden will geht sie nicht zum Karneval. Man muß schon unterscheiden ob es [...] sogar erwünscht ist sexuell belästigt zu werden oder eben nicht. - "Besorgter Bürger" über den "Sex-Mob"
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon omg am So 13. Aug 2017, 11:09

Leila hat geschrieben:Nun meine Frage: Sind Humanisten Atheisten oder sind Atheisten Humanisten?

Hallo Leila,

der Threadtitel ist vom Prinzip her nicht ganz korrekt, aber er hat zumindest dazu geführt, dass ich zu der Partei gefunden habe. Unter "Humanismus" konnte ich mir damals noch nichts vorstellen, war aber stark daran interessiert, dass mal eine Partei versucht das "Machtmonopol" der Kirchenkonzerne zu brechen (ich weiß es ist noch ein seeeehr langer Weg).

idefix hat deine Frage ja schon beantwortet. Ein Atheist ist nicht zwangsläufig Humanist und ein religiöser Mensch kann durchaus humanistische Werte vertreten. Da gibt es ja auch einige Überschneidungen mit bestimmten Religionen.

Keine Angst wir wollen keinem seinen Glauben wegnehmen, wir wollen nur das die Menschen, die nichts damit anfangen können, nicht dafür bezahlen müssen, nicht in den Religionsunterricht "gezwungen" werden, ÖR Sender nicht gezwungen werden kirchliche Sendungen zu übertragen usw. Durch diese staatlich verordneten Maßnahmen wird die Religion ALLEN in Deutschland lebenden Menschen aufgezwungen. Das wollen wir ändern.

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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon omg am So 13. Aug 2017, 12:24

Hallo Atheos,

vieles hat idefix ja schon beantwortet.

Atheos2011 hat geschrieben:ich glaube ja eher, dass das verbindende Element die humanistische Ideologie ist und nicht die Trennung von Kirche und Staat. Sonst müsste sie ja Partei der Säkularisten heißen.

Ja da geb ich dir recht, da war bei mir der Wunsch Vater des Gedanken. Da das Thema für mich besonders wichtig ist. Sorry.

Atheos2011 hat geschrieben:Humanisten in einer humanistischen Partei sollten aber zu politischen Themen ihrer Partei eine Meinung vertreten die dem humanistischen Weltbild entspricht. Selbstverständlich gibt es da dann auch unterschiedliche Meinungen aber wenn sie in einem krassen Gegensatz stehen, dann ist eine der beiden Meinungen nicht humanistisch oder aber die Ideale der Partei sind so schwammig, dass sie das Label "Humanismus" tragen sollten.

Also erstens ist ein humanistischer Wert die Meinungsfreiheit. Jetzt einem ganz unhumanistisch die eigene Meinung zu verbieten, nur weil sie nicht Parteikonsens ist, schließt sich also aus. Zweitens ging es um Beschneidung, da ist die Lage ja nicht für jeden eindeutig. Parteikonsens ist eben, dass wir das ablehnen. In der Regel wird das in einem Alter durchgeführt, wo das Kind nicht in der Lage ist, eine freie Entscheidung zu treffen. Für mich ist die Sache ziemlich eindeutig. Andere finden es vielleicht unhumanistisch in die Religionsfreiheit einzugreifen usw.

Atheos2011 hat geschrieben:Findest du es nicht etwas "dürftig", wenn da nur steht, dass etwas "nicht zulässig" ist?

Das Gesetz ist aus unserer "nicht zulässig", ergo wir wollen es abschaffen.

Atheos2011 hat geschrieben:Warum wird das kirchliche Arbeitsrecht als "dritter Weg" bezeichnet?

Das ist offensichtlich die offizielle Bezeichnung des besonderen Arbeits(un)rechts der Kirchenkonzerne.
Hier ein Link: Arbeitsrecht der Kirchen dritter Weg

Atheos2011 hat geschrieben:Stören sich da die Wirtschaftsliberalen (meist ja Ex-FDPler in der Partei) an der Ungleichbehandlung

Wie kommst du drauf, dass wir Ex-FDPler in der Partei hätten? Hast du jemand bestimmten im Auge? Mir ist da nichts bekannt, ganz im Gegenteil.
Ansonsten ja, wir stören uns an der Ungleichbehandlung, das im Jahr 2017, in einem relativ fortschrittlichen Land, noch Leute entlassen werden, wenn sie sich scheiden lassen oder eine geschiedene Person heiraten, aus der Kirche austreten usw. Das Ganze völlig legal und offensichtlich gesellschaftlich akzeptiert. Unglaublich!

Atheos2011 hat geschrieben:Gegen wen oder was muss der Staat diese Rechte schützen?
Warum nur auf dem eigenen Staatsgebiet?
Warum die Unterscheidung zwischen Weltanschauung und politischer Einstellung?
Warum die Unterscheidung zwischen Gesetz und Gesetzestext?
Das Problem an der Formulierung ist doch offensichtlich, dass das Wort Religion ersatzlos gestrichen wurde.
Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

Hier hat idefix schon weitestgehend die Fragen in meinem Sinne beantwortet.
Sollen wir jetzt jedem Staat den Krieg erklären, der die Menschenrechte seiner Bewohner nicht achtet? Die Vergangenheit hat ja gezeigt wie erfreut die "Befreiten" sind, wenn der Weltpolizist (USA) mal wieder irgendwen "befreit" hat (Vietnam, Irak, Korea, Afghanistan). Klar ist es nicht schön, wenn ein souveräner Staat nicht dieselben Standards einhält die wir für richtig erachten. Aber man kann souveräne Staaten wohl kaum zwingen unsere, vermeintlich "richtige" Ideologie anzunehmen. Sowas kann man maximal mit finanziellen "Hilfen" beeinflussen, aber nicht mit Zwang und schon gar nicht militärisch.
Warum "Gesetz" und "Gesetzestext" unterschieden wird, weiß ich auch nicht so genau. Eventuell weil bestehende Gesetzestexte nicht auf jeden angewendet werden. Also eventuell muss man Gesetz als "vor Gericht" lesen. Zum Beispiel bei Kindesmissbrauch von Geistlichen, da scheinen ja die Gesetzestexte nicht mehr so richtig Anwendung zu finden. Ist aber nur eine Vermutung keine Ahnung wieso das so formuliert wurde.
In der Formulierung wo das Wort "Religion" fehlt, steht das Wort Weltanschauung. Weltanschauung beinhaltet Religion. Um Missverständnisse zu vermeiden hätte man auch schreiben können: "die Religion oder die Weltanschauung".
Bezüglich "Ostblock" bezieht sich deine Aussage auf die ehemalige DDR? In dem Fall muss ich entschieden widersprechen. Da bist du wohl einem Kirchenmärchen aufgesessen. Ich weiß natürlich, dass sich die Kirchen da gern in der Opferrolle inszeniert haben (wie bei allen geschichtlichen Großereignissen) und entsprechende Artikel publiziert haben, aber die Realität war eine andere.

Welche sind denn die wirklich maßgeblichen Ursachen für den menschgemachten Klimawandel? Sollte man nicht trotzdem versuchen, selbst wenn die Chance nicht sehr groß ist, diesen menschgemachten Klimawandel abzufedern? Auch wenn man ein paar Euro mehr für Strom zahlen muss? Langfristig müsste der Strom ja sogar billiger werden.

mfg omg
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Re: Atheistenpartei ist gegründet

Beitragvon Atheos2011 am Mo 14. Aug 2017, 00:44

omg hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Stören sich da die Wirtschaftsliberalen (meist ja Ex-FDPler in der Partei) an der Ungleichbehandlung

Wie kommst du drauf, dass wir Ex-FDPler in der Partei hätten? Hast du jemand bestimmten im Auge? Mir ist da nichts bekannt, ganz im Gegenteil.


Das Wirtschaftsprogramm der Partei der Humanisten wurde vom bekennenden Wirtschaftsliberalen und Ex-FDPler Uwe Bernd Schärf geschrieben und wird dementsprechend von der Mehrheit der Mitglieder akzeptiert.
Uwe Bernd Schärf beschreibt sich offiziell auf der Internetseite der Partei der Humanisten als Anhänger von Walter Eucken.

Walter Eucken lehnte als Begründer der neoliberalen Ideologie den Sozialstaat (Sozialpolitik allenfalls „als Minimalprogramm gegen extreme Mißstände“ erforderlich) und Gewerkschaften ab. Das spiegelt sich dann auch im Parteiprogramm wieder, wenn es um "humanistische" Sozialpolitik geht. Da wird dann schnell wieder alles getrichen, was zu humanistisch sozialistisch ist. Und das wird auch von der Mehrheit der Parteimitglieder akzeptiert. Oder wie du es sagst: Das ist Parteikonsens.

omg hat geschrieben:Ansonsten ja, wir stören uns an der Ungleichbehandlung, das im Jahr 2017, in einem relativ fortschrittlichen Land, noch Leute entlassen werden, wenn sie sich scheiden lassen oder eine geschiedene Person heiraten, aus der Kirche austreten usw. Das Ganze völlig legal und offensichtlich gesellschaftlich akzeptiert. Unglaublich!


Das ist aber nicht der Grund warum sich die wirtschaftsliberalen Parteimitglieder daran stören. Denen geht es nicht um Fortschrittlichkeit, Humanismus oder gegen die Macht der Kirche.

Parteiprogramm / Partei der Humanisten hat geschrieben:Die Interessen von Arbeitgebern und Arbeitnehmern müssen gleichermaßen berücksichtigt werden. Deshalb wollen wir das Wesen der Gewerkschaften unterstützen und modernisieren. Unabhängig davon muss der Staat für den Schutz grundlegender Arbeitnehmerrechte eintreten, auch in Branchen, in denen es keine Gewerkschaften gibt.


Wie es sich Wirschaftsliberale vorstellen, welche Gewerkschaften im Prinzip als falsch ansehen, wie man als Partei "Gewerkschaften modernisiert" ist klar. Da kann man dann auch nicht erwarten, dass die einfach für ein Streikrecht von Kirchenmitarbeitern eintreten. Dann hätte ein Streik bei den beiden größten deutschen Arbeitgebern nämlich binnen kürzester Zeit zur Folge, dass sich die von dir genannte "Fortschrittlichkeit" in den Tarifverträgen und der Gesetzgebung wiederfindet.

omg hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Gegen wen oder was muss der Staat diese Rechte schützen?
Warum nur auf dem eigenen Staatsgebiet?
Warum die Unterscheidung zwischen Weltanschauung und politischer Einstellung?
Warum die Unterscheidung zwischen Gesetz und Gesetzestext?
Das Problem an der Formulierung ist doch offensichtlich, dass das Wort Religion ersatzlos gestrichen wurde.
Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

Hier hat idefix schon weitestgehend die Fragen in meinem Sinne beantwortet.
Sollen wir jetzt jedem Staat den Krieg erklären, der die Menschenrechte seiner Bewohner nicht achtet? Die Vergangenheit hat ja gezeigt wie erfreut die "Befreiten" sind, wenn der Weltpolizist (USA) mal wieder irgendwen "befreit" hat (Vietnam, Irak, Korea, Afghanistan). Klar ist es nicht schön, wenn ein souveräner Staat nicht dieselben Standards einhält die wir für richtig erachten. Aber man kann souveräne Staaten wohl kaum zwingen unsere, vermeintlich "richtige" Ideologie anzunehmen. Sowas kann man maximal mit finanziellen "Hilfen" beeinflussen, aber nicht mit Zwang und schon gar nicht militärisch.


Für echte Humanisten sind die Menschenrechte keine "vermeintlich richtige Ideologie" sondern grundsätzlich richtig und das du "Zwang gegen Staaten" ablehnst und maximal Schmiergeld befürwortest, spiegelt nur wieder die liberale Ideologie wieder. Diese ist übrigens grundsätzlich falsch und inhuman.

omg hat geschrieben:In der Formulierung wo das Wort "Religion" fehlt, steht das Wort Weltanschauung. Weltanschauung beinhaltet Religion. Um Missverständnisse zu vermeiden hätte man auch schreiben können: "die Religion oder die Weltanschauung".


So ist das eigentlich ja auch üblich. Daher frage ich ja nach.
Könnte es etwas mit dem Recht auf Asyl bei religiöser Verfolgung zu tun haben?
Der "Sprecher für Menschenrechte" der Partei der Humanisten bezeichnet ja "einige Punkte im Positionspapier von PEGIDA als durchaus diskussionswürdig". Hat der daher das Wort "Religion" in obriger Formulierung wegzensiert bzw. wegzensieren lassen?

omg hat geschrieben:
Atheos2011 hat geschrieben:Humanisten (insbesondere im Ostblock) hatten ja auch kein Problem mit Religionsverboten.

Bezüglich "Ostblock" bezieht sich deine Aussage auf die ehemalige DDR? In dem Fall muss ich entschieden widersprechen. Da bist du wohl einem Kirchenmärchen aufgesessen. Ich weiß natürlich, dass sich die Kirchen da gern in der Opferrolle inszeniert haben (wie bei allen geschichtlichen Großereignissen) und entsprechende Artikel publiziert haben, aber die Realität war eine andere.


Klar, wenn die Kirche im Ostblock bzw. der DDR nicht verfolgt wurde und dies nur ein Kirchenmärchen ist, dann muss man mir auf Nachfrage auch nicht wenigsten einen Humanisten nennen, der sich gegen die dann inexistente Verfolgung ausgesprochen hat. Dabei haben sich doch angeblich alle Humanisten gegen den Ostblock ausgesprochen. Fragt sich mir nur warum. Könnte etwas mit Liberalismus und gespielten Humanismus zu tun haben. Soll ja vorkommen.

omg hat geschrieben:Welche sind denn die wirklich maßgeblichen Ursachen für den menschgemachten Klimawandel? Sollte man nicht trotzdem versuchen, selbst wenn die Chance nicht sehr groß ist, diesen menschgemachten Klimawandel abzufedern? Auch wenn man ein paar Euro mehr für Strom zahlen muss? Langfristig müsste der Strom ja sogar billiger werden.


Der größte Teil der weltweiten Treibhausgasemissionen stammt aus der Landwirtschaft und da inbesondere aus der Viehhaltung und nicht aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen und diese Treibhausgasemissionen steigen weiter. Wir sollten also nicht befürchten, dass sich "alle Chinesen ein Auto leisten können" oder hoffen, dass die auf E-Autos umsteigen, sondern hoffen, dass u.a. deren Fleischkonsum nicht auf westliches Niveau steigt.

Mittelfristig müsste der Strom in der Tat billiger werden aber langfristig wird er sehr teurer werden. Bei den erneuerbaren Energien macht in Deutschland z.B. Biomasse ca. 25% aus. Biomassekraftwerke werden zwar in der CO²-Bilanz als neutral bezeichnet, aber da wird ignoriert, dass bei der Produktion der Biomasse auf den Feldern wesentlich schädlichere Treibhausgase entstehen (und die berühmten Feinstäube, welche man mit Fahrverboten bekämpfen möchte).

Um den Klimawandel zu stoppen müsste man Unmengen Treibhausgase für Unsummen unter die Erde bringen oder Viehaltung massiv einschränken. Da wird sich nicht durchsetzen lassen (Stichwort: Zwang) und daher wird der Klimawandel auch nicht gestoppt werden können.
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